Frischer Basilikum ist nicht nur ein unabdingbarer Bestandteil der italienischen Küche - er gehört bei einer Vielzahl von Gerichten einfach dazu. Meist greift man als Hobbykoch dafür auf Basilikumpflanzen aus dem Supermarkt zurück. Alternativ kann auch Samen gekauft und Basilikum ausgesät werden. Dann jedoch müssen die jungen Pflänzchen irgendwann pikiert werden. Und das wiederum eine Herausforderung für viele Hobbygärtner und -köche.

Pikieren

Pikieren heißt im Gartenbau nichts anderes,
als junge Pflanzen zu vereinzeln. Diese stehen nämlich meist zu dicht beieinander und behindern sich so gegenseitig beim Wachstum. Anders ausgedrückt: Durch das Pikieren wird der Abstand zwischen den Pflanzen vergrößert. Jede einzelne von ihnen bekommt dadurch mehr Raum. Notwendig ist dieser Vorgang meist immer dann, wenn in einer Anzuchtschale Samen ausgesät worden ist. Der Abstand zwischen den Samenkörnern lässt sich da in der Regel nicht genau bestimmen. Das gilt natürlich auch für Basilikumsamen, der zwischenzeitlich problemlos im Fachhandel erhältlich ist. Oft gehen daraus unzählige Pflänzchen hervor, die dann dicht an dicht stehen. Um sie zu pikieren bzw. zu vereinzeln benötigt man ein sogenanntes Pikierholz, mit dem sie voneinander getrennt werden.

Tipp: Ein Pikierholz kann im Fachhandel erworben werden. Eine clevere und vor allem sehr günstige Alternative dazu ist ein herkömmliches Schaschlickstäbchen, das zum Pikieren vollkommen ausreicht.

Zeitpunkt

Basilikum pikierenDie meisten Hobbygärtner haben Probleme damit den richtigen Zeitpunkt zum Pikieren von Basilikumpflänzchen zu bestimmen. Der hängt ganz wesentlich vom Entwicklungsstand der jungen Pflanze ab. Um den Zeitpunkt zu bestimmen, schaut man sich diese deshalb sehr genau an. Maßgeblich sind dabei die Blätter. Dazu muss man wissen, dass jede Basilikumpflanze zunächst zwei Keimblätter im unteren Bereich
ausbildet. Über diesen Keimblättern sprießen dann die sogenannten Laubblätter, die beim Basilikum eindeutig zu erkennen sind. Der richtige Zeitpunkt zum Pikieren ist dann gekommen, sobald sich über den Keimblättern mindestens zwei Paare mit Laubblättern gebildet haben. Keim- und Laubblätter unterscheiden sich in der Form deutlich.

Pikieren konkret

Noch einmal: Beim Pikieren geht es um das Vereinzeln der dich aneinander stehenden Pflänzchen. Dazu müssen die Pflanzen aus ihrem Substrat genommen und anschließend in kleine Anzuchttöpfe gepflanzt werden. So geht man dabei konkret vor:
  • Mit dem Pikierholz wird zunächst das Erdreich bzw. das Pflanzsubstrat in der Anzuchtschale vorsichtig aufgelockert.
  • Dann werden die einzelnen Pflänzchen heraus gezogen, mit dem Pikierholz getrennt und kurz zur Seite gelegt.
  • Jetzt können kleine Anzucht- oder Pflanztöpfe zur Hälfte oder zu zwei Drittel mit Pikiererde gefüllt werden.
  • Wichtig ist, dass zuvor der Wasserablauf im Boden mit einer Tonscherbe abgedeckt wurde.
  • Mit dem Pikierholz wird nun eine Mulde in die Erde in den Töpfchen gedrückt bzw. gebohrt.
  • Jetzt kann die Pflanze in die Mulde eingesetzt und festgedrückt werden.
  • Die Mulde wird dabei bis kurz unter die Keimblätter mit Erde aufgefüllt.
  • Das Verdichten des Erdreichs erfolgt abschließend mit dem dünnen Ende des Pikierholzes.
Tipp: Zu lange Wurzeln sollten nach der Entnahme der Pflanzen aus der Aufzuchtschale mit einer desinfizierten Schere gekürzt werden. Die ideale Länge der Wurzeln beträgt rund zwei Zentimeter.

Nach dem Pikieren

Die Pflänzchen befinden sich gleich nach dem Pikieren in einem äußerst sensiblen Zustand. Damit aus ihnen kräftige, prachtvolle Basilikumpflanzen werden können, benötigen sie nun noch einer gewissen Zuwendung. Dabei muss vor allem dafür gesorgt werden, dass das Erdreich konstant feucht gehalten wird. Folglich ist regelmäßiges Gießen erforderlich. Dabei dürfen allerdings die Blätter nicht mit Wasser benetzt werden. Die Wasserversorgung muss also direkt im Bereich des Wurzelwerks erfolgen. Idealerweise verwendete man dafür eine sehr kleine Gießkanne oder auch eine Plastikspritze bzw. eine Pipette. Mit diesen Geräten kann das Wasser einfach zielgenauer verabreicht werden.

Tipp: Die Feuchtigkeit des Erdreichs sollte mindestens einmal pro Tag überprüft werden. Ein An- oder Austrocknen gilt es auf jeden Fall zu verhindern.

Ebenso wichtig wie die Wasserversorgung ist nach dem Pikieren auch die Versorgung mit Nährstoffen. Dazu verwendet man am besten einen handelsüblichen Flüssigdünger. Der sollte einmal in der Woche in einer stark verdünnt Konzentration verabreicht werden. Wer eine besonders buschige Basilikumpflanze haben möchte, sollte zudem die jungen Triebe regelmäßig mit einer Schere oder einem scharfen Messer entspitzen. Dadurch ergibt sich nämlich eine ausgedehnte
Verzweigung.