Büschelrose - Rosa multifloraDie Büschelrose wird von manchen als pflegeleicht, von anderen als anspruchsvoll bezeichnet. Das ist wohl Interpretationssache. Ganz ohne Pflege kommt sie nicht aus, ein Übermaß benötigt sie jedoch nicht. Auf den Verschnitt kann ebenfalls hin und wieder verzichtet werden. Fällt dieser jedoch gänzlich aus, kann es zum Verkahlen kommen. Insofern unterscheidet sich die Rosa multiflora also nicht von den Ansprüchen anderer Gewächse. Wie genau die Pflege aussehen sollte und worauf es beim Verschnitt ankommt, erfahren interessierte Hobbygärtner im Folgenden.

Standort

Die Büschelrose stammt aus Ostasien und findet sich vorrangig an Hängen, auf steinigen aber nährstoffreichen Böden. Zudem wächst sie sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten und stellt aufgrund ihres Blütenreichtums eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten dar. Frost und Wind hält das sommergrüne Gewächs aufgrund
ihres Ursprungs gut aus. Aus der Herkunft und den Gegebenheiten leiten sich wichtige Faktoren für den Standort im Garten ab:
  • lehmige, kiesige oder sandige Böden
  • Sonne bis Halbschatten
  • nicht windempfindlich
  • zieht Insekten an und sollte daher nicht zu nah am Haus stehen
Natürlich sollte bei der Wahl des Pflanzplatzes für die Rosa multiflora auch deren Größe berücksichtigt werden. Ohne verkleinernden Verschnitt kann die Büschelrose eine Höhe von bis zu vier oder gar fünf Metern erreichen und eine Breite von zwei bis drei Metern erreichen. Wer sie möglichst ungehindert wachsen lassen möchte und den Blütenreichtum in großem Maßstab genießen will, sollte ihr also ausreichend Platz zu Verfügung stellen. Gut geeignet sind in diesen Fällen auch Spaliere als Stabilisierung. Zudem sind sonnig Standorte vorzuziehen, da die Vielblütige Rose dann in der Regel mehr Blüten ausbildet.

Substrat

Wie erwähnt, bevorzugt die Büschelrose als Grundlage ein lehmiges Substrat. Damit dieses nicht verdichtet, sondern locker bleibt, sollten ihm Sand oder Lehm zugesetzt werden. Der Boden muss also zugleich nährstoffreich und nicht übermäßig nass sowie locker und krümelig sein. Gut geeignet ist eine Mischung aus Gartenerde und auflockerndem Material. Je schwerer das Substrat ist und je mehr es zum Verdichten neigt, desto höher sollte der Anteil an Sand oder Kies sein. Der pH-Wert sollte zwischen 4 und 6 liegen.
Zudem muss natürlich auch der Wasserablauf sichergestellt werden. Standorte mit sehr hohem Grundwasser oder eine direkte Nähe zum Gartenteich kann sich als problematisch erweisen.

Tipp: Bei trockenen Böden empfiehlt sich das Aufbringen von Rindenmulch oder Kies. Diese Auflage verringert die Verdunstung und hilft zudem noch dabei, das Unkraut im Schach zu halten.

Pflanzen

Die Büschelrose kann sowohl im Herbst, als auch im Frühjahr gepflanzt werden. Im Herbst eingesetzte Pflanzen bringen oftmals schon im folgenden Sommer Blüten hervor. Bei einer Pflanzung der Vielblütigen Rose im Frühjahr ist das seltener der Fall. Weitere Punkte gibt es hierbei jedoch nicht zu beachten. Die Rosa multiflora wird so eingepflanzt, dass die Wurzeln gut bedeckt sind. Der Boden sollte frei von Frost sein.
Büschelrose - Rosa multiflora
Als "Starthilfe" für die Ausbildung der Wurzeln, das Anwachsen und den Austrieb kann das Pflanzloch mit einer Mischung aus dem beschriebenen Substrat und einem organischen Düngemittel, wie gut verrottetem Kompost, gefüllt werden. In den ersten Wochen ist verstärkt darauf zu achten, dass die Erde nicht austrocknet. Staunässe sollte zwar vermieden werden, ein schwemmendes Wässern kann aber die Wurzelbildung anregen.

Gießen

Hier stellt die Büschelrose nach dem Anwachsen keine hohen Ansprüche. Ins Freiland gepflanzt, muss in der Regel nur in Trockenperioden und zum Düngen gegossen werden. Das Wässern kann hier also recht sparsam erfolgen und dient lediglich dem Auflösen von Nährstoffen und dem Verhindern eines vollständigen Austrocknens. Ideal wäre natürlich Regenwasser. Alternativ kann jedoch auch weiches Leitungswasser verwendet werden. Stehen diese beiden Varianten nicht zur Verfügung, bietet es sich an, dass Gießwasser für die Vielblütige Rose für eine Woche abstehen zu lassen.

Tipp: Zum gelegentlichen Gießen und leichten Düngen kann auch Wasser aus dem Gartenteich oder Aquarium verwendet werden. Voraussetzung ist hier natürlich, dass keine chemische Behandlung des Wassers erfolgte.  

Düngen

Etwa von April bis August darf eine monatliche Düngung erfolgen. Mineralische und organische Dünger können zum Einsatz kommen. Wichtig ist hierbei, dass vor dem Einsatz von Düngemitteln eine Untersuchung des Bodens erfolgt. Auf diese Weise kann das optimale Mittel gefunden und eine Überdüngung vermieden werden.
Grundsätzlich geeignet sind jedoch:
  • Rosendünger
  • gut verrotteter Kompost
  • organischer NPK-Dünger
  • Blühdünger
  • Kaffeesatz
  • Hornspäne
  • Aquarien- oder Teichwasser
  • Pflanzenjauchen, beispielsweise aus Brennnesseln
Bestehen im Boden keine erheblichen Defizite an bestimmten Nährstoffen, kann bei den Düngemitteln auch abgewechselt werden. In einem Monat Teichwasser, im nächsten etwas Kaffeesatz oder etwas Pflanzenjauche. Auf diese Weise wird das Gewächs rund um mit einer großen Bandbreite von Nährstoffen versorgt.
Eine Alternative zu der monatlichen Düngung sind Langzeitdünger, die speziell auf die Bedürfnisse von Rosen oder Blühsträuchern ausgerichtet sind.
Feste Nährstoffe werden leicht in das obere Erdreich eingearbeitet oder können dem Gießwasser zugegeben werden. Das Wässern im Anschluss an die Düngung ist bei der Büschelrose ebenso wichtig, wie bei allen anderen Gewächsen. Anderenfalls können sich die Nährstoffe nicht gleichmäßig verteilen und schlimmstenfalls zu chemischen Verbrennungen führen.

Tipp: Wer bereits beim Einpflanzen der Rosa multiflora Dünger in die Erde gemischt hat, spart sich die zusätzliche Nährstoffversorgung während der ersten Saison. Die Düngung muss dann in der Regel erst im zweiten Standjahr erfolgen.

Kübelkultur

Wie obig erwähnt, kann die Büschelrose zu einem recht hohen und breiten Strauch heranwachsen. Dennoch ist sie innerhalb der ersten Jahre gut für die Kultur im Kübel geeignet. Erfolgt ein regelmäßiger Verschnitt und wird sie nach Bedarf umgetopft, beziehungsweise die Erde ausgewechselt, kann sie auch dauerhaft im Gefäß gezogen werden.
Allerdings sollten in diesem Fall einige Besonderheiten bei der Pflege beachtet werden. Bei diesen handelt es sich um:
  • guten Wasserablauf sicherstellen, um Staunässe zu verhindern
  • monatlich Düngung, da durch die geringe Substratmenge weniger Nährstoffe als im Freiland zur Verfügung stehen
  • jährlich zweifach verschneiden, um die Größe zu kontrollieren
  • jährlich oder aller zwei Jahre einen Erdwechsel durchführen

Überwinterung

Büschelrose - Rosa multifloraDie Überwinterung der Büschelrose im Freiland ist in der Regel problemlos möglich, denn die Rosa multiflora ist winterhart bis zu Temperaturen von -29 °C. Bei jungen Pflanzen, die gerade erst eingesetzt wurden, sollte jedoch etwas Schutz geboten werden. Das gleiche gilt bei der Kultur im Kübel.
Wichtig ist es in diesen Fällen:
  • die überirdischen Triebe durch Gartenvlies, Strohmatten oder Jute zu umwickeln
  • eine Auflage aus Stroh, Reisig oder Rindenmulch auf die Erde aufzubringen
  • den Kübel ebenfalls mit Gartenvlies oder geeigneten Materialien zu umwickeln
  • die Wurzeln im Pflanzgefäß auch von unten vor Frost zu schützen, beispielsweise durch das Aufstellen auf Styropor oder eine Palette
Als Alternative zu diesen Maßnahmen kann die Büschelrose auch im Haus überwintert werden. Hier ist darauf zu achten, dass das Substrat nicht vollständig austrocknet und die Pflanze nicht vollkommen dunkel, kalt aber möglichst frostfrei steht.  

Verschnitt

Beim Verschnitt der Büschelrose gibt es drei Varianten zu unterscheiden:
  • Auslichten vor der Blüte
  • Rückschnitt nach der Blüte
  • Radikalschnitt beziehungsweise Verjüngungsschnitt
Wenn die Rose multiflora nach dem Winter wieder austreibt aber bevor sie Knospen ansetzt, werden abgestorbene und über Kreuz wachsende Triebe abgeschnitten. Die Vielblütige Rose wird als leicht ausgelichtet. Wer eine besonders buschige und dichte Optik bevorzugt, kann auch lediglich abgestorbene Abschnitte entfernen. Die Blüten zeigen sich von Juni bis Juli sowohl an diesjährigen als auch an einjährigen Trieben. Sind diese verblüht, wird wiederum zur Rosenschere gegriffen. Dieses Mal allerdings vorsichtiger. Entfernt werden lediglich die verblühten Triebe.

Der Radikalschnitt wird nur dann notwendig, wenn die Büschelrose zu verkahlen beginnt oder unkontrolliert in die Höhe geschossen ist - also dann, wenn die sanfteren Pflegeschnitte für einige Jahre ausgeblieben sind. Auch der Radikalschnitt wird von gesunden Büschelrosen problemlos vertragen. Hierbei werden alle Triebe bis knapp über dem Boden abgeschnitten. Die Maßnahme kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst erfolgen.

Fazit   
Wer ein wenig Pflege betreibt und jährlich einen Verschnitt durchführt, wird an der Büschelrose lange Freude haben. Da sie als Bienenweide und zum Vogelschutz dient, hat auch die Tierwelt im Garten einen Vorteil davon. Die Rosa multiflora ist also eine verhältnismäßig pflegeleichte Bereicherung und kann aufgrund ihrer Größe und Dichte sogar als Sichtschutz dienen.