Die Dichtblättrige Wasserpest gehört zu den effektivsten Sauerstoffproduzenten im Gartenteich und Aquarium. Damit leistet die mehrjährige krautige Pflanze einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wasserqualität im Gewässer. Gleichzeitig bietet sie Versteck und Nahrungsquelle für Fische und andere Wasserbewohner. Allerdings benötigt die Elodea densa eine etwas umfangreichere Pflege als andere Unterwasserpflanzen, denn sie neigt dazu, durch ihre Ausläufer andere Pflanzen zu verdrängen.

Steckbrief

  • botanischer Name: Elodea densa (Syn. Egeria densa)
  • Trivialnamen: Dichtblättrige Wasserpest
  • Pflanzenfamilie: Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)
  • Herkunft: Bolivien, Brasilien und Argentinien (als Neophyt weltweit verbreitet)
  • Verwendung: Wasserpflanze für Gartenteiche und Aquarien
  • Wuchshöhe: bis zu 3 m
  • kleine, quirlig angeordnete Blätter an langen Stängeln
  • Blüte: unscheinbar,
    weiß
  • Blütezeit: Mai bis August

Aussehen und Wachstum

Charakteristisch für die Wasserpest sind ihre langen, biegsamen Stängel, die in stehenden Gewässern mehrere Meter lang werden können. Sie sind dicht von kleinen, bis zu drei Zentimeter langen Blättchen besetzt, die jeweils zu viert in Quirlen den Trieben entspringen. Die blattbesetzten Stängel bleiben in der Regel recht schmal, können sich jedoch vielfältig verzweigen. Bei guten Bedingungen wächst die Pflanze sehr schnell in die Länge. Sie gedeiht vollständig unter Wasser, an die Wasseroberfläche kommen lediglich ihre winzigen, weißen Blüten. Wurzeln bilden sich nur in sehr geringem Umfang, und zwar nicht nur im Bodengrund, sondern auch weiter oben an den Stängeln.

Einpflanzen

Wer die pflegeleichte Elodea ins Aquarium oder den Gartenteich integrieren möchte, hat generell zwei Möglichkeiten. Sie können die Pflanze natürlich im klassischen Sinne in den Bodengrund einpflanzen oder sie aber einfach im Wasser treiben lassen. Beim Einpflanzen bündeln Sie mehrere Stängel und stecken diese ins Substrat. So lässt sich eine recht dichte und üppig wirkende Bepflanzung erzielen. Achten Sie beim Einsetzen darauf, nur den blattlosen Stängel einzupflanzen. Ist dieser zu kurz, können Sie einzelne Blätter abzupfen.

  • Position im Aquariumbecken: Hintergrund
  • Wassertiefe im Gartenteich: 70 bis 150 cm
  • vorzugsweise in Bündeln von 3 bis 5 Stängeln

Je nach Hersteller wird die Elodea densa meist im Bund von fünf bis zehn Trieben geliefert. In einem Aquarium sollte man diese jedoch nicht einfach zusammen in den Untergrund stecken, sondern sie lieber ein wenig verteilt einsetzen. In die Breite wächst die Wasserpflanze nahezu gar nicht, deshalb muss man keine bestimmten Abstände einhalten. Für Aquarien oder mittelgroße Teiche reichen bereits wenige Stängel aus, da sich die Pflanze in nährstoffreichen Gewässern rasch ausbreitet.

Tipp: Die schwimmende Variante kann eine gute Option in Nachzuchtbecken sein, die in der Regel ohne Bodengrund auskommen müssen.

Pflege im Gartenteich

Zwar besticht die Dichtblättrige Wasserpest nicht mit ihrem Aussehen, dafür hat sie andere Eigenschaften, die sie zur perfekten Teichpflanze machen. Zum einen nimmt sie durch ihr schnelles Wachstum viele Nährstoffe aus dem Wasser auf, sodass sich das Risiko auf Algenwachstum deutlich vermindert. Zudem produziert die immergrüne Elodea das ganze Jahr über Sauerstoff. Sie ist gut für Anfänger geeignet und nahezu unverwüstlich.

Standort

Zur Entwicklung der Teichpflanze ist Sonnenlicht notwendig. Allerdings ist die Elodea nicht besonders empfindlich, sodass sie auch bei eher ungünstigen Verhältnissen noch ausreichend gut gedeiht. Ihr robustes Naturell macht es ihr möglich, sowohl in kaltem als auch in warmen Gewässern zu gedeihen.

  • Lichtbedarf: teilsonnig bis
    halbschattig
  • Wasserqualität: klar und sauber
  • wächst auch in leicht trübem Wasser

Überwintern

Da die Wasserpest auch im Winter in sattgrüner Farbe steht, ist sie in der kalten Jahreszeit unentbehrlich für die Sauerstoffzufuhr im Teich. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass sich die wintergrüne Pflanze tief genug am Boden des Teiches befindet. Nur so ist sichergestellt, dass sie nicht einfriert und somit Frostschäden erleidet. Da die Wasserpflanze zum Wuchern neigt, ist die kalte Jahreszeit eine gute Gelegenheit, die dichten Bestände zu dezimieren. Am besten lichten Sie die oberflächennahen Triebe zum Herbst hin aus, um Nährstoffe und Biomasse aus dem Teich zu entfernen.

Hinweis: Wird die Elodea in einem Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse kultiviert, erfolgt die Überwinterung in der Wohnung oder an einem geschützten Standort bei 5 bis 10 Grad. Wichtig ist, dass der Platz genügend Licht bietet.

Pflege im Aquarium

Wasserpest - Elodea densaDie Elodea densa hat den Ruf, auch bei einer Aquarienkultur recht pflegeleicht zu sein. Sie hat die Eigenschaft, sich an sehr unterschiedliche Gegebenheiten anpassen zu können, ohne dabei Einbußen bei ihrem enormen Wachstum zu machen. Allerdings sind ein paar grundlegende Bedingungen notwendig, damit sie gut gedeihen kann.

Beleuchtung

In Aquarien benötigt die Elodea eine künstliche Beleuchtung für eine gesunde Entwicklung. Achten Sie bei der Auswahl der Leuchte unbedingt darauf, dass Sie spezielle Pflanzenleuchten kaufen.

  • Beleuchtungsdauer: je nach Standort 8 bis 12 Stunden täglich
  • ideale Wellenlängen: blaues Licht und rotes Licht

Pflanzsubstrat

Bei der Art des Pflanzsubstrates ist bei Aquarien so einiges zu beachten. Sobald Pflanzen im Bodengrund verankert werden sollen, ist ein geeigneter Bodengrund unabdingbar. Die Wasserpest kann theoretisch auch freischwimmend kultiviert werden, meist wird sie allerdings aus praktischen und optischen Gründen eingepflanzt. Sie stellt keine Ansprüche an den Boden, deshalb kann dieser je nach übrigem Pflanzenbesatz frei gewählt werden.

  • Aquarienkies
  • Aquariensand
  • Farbkies
  • Pflanzsubstrat
  • Flusskies

Allgemeine Pflegehinweise

Unabhängig davon, ob Sie die Elodea in Aquarien oder Teichen kultivieren möchten, sind ein paar grundlegende Dinge zu beachten:

Temperatur und Wasserqualität

Die Elodea gedeiht zwar auch in weichem Wasser, beste Wachstumsbedingungen findet sie jedoch in kalkreichen Gewässern mit höherem pH-Wert. Die Kaltwasserpflanze verträgt hohe Temperaturen nur kurzfristig. Dauerhaft über 26 Grad Celsius sollte sie daher nicht kultiviert werden, deshalb ist sie für Tropenaquarien nicht geeignet.

  • ideale Temperatur: 15 bis 24 Grad
  • maximal: 28 Grad (kurzfristig)
  • minimal: 4 Grad
  • pH-Wert: 5,8 bis 9,0
  • kalkhaltig (nicht unter 3 °dH)
  • keine Kohlenstoffdioxid-Zudosierung notwendig

Düngen

In Sachen Düngung muss man bei der Elodea densa nicht unbedingt nachhelfen. Wenn andere Wasserpflanzen bereits ihr Wachstum einstellen, dann wächst die Wasserpest immer noch recht gut. Lediglich dann, wenn sichtbare Mangelerscheinungen auftreten, müssen Sie die robuste Pflanze düngen. Diese sind an schwachem Wuchs oder gelblicher Verfärbung der Blätter zu erkennen.

  • handelsüblicher Flüssigdünger für Teich- oder Aquarienpflanzen
  • flexibler sind Bodengrunddünger
  • belasten das Wasser weniger
  • als Kugeln oder Sticks erhältlich
  • in den Bodengrund in Wurzelnähe eindrücken

Hinweis: Verwenden Sie niemals Garten- oder Blumendünger für Teich und Aquarium. Die darin

enthaltenen Nährstoffmengen können den Lebewesen im Wasser schaden.

Regelmäßiger Schnitt

Das enorme Wachstum der Elodea stellt im Normalfall kein wesentliches Problem dar, denn die langen Triebe lassen sich leicht einkürzen. Eine Gefahr besteht jedoch darin, dass andere, weniger ausbreitungsfreudige Wasserpflanzen am Boden verdrängt werden. Um dies zu verhindern, hat es sich im Teich bewährt, die anderen Unterwasserpflanzen in Pflanzkörbe zu setzen. So können Sie regelmäßig einfach überprüfen, ob deren Wurzelwerk noch frei von Wasserpesttrieben sind. Für den Rückschnitt empfiehlt sich eine scharfe Pflanzenschere. Werden die Triebe einfach per Hand abgeknipst, führt das häufig zu Problemen beim Neuaustreib. In diesem Fall ist ein glatter, sauberer Schnitt die bessere Alternative.

Tipp: Pflanzenfressende Fische wie die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) halten das Wachstum im Zaum. Auch eine Kombination mit Hornkraut dämmt eine rasche Ausbreitung ein.

Vermehren

Die Dichtblättrige Wasserpest ist derart wuchsfreudig, dass bereits kleine wurzellose Triebstücke ausreichen, um innerhalb kürzester Zeit wieder ganze Unterwasserwälder entstehen zu lassen. Bereits kleinste Pflanzenteile, die sich im Gefieder von Wasservögeln festgesetzt haben, reichen aus, um neue Pflanzen in anderen Gewässern wachsen zu lassen. Es ist daher problemlos möglich, einfach ein Stück der Pflanze abzuschneiden und an geeigneter Stelle im Gartenteich oder Aquariumbecken wieder einzusetzen.

  • Stecklinge (vorzugsweise Kopfstecklinge)
  • Teilstücke ab 2 cm Länge
  • beim Einsetzen in Substrat: untere Blätter entfernen

Krankheiten und Schädlinge

Die Wasserpflanze ist sehr robust. Probleme bekommt sie lediglich dann, wenn sich die Wasserqualität massiv ändert. Zu weiches Wasser oder auch extrem niedrige Nährstoffgehalte verträgt sie nicht besonders gut und stirbt langsam ab.