Schneerosen blühen in der kalten Jahreszeit. Die Farben der Blüte reichen je nach Sorte von Weiß über Rosa bis hin zu tiefdunklem Lila. Damit die Christrose jedoch so schön blühen kann, benötigt sie einen entsprechenden Standort und Dünger, der ihre Blühwilligkeit fördert. Dafür eignen sich auch Hausmittel. Wichtig ist, beim Düngen immer mit Bedacht vorzugehen.

Grundsätze beim Düngen

Christrosen (Helleborus niger) benötigen so wenig Nährstoffe, dass im Allgemeinen weniger mehr ist. Wachsen sie zum Beispiel unter Bäumen, größeren Büschen oder zwischen laubabwerfenden Stauden, reicht es völlig, wenn das Laub im Winter nicht entfernt wird. Es stellt dem Schwarzen Nieswurz während es verrottet genügend Nährstoffe zur Verfügung. Wenn die Blumen in einem Staudenbeet wachsen, müssen sie ebenfalls nicht extra gedüngt werden, wenn das Beet im Frühjahr sowieso mit Dünger versorgt wird.

Blühfreudigkeit fördern

Mit dem richtigen Dünger soll nicht nur das Wachstum der Stauden unterstützt werden. Wird falsch gedüngt, wachsen zwar Blätter, aber die Blüten bleiben aus. Christrosen benötigen zum Blühen viel Kalk. Es ist deshalb wichtig, auf den Kalkgehalt des Bodens und des Düngers zu achten. In saurem Substrat fühlt sich die Pflanze auf die Dauer nicht

wohl.

Eierschalen

Eierschalen als Dünger für ChristrosenIn den meisten Haushalten fallen diese natürlichen Düngemittel in mehr oder weniger großer Zahl an. Die Schalen sind vor allem kalkreich, aber sie enthalten auch andere Mineralien. Es ist nicht notwendig einen Unterschied zwischen rohen oder gekochten Eiern zu machen. Die Schalen können zerkleinert auf den Kompost gegeben werden oder sie werden fein zermahlen und in der Nähe der Christrosen in den Boden eingearbeitet. Auch bei Topfpflanzen können gemahlene Eierschalen in das Substrat gemischt werden.

Gesteinsmehl

Es funktioniert ähnlich wie Eierschalen und liefert den Pflanzen neben dem notwendigen Kalk auch andere Mineralien. Gesteinsmehl kann außerdem Kompost oder Pflanzenjauchen beigemischt werden.

Hinweis: Eierschalen und Gesteinsmehl eignen sich nicht als alleinige Düngemittel, es würde zu einem Nährstoffmangel kommen, da sie zu einseitig wirken.

Hornspäne

Hornspäne als Dünger für ChristrosenOder auch Hornmehl sind schnell wirksame organische Dünger, die sich leicht in Erde mischen lassen und deshalb auch Topfpflanzen gut mit Nährstoffen versorgen können. Eine kleine Menge ist für Christrosen völlig

ausreichend.

Kaffeesatz

Kaffeesatz als Dünger für ChristrosenObwohl dieser Dünger sehr reichhaltig ist, ist er für Christrosen nur bedingt geeignet. Kaffeereste säuern den Boden stark an. Es ist also notwendig, dass zusätzlich ein kalkreiches Düngemittel gegeben wird. Bei sowieso schon saurem Boden sollten besser andere Dünger verwendet werden. Oder der Kaffeesatz wird kompostiert und mit anderen Pflanzenresten vermischt. Dann ist die ansäuernde Wirkung nicht mehr so stark.

Kartoffelwasser

Zum Düngen geeignet ist nur Kochwasser ohne oder mit sehr wenig Salz. Bevor es verwendet wird, muss es abkühlen und kann dann einfach zum Gießen der Christrosen benutzt werden. Kartoffelwasser enthält neben Nährstoffen auch wichtige Spurenelemente.

Kompost

Kompost als Dünger für ChristrosenDie meisten Küchenabfälle eignen sich als Nährstofflieferant, wenn sie den Umweg über den Komposthaufen genommen haben. Dort werden sie in lockere, nahrhafte Erde verwandelt, die vielen Pflanzen guttut. Schwarzer Nieswurz profitiert schon bei der Pflanzung von Komposterde. Außerdem können Topfpflanzen beim Umtopfen wieder in Komposterde gesetzt werden, zusätzliches Düngen entfällt dann. In Beeten wird zweimal im Jahr Komposterde rund um die Pflanzen eingearbeitet.

Kreide

Als alleiniger Dünger eignet sich Kreide nicht, um die Pflanzen zu kalken, ist sie hingegen gut geeignet. Kreide kann zerrieben unter die Erde gemischt werden oder es wird ein Stück Tafelkreide in der Nähre der Pflanzen in die Erde gesteckt.

Tipp: Es eignet sich nur weiße Tafelkreide, ohne andere Zusätze.

Mist

Tiermist als Dünger für ChristrosenKuh-, Pferde- oder anderer Tiermist sollte bei der Düngung von Christrosen nur sparsam verwendet werden. Mist ist immer sehr

nährstoffreich und es droht eine Überdüngung. Allerdings ist er gut geeignet, um bei der Pflanzung in den Boden eingearbeitet zu werden und die Pflanzen in der Anfangszeit mit Nährstoffen zu versorgen.

Mulch

Gut zur gleichmäßigen Nährstoffversorgung geeignet ist durchgängiges Mulchen der Beete. Weiteres Düngen ist dann meistens überflüssig, allenfalls eine Kalkgabe hin und wieder kann sinnvoll sein. Mulch schützt außerdem vor Austrocknung und unterdrückt Unkraut. Geeignete Pflanzenmaterialien:

  • Laub (außer Eiche oder Walnuss)
  • Rasenschnitt (nicht zu dick auftragen)
  • getrocknetes Unkraut
  • Pflanzenschnittreste

Hinweis: Keinen Rindenmulch verwenden, dieser säuert den Boden an.

Pflanzenjauche

Brennnesseljauche als Dünger für ChristrosenJauche aus unterschiedlichen Pflanzen lässt sich einfach selbst herstellen. Es wird die dafür benötigte Menge an Pflanzenmasse mit Wasser in einem Eimer verrührt und dann so lange stehen gelassen, bis die Gärung aufgehört hat. Erkennbar ist das daran, dass keine Blasen mehr aufsteigen. Jauche wird immer mit Wasser verdünnt angewendet und die Pflanzen können dann einfach damit gegossen werden.
Pflanzen aus denen Jauche zur Düngung hergestellt werden kann

  • Brennnessel
  • Giersch
  • Löwenzahn
  • Mischung aus unterschiedlichen Kräutern

Hinweis: Pflanzenjauche düngt nicht nur, sie stärkt Pflanzen auch gegen Schädlinge und Krankheiten.

Teesatz

Nicht nur Kaffeesatz, auch Teesatz kann zum Düngen verwendet werden. Das gilt nicht nur für losen Tee. Allerdings müssen Teebeutel erst kompostiert werden, wenn man sie nicht aufschneiden will, um dann den losen Tee rund um die Pflanzen zu streuen und in die Erde einzuarbeiten. Wenn Tee verwendet wird, sollte außerdem etwas Kalk zugegeben werden.