Die fachgerechte Aussaat ist entscheidend für die Entwicklung von Paprikapflanzen. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Pflegeschritte, sodass auch Ihre Paprikaaussaat erfolgreich ist!

Was wird benötigt?

Wer Paprika aus Samen ziehen möchte, benötigt nur wenig spezielles Equipment. Denn vieles davon findet sich ohnehin in den meisten Haushalten und kann für die Aussaat zweckentfremdet werden. Lediglich beim Substrat empfiehlt es sich, auf spezielle Anzuchterde bzw. auf Keimsubstrat zurückzugreifen. Diese bietet die idealen Bedingungen für die Anzucht von Paprikapflanzen, denn sie ist nährstoffärmer als gewöhnliche Gemüseerde und regt somit die Wurzeln zum Wachstum an. Neben dem Substrat sollten zudem folgende Utensilien für die Paprikaaussaat vorhanden sein:

  • Gefäß: Eierkarton, Kokosquelltöpfchen, Torf- oder Joghurtbecher
  • Minigewächshaus oder Folie
  • Saatgut
  • Kamillentee

Saatgut

Hinsichtlich des Saatguts stehen dem Hobbygärtner zwei Methoden zur

Auswahl, denn er kann die Paprika sowohl erwerben als auch aus vorhandenem Paprika gewinnen. Letzteres ist sehr beliebt: Zum einen fallen keine weiteren Kosten an und zum anderen ist der dafür notwendige Aufwand sehr gering.

Paprika aus Samen selber ziehen

Um das Saatgut aus Paprikaschoten zu gewinnen, wird am besten wie folgt vorgegangen:

  • Paprikaschote längs aufschneiden
  • Das Innere mit einem Messer oder Löffel vorsichtig entfernen
  • Paprikasamen zum Trocknen auf ein Küchentuch geben
  • 3 bis 5 Tage an einem sonnigen Ort trocknen lassen
  • Getrocknete Saatgut in einer Papiertüte frostfrei aufbewahren

Wer sich dazu entschließt, das Saatgut zu erwerben, kann dies bei diversen Fachhändlern sowohl online als auch vor Ort tun. Um festzustellen, ob die Paprikasamen in einem einwandfreien Zustand sind, sollten diese auf bestimmte Qualitätsmerkmale überprüft

werden:
  • Fest, nicht druckempfindlich
  • Ockergelbe Färbung
  • 2 bis 3 mm groß

Die optimalen Bedingungen

Eine erfolgreiche Keimung der Samen hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Denn sowohl der Zeitpunkt als auch der Standort sowie die Temperatur- und Lichtverhältnisse sind hierfür entscheidend. Als optimaler Zeitpunkt hat sich ein Termin zwischen Ende Februar und Anfang März bewährt, da die Pflanzen dadurch genügend Zeit haben, bis zum Saisonende auszureifen und Früchte zu bilden. Die besten Voraussetzungen bietet ein Standort, der möglichst hell und warm ist.

  • Beheiztes Gewächshaus
  • Fensterbank an einem Südfenster
  • Wintergarten
  • Temperatur: ca. 25 Grad Celsius
  • Ist es zu kalt, findet keine Keimung statt

Info: Viele Hobbygärtner schwören darauf, die Aussaat nach dem Mondkalender auszurichten und säen Paprika Anfang März in der zunehmenden Mondphase aus.

Vorbereitung

Paprikasamen desinfizieren und stärken

Ist das nötige Equipment vorhanden sowie Standort und Zeitpunkt gewählt, können Hobbygärtner mit der Aussaat der Paprikasamen beginnen. Doch anstatt die Samen direkt in die Erde einzusetzen, lohnt es sich, diese für mehrere Stunden einzuweichen. Denn durch diesen Prozess sollen Pilzsporen abgetötet werden und die Keimlinge gesünder und kräftiger wachsen.

  • Kamillentee oder Wasser
    bereitstellen
  • Paprikasamen rund 24 Stunden darin einweichen
  • An einen dunklen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen

Aussaat Anleitung

Nachdem die Paprikasamen für die Aussaat vorbereit wurden, können sie im nächsten Schritt ausgesät werden. Hierfür wird zunächst eine Anzuchtschale (oder eine Alternative, wie etwa ein Eierkarton) mit Anzuchterde befüllt. Anschließend können die Samen wie folgt eingesetzt werden:

  • Samen gleichmäßig im Gefäß verteilen
  • Etwa 1 cm tief in die Erde drücken
  • Dünne Erdschicht darüber geben
  • Substrat sanft andrücken
  • Gründlich befeuchten
  • Gefäß schließen oder mit Folie abdecken

Ist die Aussaat vollbracht, kann das Gefäß an einen warmen und hellen Ort gestellt werden. Eine sonnige Fensterbank bietet hierfür die idealen Voraussetzungen. Die Samen sollten aber keinesfalls sich selbst überlassen werden, denn sie müssen von nun an entsprechend gepflegt werden.

Papria-Samen mit Frischhaltefolie abdecken

Die Pflegemaßnahmen sind jedoch überschaubar und gestalten sich wie folgt:

  • Folie mehrmals täglich abnehmen
  • Dadurch wird Schimmelbildung vorgebeugt
  • Erde feucht halten, aber nicht zu nass
  • Substrat soll krümelig bleiben

Hinweis: Die Keimdauer ist abhängig von den Standortbedingungen und kann bis zu drei Wochen dauern.