Wenn der Rosmarin blüht fasziniert er mit seinen Farben und wird auch so ein Blickfang in Topf und Beet.

Essbar oder nicht?

Viele andere Gewürz- und Speisepflanzen werden mit Eintreten der Blüte unverträglich oder zumindest ungenießbar. Bei Rosmarinus officinalis ist das allerdings nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Neben dem weit verbreiteten Gebrauch der Nadeln - sei es frisch als Zweig, getrocknet oder gemahlen - lassen sich auch die einzelnen Blüten völlig bedenkenlos verzehren.

Der Geschmack

Das Aroma von Rosmarinblüten gleicht dem der weit bekannteren Nadeln. Allerdings

fällt es deutlich zurückhaltender und feiner aus, da den Blüten das kräftige und markante Harz der Blätter fehlt. Vor allem in Verbindung mit Speisen mit intensivem Eigengeschmack geht das Aroma der Rosmarinblüten rasch unter. Daher ist ihre Verwendung weder sehr bekannt, noch weit verbreitet.

Verwendungsformen

Im richtigen Rahmen eingesetzt, verhelfen jedoch auch Rosmarinblüten zu einem feinen und zurückhaltenden Rosmarinaroma. Da dieses beim Kochen rasch verfliegt, haben sich andere Verwendungsformen für die Blüten durchgesetzt:

  • Durch Zugabe zu grobem Speisesalz als
    Rosmarinsalz
  • Pur und frisch als essbare Dekoration auf Käseplatten, Süßspeisen etc.
  • Als feine Note in Salaten

Rosmarin Blüte

Wie ernten?

Die einfachste Art, Rosmarinblüten zu ernten, ist die Entnahme mitsamt dem zugehörigen Rosmarinzweig. Vor allem dann, wenn Sie ohnehin beides verwenden wollen, lässt sich der Zweig einfach abbrechen oder -schneiden und später in der Küche in Blüten und Nadeln trennen. Alternativ können Sie die einzelnen Blüten aber auch einzeln direkt am Strauch vorsichtig abdrehen und ohne den Zweig zu schädigen weiterverwenden.

TIPP: Das Auge isst bekanntlich mit. Warum sollten also herzhafte Rosmaringerichte, die mit den Zweigen zubereitet wurden, nicht auch mit einer zartlila Rosmarinblüte verziert werden?

Wie haltbar machen?

Im

Gegensatz zu den Rosmarinnadeln sind die Blüten sehr zart und zerfallen recht schnell. Das normale Trocknen an einem trockenen und warmen Ort führt daher meist zu wenig zufriedenstellenden Ergebnissen. Unterstützen Sie die Trocknung daher kontrolliert, um weiterhin ansehnliche und zugleich haltbare Blüten zu erhalten:
  • Backblech mit Backpapier auslegen
  • Blüten einzelnen auf dem Backblech verteilen
  • Blüten im Backofen bei 30 Grad Celsius über rund 30 bis 45 Minuten Ober- und Unterhitze trocknen
  • Blüten abkühlen lassen dunkel und luftdicht lagern

ACHTUNG: Die kleinen Blüten werden von einem Umluftbackofen leicht verwirbelt und abseits des Backblechs verteilt. Wählen Sie daher Ober- und Unterhitze ohne die Luftbewegungen der Umluft-Stufe. Wegen der geringen Feuchtigkeit aus den Blüten erfolgt der Abtransport auch ohne Luftbewegung in ausreichendem Maße.