Buchsbaum in Form - BuxusFormgehölze und Hecken aus Buchsbaum sollten zweimal jährlich getrimmt werden, damit sie ihre Form behalten und schön dicht wachsen. Es gibt die grundsätzliche Unterscheidung zwischen einem Grobrückschnitt und einem Feinschnitt. Bei einem Grobschnitt kann das Gehölz stark eingekürzt werden, beispielsweise um eine alte Hecke zu verjüngen. Dieser Schnitt findet zu Beginn der Wachstumsphase statt. Der Feinschnitt dient lediglich der Erhaltung der Form. Nur überstehende junge Triebe, die an der frischen hellgrünen Farbe erkennbar sind, werden vorsichtig herausgenommen. Dieser Feinschnitt kann mehrfach im Jahr erfolgen, spätestens jedoch im zeitigen Herbst.

Richtiger Zeitpunkt für den Schnitt

Der letzte Feinschnitt im Jahr sollte spätestens bis Mitte September getätigt werden, damit der Buchsbaum noch genügend Zeit hat, sich auf den Winter vorzubereiten. Sehr wichtig sind auch die Witterungsbedingungen zum Schnittzeitpunkt. Am besten führen Sie einen Rückschnitt durch, wenn das Wetter leicht trüb aber niederschlagsfrei ist, denn so reduziert sich das Risiko, dass die Blätter in der prallen Sonne verbrennen und die Pflanze zu viel Saft verliert.
  • niemals bei praller Sonne oder Hitze schneiden
  • bedeckter oder bewölkter Himmel ist ideal
  • alternativ am Abend
    schneiden
  • regenfreier Tag

Schneidwerkzeug

Wählen Sie für den Rückschnitt des Gehölzes immer ein Schneidwerkzeug von guter Qualität. Glatte Schnitte verträgt der Buchsbaum besser als Quetschungen an Ästen und Laub. Diese sehen nicht nur unschön aus, sie bieten auch Eintrittsöffnungen für Pilze, Viren und Bakterien. Aus demselben Grund sollte der Buxus auch nicht bei Regen oder feuchtkaltem Wetter geschnitten werden.
  • nur sehr scharfe und saubere Schneidwerkzeuge benutzen
  • Blätter und Äste dürfen nicht gequetscht werden
  • Rundungen können besser mit kurzen Scheren bearbeitet werden
  • gerade Flächen mit einer langen Schere einkürzen
  • mit einer langen Klinge ist es einfacher, gerade Linien zu schneiden
  • Werkzeuge: Breitbandschere, Allzweckgartenschere, Akku-Scheren
Tipp: Es gibt auch spezielle Buchsbaumscheren. Deren Anschaffung lohnt sich aber nur, wenn es gleich mehrere Gehölze im Garten gibt.

Wie viel wird geschnitten?

Grundsätzlich gilt: Im Herbst nicht ins Holz des Vorjahres schneiden, sondern nur die jungen, hellgrünen Jahrestriebe kürzen. Handelt es sich um eine größere Pflanze, die bereits ihre endgültige Form und Größe erreicht hat, werden alle neuen Triebe abgeschnitten. In allen Fällen, in denen der Buchsbaum noch wachsen soll, sollten etwa ein bis zwei Zentimeter der neuen Triebe stehen bleiben. Je häufiger der Buchsbaum geschnitten wird, umso dichter verzweigt er sich im Inneren und die Pflanze wird dichter und kompakter.

Vorbereitung und wichtige Regeln

Wie oft ein Buchsbaum geschnitten werden muss, ist von seiner Verwendung (Formgehölz, Hecke etc.) und der Sorte abhängig. Wer seinen Buxus in keine besondere Form bringen möchte, sollte seine Triebe trotzdem einmal jährlich zurückschneiden. Denn nur so wird das Blattwerk dichter. Im Herbst darf nicht zu spät geschnitten werden, denn sonst könnte die Pflanze Frostschäden davontragen.

Kontrolle auf Schäden

Vor allem in der kalten Jahreszeit dringen Pilze und andere Krankheitserreger leicht durch Verletzungen in den Buchsbaum ein. Bevor es an den eigentlichen Feinschnitt im Herbst geht, sollte deshalb zuerst die Gesundheit des Buchsbaumes kontrolliert werden. Kranke und abgestorbene Triebe müssen unbedingt vor dem Winter herausgenommen werden.
  • Zweige von Formgehölzen bei der Begutachtung sehr vorsichtig auseinanderziehen
  • vertrocknete Zweige mit einer Gartenschere herausnehmen
  • kranke Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden
Tipp: Frisch gepflanzte Buchsbäume dürfen im ersten Jahr noch nicht geschnitten werden. Sie müssen zuerst gut einwachsen.

Wichtige Regeln für den Feinschnitt

Ist der erste Schnitt der jungen Triebe im April oder Mai erfolgt, wird der Buchsbaum gegen Ende des Sommers noch einmal in Form gebracht. Wer keinen Wert auf eine akkurate Form des Buchsbaumes legt, kann nur locker etwa die Hälfte der Jungtriebe schneiden. Das macht weniger Arbeit und es besteht nicht die Gefahr, versehentlich die Form zu zerstören oder ins alte Holz zu schneiden. Wer das ganze Jahr über eine perfekte Form haben möchte, muss sich etwas mehr Zeit nehmen. Zu beachten ist:
  • nur die frischen, hellgrünen Triebe schneiden
  • niemals bis in die verholzten Triebe aus dem Vorjahr (dunkelgrünes Laub) schneiden
  • lediglich überstehende Jungtriebe entfernen
  • lieber zu wenig als zu viel schneiden
Tipp: Zeitgleich sollte auch eine Düngung mit Patentkali erfolgen. Der Kaliumdünger fördert das Verholzen der Triebe und damit die Frosthärte.

Buchsbaumhecken schneiden - Schritt für Schritt

Buchsbaum Hecke BuxusNichts geht über eine gepflegte Buchsbaumhecke, egal ob sie nur als Beeteinfassung oder gar als Sichtschutz eingesetzt wird. Die klassische Buchsbaumhecke sollte vor allen Dingen eines sein: gerade! Um die Blätter möglichst wenig zu verletzen und glatte Schnitte zu produzieren, eignen sich scharfe, lange Handscheren am besten, auch wenn der Schnitt mit ihnen sehr viel Arbeit bedeutet.

Der einfachste Weg, eine Buchsbaumhecke zu schneiden, ist die Verwendung von elektrischen oder motorbetriebenen Heckenscheren mit schmalen Klingen. Bei dieser Art von Scheren besteht jedoch immer die Gefahr, dass die Zweige und Blätter gequetscht oder zerrupft werden. Deshalb dürfen nur sehr scharfe Klingen verwendet werden. Da die Buchsbaumhecke sehr dicht wächst, sieht man kleine Unebenheiten und schiefe Schnitte sofort. Daher ist es ratsam, sehr viel Sorgfalt in den Schnitt zu legen.

Schritt 1: Form und Schnitttiefe festlegen

Wer kein ruhiges Händchen und gutes Augenmaß hat, sollte sich mit Stöcken oder Schüren Hilfslinien ziehen, an denen er sich beim Schnitt orientieren kann. Das ist vor allem bei sehr langen oder hohen Hecken wichtig, da hier das reine Augenmaß nicht ausreicht, um den gesamten Heckenverlauf zu überblicken.
  • Holzstöcke oder andere Stäbe am Ende der Hecke in die Erde stecken
  • Schnur in der gewünschten Höhe anbringen
  • mit einer Wasserwaage kontrollieren

Schritt 2: Vorschnitt

Buchsbaumhecken lassen sich einfacher schneiden, wenn sie vorher leicht mit Wasser aus dem Gartenschlauch eingesprüht wurden. Es wird immer im unteren Bereich mit dem Schnitt begonnen, da so der Schnittabfall nach unten wegfällt und nicht auf der Hecke liegen bleibt.
  • immer unten beginnen und nach oben weiterarbeiten
  • mit langen, ausholenden Bewegungen schneiden (bei elektrischen
    Heckenscheren)
  • wer von Hand schneidet, sollte eine möglichst lange Schere benutzen
  • je kürzer die Schnitte, umso größer die Gefahr von Unebenheiten
  • immer über die gesamte Schnittlänge der Schere schneiden
  • lieber in mehreren Schichten weniger schneiden als einmal zu tief
  • sind dickere Äste im Weg, diese mit der Rosen- oder einer Astschere kürzen
  • liegengeblieben Schnitt regelmäßig aus der Hecke entfernen

Schritt 3: Werkzeug reinigen und Schnittfläche kontrollieren

Im Laufe des Schnittes setzen sich meist Blätter zwischen die Zähne der elektrischen Heckenschere. Oft tritt auch Blattsaft aus, der die Messer verklebt und deshalb schlechter schneiden lässt. Beim Reinigen der Schere kann gleich einmal aus der Ferne kontrolliert werden, ob die Schnittfläche gerade aussieht.
  • Schneidwerkzeug immer wieder zwischendurch reinigen
  • am besten einem Eimer mit Wasser und einen Schwamm bereitstellen
  • Schnittflächen zwischendurch mit einer langen Wasserwaage kontrollieren
  • alternativ langes Holzbrett oder eine Leiste verwenden

Schritt 4: Nachschnitt

Sind bei der Kontrolle noch Unebenheiten zu erkennen, müssen die betreffenden Stellen noch einmal korrigiert werden. Bei der Verwendung elektrischer Heckenscheren sollte dabei das lange Schwert locker über der Unebenheit hin und her geführt werden. Bei jeder Bewegung wird nur eine minimale Schicht abgetragen, bis die Oberfläche eben erscheint.

Buchsbaumkugeln schneiden - Schritt für Schritt

Buchsbaum - Buxus - KugelHat der Buchsbaum bereits eine schöne, runde Form, werden je nach Sorte einmal oder zweimal jährlich die Jahrestriebe geschnitten. Diese sind ganz einfach an der deutlich helleren Grünfärbung zu erkennen. Wenn die Kugel noch an Umfang zunehmen soll, lässt man ein paar Millimeter dieser jungen Triebe stehen. Gerade bei der Kugelform ist sehr viel Sorgfalt und Vorsicht beim Schneiden geboten, um nicht versehentlich die Form völlig zu zerstören. Wer sich einen freihändigen Schnitt nicht zutraut, kann ganz einfach eine gekaufte oder selbst gebastelte Schablone verwenden.

Schritt 1: Schnitttiefe festlegen

Für ungeübte Hobbygärtner ist es das Einfachste, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, wie tief der Schnitt überhaupt ausfallen darf. Dazu werden einfach ein paar frische Zweige zur Seite gebogen und diese bis kurz vor die dunkelgrünen Blätter mit einer kleineren Schere (beispielsweise eine Rosenschere) zurückgeschnitten. Es reicht aus, wenn ein paar Millimeter hellgrünes Laub stehen bleiben. Soll die Kugel noch größer werden, lässt man beispielsweise 1 cm oder 2 cm der frischen Triebe übrig. Mehr sollten es nicht sein, sonst wird der Buchsbaum nicht buschig genug. Damit diese Orientierungspunkte besser erkennbar sind, sollten sie mindestens 5 x 5 cm betragen. Von diesen Markierungen werden fünf Stück an der Kugel gesetzt:
  • oben am höchsten Punkt
  • rechts und links genau in der Mitte der Seite
  • mittig vorne und hinten

Schritt 2: Horizontale und vertikale Orientierungslinien

Hat man sich erst einmal einen groben Überblick verschafft, wie tief geschnitten werden darf, werden nun ringsum kreisförmige Linien geschnitten. Das geht bei sehr weichen Trieben wunderbar mit einer Schafschermaschine, kann aber auch mit einer normalen, mittellangen Gartenschere gemacht werden. Wichtig: Das Werkzeug muss sehr scharf sein.
  • vorsichtig von Orientierungspunkt zu Orientierungspunkt vorarbeiten
  • gegebenenfalls mit einer zusätzlichen Schablone (Halbkreis) arbeiten
  • zunächst eine horizontale Linie (wie bei der Äquatorlinie auf der Weltkugel) ringsum ausschneiden
  • nur kurze Schnitte tätigen
  • mit langen Schnitten geht die Rundung verloren
  • lieber mehrfach wenig schneiden und die Länge schichtweise kürzen
  • zwischendurch immer gleich die abgeschnittenen Triebe herunterklopfen
  • dann von unten nach oben in gleichen Abständen vier vertikale Linien ziehen  
  • die Linien treffen sich am höchsten Punkt in der Mitte

Schritt 3: Restliche Flächen einkürzen

Das Schwierigste ist jetzt bereits erledigt und es müssen lediglich die übrigen Flächen auf die gleiche Länge gebracht werden.
  • immer von unten nach oben schneiden
  • Schnittstücke regelmäßig von der Kugel entfernen
  • geübte Gärtner können freihändig schneiden
  • für alle anderen empfiehlt sich eine Schablone
  • gegebenenfalls immer wieder einen Zweig abspreizen und auf die Höhe der hellgrünen Blätter achten
  • lieber mehrfach weniger schneiden als einmal viel
  • ist das Schneidwerkzeug klebrig oder voller anhaftender Blätter, muss es zwischenzeitlich mit einem Schwamm und Wasser gesäubert werden
Tipp: Im Fachhandel gibt es Drahtgestelle in verschiedenen Größen, die ganzjährig an der Pflanze verbleiben und eine wunderbare Schnitthilfe abgeben. Aus einem dicken Karton lassen sich auch selbst Schablonen in Halbkreisform herstellen.

Jungpflanzen

Buchsbaum BuxusFrisch gepflanzte Buchsbäume werden im ersten Jahr überhaupt nicht geschnitten. Sie müssen zunächst kräftig einwachsen. Der erste Schnitt erfolgt also erst im kommenden Frühjahr. Ab dem zweiten Jahr kann dann mehrfach im Jahr langsam eine Form aufgebaut werden. In der ersten Zeit ist es besser, nur die grobe Wuchsform vorzugeben und lieber dafür zu sorgen, dass sich die Pflanze - vor allem im unteren Bereich - stärker verzweigt. Jungpflanzen dürfen nur dann im Herbst geschnitten werden, wenn die Triebe einzeln mit einer Rosenschere bearbeitet werden und die Blätter unverletzt bleiben.
  • frisch gepflanzte Buchsbäume erst im zweiten Jahr schneiden
  • beim Herbstschnitt eine Rosenschere verwenden
  • es geht nur darum, einzelne, lange Triebe herauszunehmen
  • alle Triebe einkürzen, die stark aus dem Buchsbaum herausragen
  • immer vorsichtig den Trieb selbst und nicht die Blätter schneiden
  • an noch kahlen Stellen (Löchern) die Triebe stärker einkürzen
  • diese Zweige müssen schon sehr frühzeitig zum Verzweigen gezwungen werden
  • jeden neuen Trieb über 3 cm Länge auf die Hälfte kürzen
Tipp: Häufigster Anfängerfehler ist, die unteren Triebe einfach wachsen zu lassen, damit sie schnell lang werden. Die Folge: Die Äste verzweigen nicht.

Fazit
Da der eigentliche Formschnitt des Buchsbaumes im Frühjahr getätigt wird, macht der Feinschnitt im Herbst nicht mehr so viel Arbeit. Zu beachten ist vor allem, dass der Schnitt bis spätestens Mitte September erfolgen sollte und nur noch die neuen Triebe (an der hellgrünen Farbe zu erkennen) gekürzt werden dürfen. Vor dem Winter darf nicht ins alte Holz geschnitten werden, da der Buchsbaum sonst anfällig für Krankheiten ist.