Kleine schwarze Tierchen krabbeln und fliegen häufig herum, sowohl in Innen- als auch in Außenbereichen. Die meisten Menschen sind sich oft nicht sicher, um welche Insekten es sich dabei handelt. Da manche stechen können oder schädlich sind, ist das genaue Bestimmen wichtig.

Gewittertierchen

Fransenflügler - Gewittertierchen - Thripse - Thysanoptera

Bei den Gewittertierchen handelt es sich nicht um Fliegen, sondern um kleine Käfer. Sie gehören Insekten zur Familie der Fransenflügler und sind auch unter der Bezeichnung Thripse bekannt. Zwar besitzen die Tierchen Flügel, können aber damit nicht besonders gut fliegen. Viele Exemplare sind sogar komplett flugunfähig. Vielmehr lassen

sie sich einfach vom Wind treiben und treten deshalb verstärkt bei starken Winden während eines Sturms auf. Bei Gewitter sitzen Thripse plötzlich auf der Haut und Kleidung. Auf diese Weise hat sich der Name Gewittertierchen eingebürgert. Wenn es nicht ausreichend Aufwinde und Thermik in der Luft für die Fortbewegung gibt, bewegen sich die Insekten krabbelnd fort.
  • Wissenschaftlicher Name: Thysanoptera
  • Körper ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt
  • Geringe Größe von 1 bis 3 Millimeter
  • Schmale Flügel mit schwarz-weißen Querstreifen
  • Flügel sind außen ausgefranst
  • Besitzen scharfe Mundwerkzeuge
  • Saugen damit Saft von Pflanzen aus
  • Können aber auch Menschen stechen
  • Stich ist jedoch ungefährlich, wie ein Mückenstich

Trauermücken

Trauermücke - Trauerfliege

Trauermücken sind kleine Fliegen, welche im Topf der Zimmerpflanzen sitzen. Allerdings können die Tierchen auch Gewächse im Garten befallen. Beim Gießen der Pflanzen fühlen sich die Insekten gestört und fliegen hoch. Im Zimmer sind die Trauermücken sehr lästig und schwirren ständig in der Luft umher. Darüber hinaus können die Larven der leidigen Schädlinge bei den Toppflanzen starke Schäden anrichten, da diese die Wurzeln anfressen. Als Folge bilden die befallenen Pflanzen nur einen kümmerlichen Wuchs aus. Deshalb ist eine zeitnahe Bekämpfung der Trauermücken extrem wichtig.

  • Wissenschaftlicher Name: Sciaridae
  • Trauermücken treten in Schwärmen auf
  • Schwarz gefärbte Fluginsekten, nur 2 bis 6 Millimeter groß
  • An den längeren Beinen und Fühlern zu erkennen
  • Bilden größere Flügel als Fruchtfliegen aus
  • Sind mit Stechmücken verwandt, stechen aber nicht

Stechmücken

Mücke

Stechmücken sind lästige Insekten, deren Stiche extrem jucken und sich im Extremfall sogar entzünden können. Die Quälgeister zeigen sich oft in der Dämmerung sowie in der Nacht. Normalweise ernähren sich Stechmücken von Pflanzen und deren Säften, aber die Weibchen brauchen direkt nach der Begattung Blut für die Entwicklung der Eier. Dafür besitzen die Blutsauger potente Mundwerkzeuge, die sowohl stechen als

auch saugen können. Bei den Männchen sind diese Vorrichtungen jedoch zurückgebildet. Beim erfolgreichen Einstich injiziert die weibliche Stechmücke ein Speichelsekret, das hemmend auf die Blutgerinnung wirkt. So ist es der Mücke möglich, unbemerkt das Blut des Wirtes saugen zu können. Stechmücken werden durch das Kohlendioxid beim Ausatmen und einen starken Körperduft angezogen.
  • Wissenschaftlicher Name: Culicidae
  • Erreicht eine Länge von 5 bis 7 Millimeter
  • Schwarzer Körper mit weißlichem Band am Hinterleib
  • Schlanker Körperbau mit auffällig langen Beinen
  • Hebt beim Sitzen das letzte Beinpaar an
  • Schmale Flügel ragen ein wenig über Hinterleib hinaus
  • Bildet lange Antennen mit verschiedenen Segmenten aus
  • Stechrüssel beim Weibchen ist etwa so lang wie Hinterleib

Hinweis: Zwar können die Stiche der heimischen Stechmücke sehr lästig sein, sie sind aber nicht gefährlich für die menschliche Gesundheit.

Kornkäfer

Kornkäfer - Sitophilus granarius

Der Kornkäfer gehört zur Familie der Rüsselkäfer und hat sich weltweit verbreitet. Die Bezeichnung führt darauf zurück, dass sich die Insekten häufig in Getreidespeichern und Mühlen ansiedeln. Allerdings können sich die kleinen Tierchen auch in den heimischen Haushalten ausbreiten. In den Küchen nisten sich die Insekten gerne in Schränken mit Lebensmitteln ein. Als Nahrungsquellen bevorzugen sie Packungen mit Trockengemüse sowie Teigwaren. Der Kornkäfer mag aber auch trockene Tiernahrung. Oft zeigen sich die Insekten an den offenen Futterplätzen für die Haustiere.

  • Wissenschaftlicher Name: Sitophilus granarius
  • Erreichen Größe von nur 2 bis 4 Millimeter
  • Junge Exemplare sind zuerst braun gefärbt
  • Ältere Käfer färben sich mit der Zeit schwarz
  • Sind zwar harmlos, vermehren sich aber rasch
  • Befall in Wohnräumen kann schnell zu Plage werden

Rapskäfer

Rapskäfer - Rapsglanzkäfer - Brassicogethes aeneus

Der kleine Rapskäfer ernährt sich überwiegend von Raps und sonstigen Kreuzblütlern. Während der Rapsblüte aktiviert sich dieses kleine Tierchen und findet auch den Weg in Innenbereiche. Normalerweise verschwinden diese Insekten direkt, wenn der Raps seine Blütezeit gänzlich beendet hat. Zwar richtet diese Käferart in den Wohnräumen keine größeren Schäden an, aber viele Menschen ekeln sich vor dem Krabbeltier.

  • Wissenschaftlicher Name: Brassicogethes aeneus
  • Körpergröße von nur etwa 2 Millimeter
  • Metallische schwarze Färbung, manchmal eher dunkelgrün
  • Ovaler Körperbau, Fühler am Kopfende sind verdickt
  • Bei Befall die Käfer einfach absammeln

Balkenrüssler

Balkenrüssler - Stereocorynes truncorum

Der Balkenrüssler zählt

zwar nicht zu den Schädlingen, er kann aber in Wohnräumen als Alarmsignal dienen. Da das Insekt im Holz auftaucht, welches von Pilzen befallen ist, agiert er als Hinweis für Schimmel und Feuchtigkeit. Wenn der Pilzbefall bekämpft wird, verschwindet das kleine Tierchen von ganz alleine, da es keine Lebensgrundlage mehr findet.
  • Wissenschaftlicher Name: Stereocorynes truncorum
  • Körper ist schwarz bis braun gefärbt
  • Bildet Streifen mit Punkten auf Flügeln aus
  • Wird maximal 3 Millimeter lang
  • Kopf hat die Form eines Rüssels

Getreideschimmelkäfer

Getreideschimmelkäfer - Alphitobius diaperinus

Der Getreideschimmelkäfer ähnelt stark dem Mehlkäfer, ist aber dunkler gefärbt. Außerdem bevorzugt diese Käferart deutlich höhere Temperaturen, deshalb siedelt sich die Insekten gerne in Bäckereien an. Das kleine Tierchen liebt Brot und Backwaren, welche sich kurz vor dem Schimmeln befindet. Da sein Kot schädliche Salmonellen übertragen kann, gilt der Getreideschimmelkäfer als gesundheitsgefährdend und muss unbedingt bekämpft werden.

  • Wissenschaftlicher Name: Alphitobius diaperinus
  • Glänzend schwarzer Körper
  • Wird bis zu 15 Millimeter groß
  • Kurzer Stachel am Hinterleib
  • Körper und Kopf sind etwa gleich groß

Tipp: Um das kleine schwarze Tierchen genau zu untersuchen und zu bestimmen, bietet sich das Aufstellen von gelben Klebefallen an.