Die Astilben (Prachtspiere) bevorzugen halbschattige Standorte im heimischen Garten. Das interessante Aussehen der Pflanzen und die vielfältigen Farben machen die Prachtspieren zu Lieblingen in der Garten-Dekoration.

Steckbrief

  • Pflanzengattung, die ursprünglich aus Asien stammt
  • beliebt bei Gestaltung von Gärten und Parks
  • werden bis zu zwei Meter groß
  • tragen zwischen 500 und 2000 Blüten
  • zwischen acht und 24 unterschiedliche Arten
  • Kultivierung im Kübel möglich
  • beliebt bei verschiedenen Insekten
  • dunkelgrüne Blätter, die teilweise von bronzener Farbe überzogen sind

Standort

Die Prachtspieren bevorzugen einen halbschattigen und eher kühlen Standort. Sonnige Standorte sind für die Pflanzen möglich, wenn der Boden feucht ist. Allerdings verträgt die Astilbe keine große Hitze. Der Standort sollte feucht sein, der Boden viele Nährstoffe enthalten.

Tipp: Falls Sie im Garten einen kleinen Bachlauf oder Teich mit Schatten in der unmittelbaren Umgebung haben, ist dies

der ideale Standort für die Prachtspiere.

Boden & Substrat

Die Astilben formulieren hohe Anforderungen an die Beschaffenheit des Bodens. Dieser sollte reich an Nährstoffen und Humus sein. Zugleich sind frische bis feuchte Bodenverhältnisse vorteilhaft. Die Bodenstruktur ist vorzugsweise durchlässig. Der Sandanteil sollte nicht allzu groß sein. Im Gegenzug lieben die Astilben einen lehmigen Boden. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6 liegen, damit die Prachtspiere gedeiht.

Qualitativ hochwertige Blumenerde, die aus Kompost besteht, ist das Mittel der Wahl. Der Anteil von Torf sollte allenfalls gering sein.

Düngen

Im Zeitraum von April bis August empfiehlt sich eine organische Düngung. Diese können Sie in einem Abstand von vier Wochen durchführen. Zugleich ist es möglich, nach der Aussaat oder im Sommer die Pflanzen mit einem Langzeitdünger aufzupeppen.

Gießen

Bei Trockenheit ist regelmäßiges Gießen der Pflanzen erforderlich. Vorzugswürdig nutzen Sie Regenwasser, da die Pflanzen als empfindlich gegenüber Kalk gelten. Kalkhaltiges Leitungswasser

kann somit die Astilbe beschädigen. Mit einer Daumenprobe sollten Sie den Boden im Sommer regelmäßig überprüfen. Wenn sich das Substrat an der Oberfläche eher trocken anfühlt, ist die Zugabe von Wasser erforderlich.

Prachtspiere - Astilbe

Pflanzpartner

Verschiedene Pflanzen eignen sich für die Umgebung der Prachtspieren. Die folgenden Exemplare können Sie als Partner pflanzen. Die Kombination passt optisch und auch der Nährstoffbedarf ergänzt sich:

  • Anemone
  • Eisenhut
  • Farn
  • Funkien
  • Glockenblume
  • Silberkerze
  • Ziergräser

Pflanzen & Pflanzzeit

Beim Pflanzen sollten Sie auf einen angemessenen Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen achten. Bei herkömmlichen Sorten sollten 40 cm Platz zwischen zwei Exemplaren sein. Bei Zwergformen genügen ca. 25 cm. Das Pflanzen der Astilben ist zweimal im Jahr möglich. Entweder können Sie die Prachtspieren im Frühjahr pflanzen oder im Herbst aussäen.

Blüte & Schneiden

Die Blütezeit der Astilbe unterscheidet sich je nach Sorte. Schließlich gibt es unterschiedliche Sorten. Die meisten Sorten blühen zwischen Juni und September. Dann entstehen aufrechte Blütenkerzen, die aus mehreren Blüten bestehen. Diese können weiß, rot, violett oder rosa sein. Im Herbst färben sich die Blüten braun, sodass die Pflanzen auch im Herbst den Garten optisch bereichern.

Das regelmäßige Schneiden der Astilben ist empfehlenswert. Im Frühjahr oder im Herbst kann ein bodennaher Rückschnitt

erfolgen, um das Wachstum der Pflanzen zu unterstützen.

Vermehrung

Wer die Astilbe vermehren möchte, kann dies eigenständig durchführen. Dafür graben Gartenbesitzer im Frühjahr oder Herbst die Wurzeln aus. Anschließend wird der Wurzelballen in mindestens zwei Teile getrennt. Dafür eignet sich ein scharfes Messer. Grundsätzlich sind auch mehr Segmente möglich. Wichtig ist, dass ein Teil immer zwei Augen hat. Nun können Sie das Wurzelstück in der gleichen Tiefe eingraben. Im Anschluss wird sich eine Jungpflanze der Astilben bilden.

Hinweis: Bestenfalls teilen Sie die Pflanzen alle vier bis fünf Jahre. Somit verhindern Sie kahle Stellen und vermehren zugleich Ihren Pflanzenbestand. Zugleich blühen die Prachtspieren im Anschluss viel kräftiger.

Winterschutz

Bei der Astilbe handelt es sich um eine Pflanze, die grundsätzlich winterhart ist. Allerdings vertragen die Pflanzen keine Staunässe im Winter. Folglich ist ein Winterschutz erforderlich. Reisig eignet sich ideal, um die Astilben teilweise abzudecken. Allerdings sollten Sie nicht die ganzen Exemplare mit Laub und Mulch abdecken, da dann ein Fäulnisprozess einsetzen kann. Mit Schutz können die Pflanzen im Kübel frostfrei überwintern. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Prachtspieren im Winter im Hellen oder Dunkeln stehen.

Verwendung

Bei den Prachtspieren handelt es sich um sogenannte Schattenstauden. Diese eignen sich ideal für Parks oder Gärten, um schattige Bereiche aufzuwerten. Die farbigen Blüten sind eine optische Bereicherung. Die zahlreichen Blüten kommen zugleich als Schnittblumen zum Einsatz. In einer Vase halten sie mehrere Tage.