Wälder sind hierzulande meist sogenannte Nutzwälder, die Bäume werden als Bauholz für Häuser und Möbel oder als Brennholz genutzt. Dabei wird oft vergessen, dass es sich um ein erstaunliches Ökosystem handelt, in dem viele verschiedene Blüh- und Grünpflanzen (und auch Tiere) heimisch sind. Aber nicht jeder Wald ist gleich, es variieren nicht nur die Bäume, sondern alle Pflanzen des Waldes.

Wie werden Waldpflanzen eingeteilt?

Zum einen werden Wälder nach der Art ihrer Bäume in Laub- Misch- und Nadelwälder unterschieden. Andere Waldpflanzen können aber auch nach der Wuchshöhe eingeteilt werden. Sieht man den Wald wie ein Haus an, dann bildet Wurzelbereich sozusagen den Keller, in dem verschiedene Tiere leben, Grünpflanzen sind dort nicht zu finden. Die Bodenschicht bildet das Erdgeschoss. Hier wachsen vor allem Flechten, Moose und Pilze (die wohl am häufigsten verzehrten Pflanzen des Waldes). Der erste Stock mit zahlreichen Pflanzenarten wird als Krautschicht bezeichnet. Sie ist etwa 1,50 Meter hoch. Kräuter, Gräser, Farne und Blühpflanzen sind hier zu finden. Sehr artenreich ist die Strauchschicht, das zweite Stockwerk, mit einer Höhe bis etwa fünf Meter. Die Baumschicht bildet das Dachgeschoss.

Bewuchs der Bodenschicht

Moose
 
Zypressen- oder Schlafmoos (Hypnum cupressiforme)
  • wurde früher gern getrocknet und als Kissenfüllung verwendet
  • sehr formenreich und variabel im Aussehen
Schwanenhals-Sternmoos (Mnium hornum)
  • 2 bis 5 cm hoch
  • breitet sich gern rasenförmig aus
Pilze:

Fliegenpilz (Amanita muscaria)
Fliegenpilz
  • giftig, Rauschdroge
  • in Laub- und Nadelwäldern
  • gern bei Birken und Fichten
Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)
  • tödlich giftig
  • in Laubwäldern
Maronenröhrling (Boletus badius)
Maronenröhrling - Braunkappe
  • essbar
  • bevorzugt in Nadelwäldern (Fichten und Kiefern)
Pfifferling (Cantharellus cibarius)
Pfifferling
  • essbar
  • moosige Böden in Laub- und Nadelwäldern
Steinpilz (Boletus edulis)
Steinpilz
  • essbar
  • in Laub- und Nadelwäldern
Waldchampignon (Agaricus silvaticus)
  • essbar
  • in Nadelwäldern, bevorzugt bei Fichten
Tipp: Sammeln Sie nur Pilze, die Sie wirklich gut kennen, viele essbare Sorten haben ein ungenießbares oder gar giftiges Pendant. Auf speziellen Pilzseminaren können sie Ihre Kenntnisse vertiefen und viel über Pilze lernen.
Niedrige Blütenpflanzen:
Elfenblume, Sockenblume (Epimedium)
  • Höhe: 20 bis 35 cm
  • Blätter: eiförmig bis eiförmig-lanzettlich, gesägter Rand, grundständig oder am Stängel verteilt
  • Blüten: weiß, gelb oder rosa, zierlich, vierzählig
  • Blütezeit: Frühsommer
Gewöhnliche Haselwurz, Hexenrauch, Neidkraut, Drüsenkraut (Asarum europaeum)
  • Standort: bevorzugt in Laub- und Mischwäldern
  • Blätter: rundlich bis nierenförmig, Unterseite behaart
  • Blüten: krugförmig, braunrot, mit 3 Zipfeln
  • Blütezeit: März bis Mai
  • Besonderheiten: immergrün, riecht leicht pfeffrig
Waldsauerklee (Oxalis acetosella)
Waldsauerklee - Oxalis acetosella
  • Standort: bevorzugt in Misch- und Nadelwäldern
  • Höhe: 5 bis 15 cm
  • Blätter: grasgrün, dreiteilig, kleeartig gefiedert, schmecken säuerlich
  • Blüten: weiß oder rosa
  • Blütezeit: April bis Juni

Bewuchs der Krautschicht

Gräser:
Drahtschmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Süßgras
  • wächst auf sauren und mageren Böden
Gewöhnliches Zittergras (Briza media)
  • Süßgras
  • magerer Boden
  • findet man auf Lichtungen
Farne:
Schwertfarn - Nephrolepis cordifolia
(Wald-)Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • sommergrün
  • 30 cm bis 1 m lange Wedel
Gewöhnlicher Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • bis 90 cm lange Wedel
Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas.)
  • bis in den Winter grün
  • 30 cm bis 1 m lange Wedel
Blühpflanzen:
Besenheide, Heidekraut, (Calluna vulgaris)
Besenheide - Calluna vulgaris - Sommerheide
  • Standort: bevorzugt lichte (Kiefern-)Wälder, Heidlandschaft
  • Höhe: 30 cm bis 1 m
  • Blätter: klein, ledrig, schuppenförmig anliegend
  • Blüten: dichte traubige Blütenstände mit weißen, rosa oder purpurfarbenen Blüten
  • Blütezeit: Spätsommer bis Herbst
  • Besonderheiten: immergrüner Zwergstrauch, verholzend
Heidelbeere, Blaubeere, Bickbeere, Moosbeere (Vaccinium myrtillus)
Heidelbeeren - Blaubeeren - Vaccinium myrtillu
  • Standort: in Kiefern- und Mischwäldern
  • Höhe: Zwergstrauch, 10 bis 60 cm
  • Blätter: grasgrün, 2 bis 3 cm lang, eiförmig bis eliptisch, leicht gesägt bis fein gezähnt
  • Blüten: grünlich bis rötlich
  • Blütezeit: April, Mai
  • Früchte: maximal 1 cm große schwarzblaue Beeren, einzeln stehend, leicht abgeplattet, essbar
Roter Fingerhut, Fuchskraut, Waldglöckchen (Digitalis purpurea)
Fingerhut - Digitalis
  • Standort: bevorzugt lichter Nadelwald
  • Höhe: bis 2 m hoch
  • Blätter: im ersten Jahr Grundblattrosette, später grundständige bis 20 cm lange Laubblätter
  • Blüten: rot-violette Blüten in traubigen Blütenständen
  • Blütezeit: Juni bis August, erst im zweiten Jahr
  • Besonderheiten: auch in geringer Menge tödlich giftig in allen Pflanzenteilen!
Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)
  • Standort: Eichen- und Buchenwälder, Waldränder, gern leicht kalkhaltiger Boden
  • Höhe: bis ca. 60 cm
  • Blätter: unangenehm riechend
  • Blüten: hellgrün, gelegentlich mit leicht rötlichem Rand, in Büscheln, hängend, erscheinen schon im Herbst
  • Blütezeit: später Winter, zeitiges Frühjahr
  • Besonderheiten: Halbstrauch, giftig
Taubnessel (Lamium)
  • Höhe: 20 bis 80 cm
  • Blätter: gegenständig, behaart, stumpf gekerbt bis grob gezähnt
  • Blüten: Lippenblüten, Oberlippe gewölbt, Unterlippe mehrlappig, weiß, gelb, rosa bis purpur
  • Blütezeit: je nach Sorte ab April bis zum ersten Frost
Wald-Geißbart (Aruncus dioicus)
  • Höhe: 80 cm bis 1,5 m
  • Blätter: bis zu 1 m lange Laubblätter, zwei- bis dreifach drei- oder fünfteilig, scharf gezähnt
  • Blüten: weiß, klein, rispig angeordnete ährige Teilblütenstände an überhängenden Gesamtblütenständen
  • Blütezeit: Juni bis Juli
Wald-Weißwurz, Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum)
  • Höhe: meist 30 bis 60 cm, selten bis 1 m
  • Blätter: Oberseite dunkelgrün, Unterseite graugrün bereift, wechselständig, zweizeilig, eiförmig bis elliptisch, 5 bis 17 cm lang
  • Blüten: weiß mit grünen Spitzen, 6 bis 7 mm lang, geruchlos, traubige Blütenstände mit 3 bis 5 Blüten
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Früchte: dunkelblaue bis schwarze Beeren, bereift, 7 bis 9 mm groß
  • Besonderheiten: giftig in allen Pflanzenteilen

Bewuchs der Strauchschicht

Die Strauchschicht ist in lichten Wäldern meist ausgeprägter, im dunklen Nadelwald fast gar nicht zu finden. Besonders artenreich sind Waldränder und Lichtungen.
Brombeeren (Rubus sectio rubus)
Brommbeere - Rubus sectio rubus
  • in lichten Wäldern
Haselnuss (Corylus avellana)
Haselnuss - Corylus avellana
  • in lichten Wäldern, an Waldrändern
Himbeeren (Rubus idaeus)
Himbeeren - Rubus idaeus
  • an Waldrändern und auf Lichtungen
Hundsrose (Rosa canina)
  • in lichten Wäldern und an Waldrändern
Schlehdorn (Prunus spinosa)
Schlehen - Schlehdorn - Schwarzdorn - Prunis spinosa
  • an Waldrändern
  • gilt als Schmetterlingspflanze
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Holunder - Sambucus nigra
  • auf Waldlichtungen
  • unreife Beeren sind giftig
  • reife sollten nur erhitzt verzehrt werden
Vogelbeere (Sorbus aucuparia)
Vogelbeere - Eberesche - Sorbus aucuparia
  • kleine apfelähnliche Früchte
  • wichtige Nahrungspflanze für viele Tiere
  • in allen Wäldern, bevorzugt am Waldrand
Weißdorn (Crataegus)
  • in lichten Laub- und Kiefernwäldern
  • essbare Früchte

Die Baumschicht

Die Baumschicht wird von den unterschiedlichen Laub- und Nadelbäumen gebildet, den wohl wichtigsten Pflanzen im Wald. Zu finden sind hier vor allem Fichten und Buchen, aber auch Kiefern, Tannen, Eichen, Ahorn und Lärchen und immer öfter auch Douglasien.

Heimische Nadelbäume

Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
  • bis 50 m hoch
  • Krone: kegelförmig, ähnlich wie die Fichte
  • Stamm: zylindrisch, gerade
  • Rinde: glatt, grau, mit Harzbeulen, später rötlich bis dunkelbraun, dicke Borke, tiefrissig
  • Nadeln: weich, Oberseite grün, Unterseite mit 2 hellen Streifen, flach, aromatischer Duft
  • Zapfen: 5 bis 10 cm lang, hängend, hellbraun
Fichte (Picea abies)
gemeine Fichte - Picea abies
  • bis 50 m hoch
  • Krone: schlank, kegelförmig
  • Stamm: säulenförmig
  • Rinde: graubraun bis rotbraun, dünnschuppig
  • Nadeln: dunkelgrün, vierkantig, rund um den Zweig sitzend
  • Zapfen: hängend, 10 bis 16 cm lang
Kiefer (Pinus sylvestrus)
Kiefer - Waldkiefer - Pinus sylvestris
  • bis 40 m hoch
  • Krone: schirmartig
  • Stamm: meist gerade
  • Rinde: unten dicke graubraune Borke, oben dünn, rotgelb und abblätternd
  • Nadeln: 3 bis 7 cm lang, an Kurztrieben, blau- bis graugrün
  • Zapfen: eiförmig, graubraun, kurzstielig
Lärche (Larix decidua)
europäische Lärche - Larix decidua
  • bis 50 m hoch
  • Krone: leicht kegelförmig
  • Rinde: tief gefurcht, graubraun, innen rot
  • Nadeln: weich, hellgrün, in Büscheln an Kurztrieben, im Herbst goldgelb, im Winter nadellos
  • Zapfen: 3 bis 4 cm lang, eiförmig, braun, aufrecht stehend
(Weiß-)Tanne (Abies alba)
  • bis zu 50 m hoch
  • Krone: eher abgeflacht, ähnlich wie ein Storchennest
  • Stamm: gerade
  • Rinde: weißlich bis silbergrau, feinrissig
  • Nadeln: Unterseite mit 2 weißen Längsstreifen, Oberseite dunkelgrün, flach
  • Zapfen: nur im Wipfelbereich, aufrecht stehend, 10 bis 15 cm lang

Heimische Laubbäume

Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
  • bis 30 m hoch
  • Rinde: glatt, braungrau, später in hellbräunlichen flachen Schuppen abblätternd
  • Blätter: langstielig, gegenständig, 5lappig (wie 5 Finger), spitz eingebuchtet
  • Früchte: zusammensetzt aus 2 geflügelten runden Nüsschen
Spitzahorn (Acer platanoides)
  • bis 30 m hoch
  • Rinde: schwärzlich, feinrissig, nicht abblätternd
  • Blätter: 5- bis 7lappig, stumpfe einschnitt (rund), gezähnt
  • Früchte: zusammengesetzt aus 2 geflügelten platten Nüsschen
Esche (Fraxinus excelsior)
Zimmeresche - Radermachera sinica
  • bis 40 m hoch, meist jedoch 15 bis 20 m
  • Krone: meistens licht
  • Stamm: lang und gerade
  • Rinde: zuerst grünlich, dann grau bis graubraun, netzrissig
  • Blätter: gegenständig, unpaarig gefiedert, meist 11 sägezähnige Fiederblättchen
  • Früchte: kleine geflügelte Nüsse, meist einsamig, länglich, gelbbraun, in hängenden, büscheligen Rispen
Hainbuche (Carpinus betulus)
Hainbuchenhecke
  • bis 25 m hoch
  • Stamm: starke Einbuchtungen
  • Rinde: silbergrau, glatt
  • Blätter: zweizeilig, wechselständig, spitz-eifömig, scharf doppelt gesägt, längs der parallelen Seitennerven gefaltet
  • Früchte: kleine Nüsschen, einsamig, in locker hängenden Kätzchen
Rotbuche (Fagus sylvatica)
  • bis 40 m hoch
  • Stamm: lang, gerade
  • Rinde: glatt, silbergrau
  • Blätter: wechselständig, zweizeilig, Rand glatt oder leicht gewellt
  • Früchte: dreikantige Bucheckern, glänzend braun, stachlige Hülle
Stieleiche (Quercus robur)
  • bis 35 m hoch
  • Krone: unregelmäßig, locker
  • Stamm: relativ kurz, früh verzweigt
  • Rinde: erst silbergrau, glatt und glänzend, ab etwa 30. Jahr graubraun und tiefrissig
  • Blätter: wechselständig in Büscheln, beidseitig 4 bis 5 abgerundete Lappen
  • Früchte: walzenförmige Eicheln, in napfförmigen Bechern, je 1 bis 3 an langem Stiel
Traubeneiche (Quercus ptraea)
  • bis 40 m hoch
  • Krone: unregelmäßig
  • Stamm: lang
  • Rinde: erst silbergrau, glatt und glänzend, ab etwa 30. Jahr graubraun und tiefrissig
  • Blätter: wechselständig, gleichmäßig verteilt, beidseitig 5 bis 7 abgerundete Lappen
  • Früchte: walzenförmige Eicheln, in napfförmigen Bechern, traubig gehäuft (3 bis 7) an kurzem Stiel

Besondere Pflanzen im Laubwald

In vielen Laubwäldern sind so genannte Frühblüher zu finden. Sie blühen im Frühjahr, bevor die Bäume ausschlagen und das dichte Laub den Wald verdunkelt. Heimische Frühblüher sind eine sehr wichtige Nahrungsquelle für Insekten, da sie den ersten Nektar des Jahres liefern.

Früh blühende Pflanzen im Wald:

Bärlauch, wilder Knoblauch, Wald- oder Hundsknoblauch (Allium ursinum)
Bärlauch mit Blüte
  • bevorzugter Standort: feuchte Böden und Buchenwälder
  • Höhe: 20 bis 30 cm
  • Blätter: grün, Oberseite etwas dunkler als die Unterseite, lanzettlich, gestielt
  • Blüten: weiße, radiärsymetrische Blüten in flachen Scheindolden
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Besonderheiten: essbares Wildgemüse, verwandt mit Zwiebel, Schnittlauch und Knoblauch, schmeckt leicht knoblauchartig
Verwechslungsgefahr: Blätter können leicht mit denen von Maiglöckchen, dem gefleckten Aronstab (junge Blätter sind ungefleckt) oder der Herbstzeitlosen verwechselt werden, diese Pflanzen sind hochgiftig!
Buschwindröschen (Anamone nemorosa)
Buschwindröschen - Anemone nemorosa
  • Höhe: 11 bis 25 cm
  • Blätter: gestielt, fingerförmig, treten erst nach der Blüte auf
  • Blüten: 6 bis 8 Blütenblätter, weiß, außen leicht rosa, meist nur eine Blüte pro Pflanze, selten 2
  • Blütezeit: März bis April/Mai
Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus L., Tetasites officinalis)
  • Höhe: während der Blüte ca. 10 bis 40 cm, später bis 1,20 m
  • Blätter: rundlich, zu Beginn klein mit grauwollig behaarter Unterseite, später bis 60 cm Durchmesser und glatt, ähnlich wie Huflattich jedoch viel größer
  • Blüten: zahlreiche dichte rötlich-weiße bis rotviolette Blüten, zusammengesetzter traubiger Blütenstand
  • Blütezeit: März bis Mai
Scharbockskraut, Feigwurz (Ficaria verna, Ranunculus ficaria L.)
  • Höhe: 10 bis 20 cm
  • Blätter: ungeteilt an langen Stielen, herz- bis nierenförmig
  • Blüten: gelb, sternförmig, Durchmesser 1,5 bis 6 cm, einzeln stehend
  • Blütezeit: März bis Mai
  • Besonderheiten: in allen Teilen giftig, junge Blätter vor der Blüte als Wildkraut essbar
Waldmeister, Wohlriechendes Labkraut (Galium odoratum)
Waldmeister - Galium odoratum
  • Höhe: 5 bis 50 cm
  • Blätter: quirlig am Stängel sitzend, schmal-eliptisch oder länglich-lanzettlich, rauer Rand
  • Blüten: klein und weiß, mehrere Blüten pro Pflanze, endständiger Blütenstand
  • Blütezeit: je nach Standort variabel, etwa ab April bis Mai oder Juni
  • Besonderheiten: wird als Heil- und Würzkraut genutzt, Hauptbestandteil der Waldmeisterbowle

Pflanzenarten im Nadelwald

Im Nadelwald wachsen zum Teil andere Pflanzen als im Laubwald. Hier fühlen sich vor allem Schattenpflanzen heimisch. Das liegt am geringen Lichteinfall, denn die meisten Nadelbäume sind ganzjährig benadelt. Eine Ausnahme bei den heimischen Nadelbäumen bildet lediglich die Lärche, sie wirft im Herbst ihre Nadeln ab. Außerdem ist der Boden in Nadelwäldern in der Regel saurer, die abfallenden Nadeln vermodern viel langsamer als Laub, dadurch ist auch die Humusschicht relativ dick. Sauerklee, Moose und Farne sind hier zu finden, an lichten Stellen auch Roter Fingerhut oder
Besenheide.