Hortensien sind in der botanischen Fachsprache als Hydrangea bekannt und eine wahre Zierde im Garten oder auf der Terrasse. Ihre großen, kugelförmigen Blütenstände ziehen jeden Blick auf sich. Eine weitere Besonderheit ist, dass sie ihre Farbe wechseln können. Abhängig von der Sorte, dem pH-Wert der Erde und weiteren Faktoren kann sich die Färbung der Blüten gezielt verändern lassen.

Sorten

Im Handel finden

sich weiße, rosa und blau Hortensien. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich jedoch nicht nur in der aktuellen Farbe, sondern auch in der Größe und Form der Blüten und ihrer Eignung für bestimmte Standorte. Die Sorte hat jedoch auch einen Einfluss darauf, ob sich die Hortensie verfärben kann oder nicht. Generell gilt, dass Varianten in Rosa und Blau zwischen den Farben wechseln können. Ein saurer pH-Wert der Erde ausreichend Spurenelemente in dem Substrat sorgen dafür, dass die Gewächse blau blühen. Bei einem höheren pH-Wert verwandelt sich die Blütenfarbe jedoch allmählich in Rosatöne.

Anders verhält es sich, wenn es sich um eine wirklich weisse Sorte handelt. Denn diese können die Farbe ihrer Blüten - unabhängig von dem Säuregehalt des Substrats und dem Gehalt an Spurenelementen - nicht verändern. Die erste Regel dafür, eine weiße Hortensie auch weiß zu erhalten ist daher, die passende Sorte beziehungsweise Zuchtform auszuwählen. Entsprechende Zuchtformen sind unter anderem:

  • Annabell
  • Cordifolia
  • Grandiflora
  • Hanabi
  • Harmony
  • Hayes Starbust
  • Little Lime
  • Miranda
  • Phantom
  • Semiola
  • Silver Lining

Tipp: Eine Besonderheit stellen

manche Sorten dar, die im Verlauf der Blüte automatisch und ohne äußere Einflüsse ihre Blütenfarbe wechseln. Dazu gehören beispielsweise Wims Red und Pee Wee, Snow Flake und Snow Queen, die zunächst weiss und dann rosa bis rot blühen. Bei diesen ist es nicht möglich, das Weiß zu erhalten.

Substrat und pH-Wert

Das Substrat und sein pH-Wert haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob sich die Hortensie verfärbt. Dabei gilt, je saurer die Erde ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Blaufärbung der Blüten. In der Regel handelt es sich um die benötigten Werte für blaue Blüten um den Bereich von 4 bis 5,5. Allerdings finden sich auch hier leichte Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten.

verfärbte Hortensie - rosa und blauBei Werten über diesem Bereich ist das Substrat neutral bis basisch. Neutrale pH-Werte begünstigen das Blühen in Weiß. Basische Werte hingegen rosafarbene Blüten. Wenn sich eine Änderung der Farbe ergibt, sollte daher eine Probe der Erde getestet und der pH-Wert entsprechend angepasst werden. Geeignete Substrat-Sorten sind unter anderem spezielle Hortensienerde aber auch Rhododendronerde.

Für das Ansäuern des Substrats empfiehlt sich der Einsatz von Eichenlaub, Torf oder Kaffeesatz. Der Vorteil dieser Mittel ist, dass sie die Erde zugleich düngen und somit auch zur Versorgung der Pflanzen eingesetzt werden können. Um das Substrat im pH-Wert zu neutralisieren oder basisch werden zu lassen, kann Kalk verwendet werden.

Nährstoffe

Ebenso wie das Substrat spielt auch die Menge und Art der vorhandenen Nährstoffe in der Erde eine Rolle

für die Farbe der Blüten, Wenn die Blütenblätter einen rosafarbenen Ton erhalten kann es daher helfen, entsprechende Düngemittel einzusetzen. Besonders geeignet und effizient für den Erhalt der weißen Blüten sind Aluminiumoxid und Alaun. Diese werden über die Wurzeln der Hortensie aufgenommen und verändern nach und nach die Färbung in eine bläuliche Richtung. Fehlen sie im Substrat, muss hingegen mit einer rötlichen Tönung gerechnet werden.

Da der Prozess der Nährstoffaufnahme und des Färbens einige Geduld erfordert, sollte bereits beim ersten Anzeichen einer unerwünschten Farbveränderung gehandelt werden. Am einfachsten ist dies durch den Einsatz spezieller Dünger möglich. Sogenanntes "Hortensienblau" ist eine Möglichkeit hierfür. Hortensiendünger, Rhododendrondünger aber auch die direkte Gabe von Alaun sind erfahrungsgemäß ebenfalls wirksam.