Thuja brabant ist eine sehr widerstandsfähige, robuste Pflanze. Krankheiten und Parasiten treten bei ihr nur selten auf. Pflegefehler können dem Lebensbaum jedoch erheblich zusetzen. Vom falschen Standort bis zur Überdüngung können ungünstige Pflegebedingungen die Verfärbung bewirken. Das Gute daran ist, dass sich Fehlern in der Pflege relativ einfach vorbeugen lässt und sie oftmals mit wenig Aufwand abgestellt werden können.

Thuja brabant

Thuja brabant - umgangssprachlich auch als Lebensbaum bekannt - ist eine sehr robuste und resistente Pflanze, die gerne zum Anpflanzen von Hecken verwendet wird. Krankheiten und Parasiten treten an dem Gewächs in der Regel nur dann auf,
wenn Fehler in der Pflege bestehen.

Ursachen

Die Ursachen für Verfärbungen können mannigfaltig sein. Zu ihnen gehören unter anderem:
  • falscher Standort
  • zu viel Sonnenlicht
  • falsches Substrat
  • zu trocken
  • Staunässe
  • Überdüngung
Schädlinge und Krankheiten können sich für die gelbe oder braune Verfärbung natürlich ebenfalls verantwortlich zeigen, sind aber erfahrungsgemäß lediglich die Folgen falscher Pflegebedingungen.

Standort

Der optimale Standort für Thuja brabant ist halbschattig bis sonnig. An halbschattigen oder schattigen Standorten wächst der Lebensbaum lockerer und bietet damit einen geringeren Sichtschutz. Sind die Pflanzen anhaltend und ungeschützt der prallen Mittagssonne ausgesetzt, kann es jedoch zu Verbrennungen kommen. Die typische Folge sind gelbe bis bräunliche Verfärbungen. Diese Verbrennungen treten noch häufiger auf, wenn der Lebensbaum während starker Sonneneinstrahlung verschnitten wurde. Die Schnittflächen verbrennen nicht nur leichter, sondern trocknen auch sehr schnell aus.

Trockenheit

Thuja brabant occidentalisTrockenheit beziehungsweise Wassermangel kann dem Gewächs erheblich zusetzen. Vor allem bei einem sehr hellen Standort und durchlässigem Boden aber auch bei sehr jungen Lebensbäumen, die noch nicht ausreichend Zeit zum Anwachsen hatten, kann Trockenheit schnell zu Schäden führen. Typisch ist hierbei, dass die Triebe von außen nach innen bräunliche Verfärbungen aufweisen. Ausgiebiges Wässern bei Bedarf, also beispielsweise in anhaltend trockenen Phasen oder während des Anwachsens, schafft Abhilfe. Bereits vertrocknete und abgestorbene Abschnitte lassen sich dadurch zwar nicht mehr retten, fortschreitende Veränderungen und Verfärbungen lassen sich jedoch vermeiden.

Staunässe

Anhaltende Nässe beziehungsweise Staunässe können Wurzelfäule bedingen, Verfärbungen sowie Schäden erzeugen. Zudem wird
der Lebensbaum hierdurch geschwächt, was den Befall mit Krankheitskeimen und Parasiten begünstigen kann. Es sollte daher bereits bei der Wahl des Standortes darauf geachtet werden, dass der Pflanzplatz nicht anfällig für Staunässe ist. Senken und Bereiche nahe eines Gartenteiches sind daher denkbar ungeeignet. Auch bei der Bewässerung sollte darauf geachtet werden, dass nicht so großzügig gegossen wird und das Wasser gut abfließen kann.

Überdüngung

Der Lebensbaum ist in Bezug auf die Nährstoffversorgung sehr genügsam. Dadurch kann es vergleichsweise schnell zu einer Überdüngung kommen. Zu vermeiden sind zudem Mineraldünger, da Thuja brabant sehr empfindlich auf Salze reagiert. Geeignet sind hingegen Mulch und organische Dünger, wie gut verrotteter Kompost. Ideal ist speziell auf den Bedarf abgestimmter Koniferendünger. Auch diese sollten jedoch nur dann verabreicht werden, wenn das Wachstum sehr schwach ausfällt und das Substrat arm an Nährstoffen ist. Selbst dann reicht eine einmalige Düngergabe pro Jahr in der Regel vollkommen aus.

Substrat

Ein leicht saurer, feuchter bis sumpfiger Boden ist für Thuja brabant gut geeignet. Hier gilt es allerdings, das Gleichgewicht zu halten. Trockenheit tut den Gewächsen nicht gut, Staunässe aber ebenso wenig. Das Wasser sollte daher problemlos abfließen können. Das Substrat sollte zugleich aber auch Feuchtigkeit speichern können. Ist der Boden trocken, kann eine Schicht aus Mulch oder Kies dazu beitragen, dass er nicht so schnell austrocknet. Ist das Substrat sehr feucht, kann eine Drainageschicht Staunässe und damit auch Wurzelfäule verhindern.

Wurzelfäule

Wurzelfäule entsteht dann, wenn die Wurzeln beständig Staunässe oder einer zu hohen Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Die bereits erwähnte Drainageschicht kann hier Abhilfe schaffen. Für die Drainage werden Tonscherben, Kies oder Sand in das Pflanzloch gegeben, bevor der Lebensbaum eingesetzt wird. Diese Schicht sorgt dafür, dass das Wasser besser abfließen kann und die Wurzeln somit vor Staunässe bewahrt werden. Ist die Wurzelfäule bereits entstanden, kann der Lebensbaum dennoch gerettet werden. Allerdings ist es dafür wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen.
Thuja brabant occidentalisSie äußert sich durch:
  • geschwächtes Wachstum
  • zunächst Gelbverfärbung, dann Braunverfärbung
  • allmähliches Absterben von Wurzeln und Pflanze
Können sämtliche Pflegefehler abgesehen von der Staunässe ausgeschlossen werden, ist die Wurzelfäule als Erkrankungen vergleichsweise wahrscheinlich. Die betroffenen Gewächse können gerettet werden, wenn die folgenden
Schritte befolgt werden:

1. Thuja brabant vorsichtig ausgraben und die Erde von dem Wurzelballen abspülen.

2. Beschädigte Wurzelbereiche mit einer scharfen Schere abschneiden.

3. Wurzelballen für einige Stunden an der Luft für einige Stunden abtrocknen lassen.

4. Erde im Bereich des Pflanzlochs auswechseln und zur Sicherheit mit einem entsprechenden Fungizid behandeln.

5. Drainageschicht einbringen und den Lebensbaum wieder einsetzen.

Auch nach dieser Maßnahme gibt es keine Garantie dafür, dass das Gewächs überlebt. Eine Möglichkeit zur Rettung besteht jedoch.

Parasiten und Krankheiten

Thuja brabant ist an sich resistent gegen Parasiten und Krankheiten. Probleme entstehen in der Regel nur dann, wenn zuvor Pflegefehler bestanden und das Gewächs hierdurch geschwächt wurde. Am häufigsten treten Wurzelfäule und andere Pilzerkrankungen auf. Hiergegen können entsprechende Fungizide eingesetzt werden.

Alter

Thuja brabant verkahlt mit der Zeit von innen heraus. Braun verfärbte Abschnitte können daher auch auf das Alter oder einen falschen Verschnitt zurückzuführen sein. Ein regelmäßiger Verschnitt von Anfang an kann hilfreich sein. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass nicht bis in das alte Holz geschnitten wird.
Bei einem Schnitt ins alte Holz bleiben braune oder kahle Stellen beziehungsweise Lücken zurück.