Haushaltstipps

Bilder aufhängen – ohne Bohren und Nägel

Bei Gemälden und gerahmten Bilder reichen Klebemittel zur Befestigung meist nicht aus.

Wer gerne mit vielen Bildern um sich herum lebt, steht erst einmal vor einem Problem, wenn er diese Bilder in einer Wohnung aufhängen möchte, in der er voraussichtlich nicht endlos wohnen wird. Denn er möchte dann meist nicht die Wand mit vielen Haken oder Nägeln versehen, die anschließend je nach Wandbeschichtung eine komplette Renovierung notwendig machen würden. Wie kann man Bilder möglichst ohne Bohren und Nägel aufhängen?

Bilder an die Wand kleben – verschiedene Tipps
Zunächst kommt es natürlich auf die Bilder an, die Ihr aufhängen wollt, und auf die Wand, an der Ihr sie aufhängen wollt.

    1. Handelt es sich um Poster oder Papierbilder, könnt Ihr diese Bilder mit einem Haftklebestift selbsthaftend ausrüsten. Sie funktionieren dann so wie die bekannten Haftnotizen. Dann könnt Ihr das Papier auf die Wand kleben, ohne Rückstände ablösen und dann auch noch woanders hinkleben. Einen solchen Klebestift gibt es von 3M Scotch, zu bestellen beispielsweise bei der Modulor GmbH aus 10969 Berlin unter www.modulor.de.

 

    1. Wenn es Euch vor allem darum geht, eine Menge Fotos Eurer Lieben um Euch herum zu versammeln, könntet Ihr diese Fotos laminieren lassen, anstatt sie zu rahmen. Wenn Ihr eine Fliesenwand zum Aufhängen nutzen könnt oder eine Wand, die mit einer Tapete aus einem sehr haltbaren Material beschichtet ist, z. B. Vinyltapete, könnt Ihr die Bilder dann einfach an die Wand kleben. Und zwar mit guten Klebepads, die sich später ohne Schaden und ohne Spuren entfernen lassen. Solche Doppelklebepads gibt es z. B. von Pattex (Henkel AG & Co. KGaA, 40589 Düsseldorf, www.pattex.de), Tesa (tesa SE, 20253 Hamburg, www.tesa.de) bietet sie unter dem Namen Power-Strips an.

 

    1. Ein fast vergessenes, aber mit Einschränkungen durchaus brauchbares Mittel, um solche Bilder an die Wand zu pinnen, ist die gute alte Reißzwecke. Sie fixiert Bilder an der tapezierten Wand und auf Holz und hinterlässt nicht mehr als ein winziges Loch, das z. B. auf einer Raufasertapete kaum auffällt (wenn Ihr sehr viele Reißzwecke angebracht habt, würde man die Löcher zwar vielleicht sehen, aber bei einmaligem Überstreichen der Wand würden sie meist mit verschlossen werden).

 

  1. Auch Bilder in einem leichten Rahmen können mit Doppelklebepads befestigt werden, auch an jeder sonstigen glatten Wandbeschichtung, z. B. einer Wandverkleidung aus Stein oder mit Glas oder mit Kunststoff-Platten. Auf der Packung wird das Haftvermögen pro Quadratzentimeter angegeben, so könnt Ihr ausrechnen, welche Bilder und Rahmen noch geeignet sind für eine solche Befestigung.

Nachteile des Klebens

    1. Neben Klebepads werden auch diverse Spezialkleber unter dem Motto “Kleben statt Bohren” angeboten, auch damit könnte man natürlich Bilder an der Wand anbringen. Allerdings sind solcherart aufgehängte Bilder in der Regel nicht spurenlos entfernbar, ganz im Gegenteil halten die Kleber meist so gut, wie sie versprechen, wenn die Bilder abgenommen werden sollen, nimmt der Bilderrahmen häufig gleich ein Stück Wand mit.

 

  1. Wenn die Wand mit Tapete beschichtet ist, scheiden solche Klebelösungen ohnehin meist aus: Nur auf wenigen Tapeten, die eine sehr glatte Beschichtung herstellen, habt Ihr eine Chance, die Klebepads rückstandsfrei wieder abzubekommen – aber nur eine Chance, häufig bleibt beim Abnehmen ein Teil der Tapete am Pad hängen. Die Spezialklebstoffe lösen beim Abnehmen (oder bei schweren Bildern schon vorher) fast jede Tapete von der Wand.

Bohren und Nageln geht meist schneller als man denkt – und es ist zuverlässiger als Kleben.

Einfache Schraub- und Nagelbefestigungen

    1. Bilder in ordentlichen Rahmen, ob futuristischer Glattmetallrahmen oder üppiger barocker Holzrahmen, müssen ohnehin mit stärkeren Mitteln an der Wand befestigt werden. Ganz ohne Nägel oder Bohren wird das dann nicht mehr funktionieren, mit zweimal bohren könnt Ihr aber auskommen, wenn Ihr links und rechts an der Wand einen Haken anbringt, zwischen die Ihr dann eine (Nylon-) Schnur spannt, an der die Bilder dann mit Klammern befestigt werden. Das klappt aber natürlich auch nur bei kleinen Bildern von geringem Gewicht.

 

  1. Ebenfalls mit zwei Schrauben kommt Ihr aus, wenn Ihr ein Metallgitter oder eine Holzplatte vor die Wand stellt, die oben an den Ecken nur gegen Kippen gesichert wird. Auf dieser Fläche werden dann die Bilder aufgehangen.

Weitere Möglichkeit: Bilderschienen

  1. Wenn die Bilder in prächtigen Rahmen alleine wirken sollen, müsstet Ihr oben an Eurer Wand eine Bilderschiene anbringen, die muss aber mit mehreren Schrauben befestigt werden. Für die Bilder braucht Ihr dann keine Bohrmaschine und keine Schrauben oder Nägel mehr: An dieser Bilderschiene (Galerieschiene) werden Perlonseile oder Stahlseile angehängt, an denen wiederum die Haken für die Bilder eingehängt werden.
    Die Bilder können in beliebiger Höhe an der Wand aufgehängt werden und ohne Probleme und ganz schnell gewechselt werden. Eine große Auswahl an Bilderschienen findet Ihr bei der ASP-Galeriebedarf GmbH aus 21077 Hamburg unter www.galeriebedarf.com, hier gibt es Bilderschienen aus Metall, aus Holz und sogar solche, die unter Putz verlegt werden können.

Die Freundin, die mich zum Nachdenken über dieses Thema angeregt hat, hat ihre Bilderwand auf eine ganz andere Art hergestellt, aber diese Möglichkeit haben bestimmt nicht viele Menschen: Sie hat genau in einer der Wände im Wohnbereich, wo man Bilder hinhängen könnte, eine Nische, mit der sie dekotechnisch sowieso Probleme hatte. Irgendwann hatte sie die Idee: Sie hat sich so eine Gardinenstange zum Klemmen besorgt, daran Nylonfäden in verschiedenen Längen gehängt, und an diese Ihre Fotos (in einfachen, leichten Rahmen).
(von Halina)

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