Wenn die Rosen ihre Blühfreudigkeit verlieren, muss über die Gründe nachgedacht werden. Hierbei sollte auch der Standort eine Rolle spielen. So kann es hier zu einer Bodenmüdigkeit gekommen sein, es werden nicht mehr genügend Nährstoffe an die Wurzeln der Rosen abgeben. Aber auch ein dunkler Standort kann eine Blüte bei Rosen verhindern. In solchen Fällen ist es sinnvoll, auch alte Rosen sowie aber auch junge umzupflanzen, damit diese wieder prächtig blühen.

Bis zu welchem Alter?

Wenn die alte Rose nicht mehr blüht dann stellt sich hier vor allem die Frage, bis zu welchem Alter dürfen Rosenbüsche oder -stöcke überhaupt noch umgepflanzt werden. Junge Pflanzen besitzen noch keine langen und dicken Wurzeln und können daher
an einen neuen Standort gepflanzt werden. Doch auch hier muss bereits auf die jungen Wurzeln geachtet werden. Aber auch ältere Rosen dürfen durchaus umgepflanzt werden, wenn hierbei vorsichtig vorgegangen wird. Einen Schaden können auch diese nur über versehentliche gekappte Wurzeln nehmen.

Passender Zeitpunkt

Es ist wichtig, den passenden Zeitpunkt für das Umpflanzen bereits kultivierter Rosen zu finden. So ist die beste Zeit im Winter. Zwischen November und Ende Februar, bevor die Rose wieder neu austreibt sollte sie daher umgepflanzt werden, wenn dies unbedingt nötig ist. Die Gründe hierfür sind die Folgenden:
  • in vollem Laub stehend, trocknen die Triebe schneller aus
  • unbelaubt verlieren Rosen kein Wasser
  • können sie ihre Kraft ins Wachstum setzen
  • sogar ein Umpflanzen bei Frost ist möglich
  • Rosenstrauch direkt nach dem Einpflanzen schützen
  • Mulch, Laub und Reisig
Tipp: Der ideale Tag für das Umpflanzen im Winter ist jedoch frostfrei. Denn bei einem gefrorenen Boden ist es schwer, die Erde auszuheben. Daher ist es sinnvoller, die Arbeit an einem frostfreien Tag nach einem Regen durchzuführen, dann lässt sich die Erde am besten bearbeiten.

Richtiges Werkzeug

Bereits vor dem Umpflanzen sollte das passende Werkzeug zurecht gelegt werden. Dann geht die Arbeit später schneller von der Hand. Hierzu gehören vor allem:
  • Spaten
  • Gartenhandschuhe
  • Rosenschere
  • eventuell Schubkarre zum Mischen der neuen Erde
  • Gießkanne oder Schlauch
  • Eimer mit Wasser
Aufgrund der Dornen, die die Haut bei der Arbeit verletzen könnten, bietet es sich auch an, lange Hosen und langärmelige Oberteile zu tragen.

Entnehmen von jungen Rosen

RosenDas Entnehmen von jungen Rosen ist ein wenig einfacher, da hier die Wurzeln noch nicht so stark ausgeprägt sind. Dennoch ist mit Vorsicht zu arbeiten, der Abstand rund um die Rosen sollte möglichst groß sein, wenn der Spaten angesetzt wird. Die jungen Rosen werden so von unten ausgehoben und die Wurzeln von der alten
Erde befreit. Weiter wird hier wie folgt vorgegangen:
  • Rosen vorsichtig mit Spaten ausheben
  • beschädigte Wurzeln abschneiden
  • auch abgestorbene Wurzeln entfernen
  • Wurzelenden alle leicht einkürzen
  • so wird Bildung von neuen Wurzeln angeregt
  • bis auf 20 cm die oberen Triebe zurückschneiden
  • pro Trieb sollten mindestens fünf Knospen stehen bleiben

Entnehmen von alten Rosen

Bei älteren bis alten Rosen ist das Wurzelwerk sehr ausgeprägt. Dieses sollte jedoch beim Umpflanzen keinesfalls beschädigt werden. Daher ist es wichtig, dass beim Ausgraben der Rosenstöcke großzügig um die Pflanze herum abgemessen wird. Daher wird hierbei folgendermaßen vorgegangen:
  • mit einem Spaten rund um den Strauch einstechen
  • genügend Platz zur Mitte belassen
  • so bleibt ein Teil der Feinwurzeln geschützt
  • tief mit dem Spaten in die Erde fahren
  • vorsichtig von unten heraus anheben
  • Rosen ohne Erde aus dem Loch nehmen
  • abgebrochene Wurzeln abschneiden
  • oberirdische Teile bis auf Handbreite über Veredlungstelle schneiden
  • nicht ins mehrjährige Holz
Tipp: Werden alte Rosen umgepflanzt, sollte diese Arbeit bereits Anfang November erfolgen und nicht erst kurz vor dem nächsten Frühjahr. Dann haben die Sträucher mehr Zeit einzuwurzeln, bevor sie wieder austreiben.

Vorbereitung des neuen Standorts

Bevor die Rosen an einen neuen Standort gepflanzt werden, muss dieser vorbereitet werden. Wichtig ist, eine Drainage anzulegen, damit Staunässe vermieden wird. Hierzu wird das Pflanzloch, das einen Durchmesser von mindestens 40 cm haben sollte, ausgehoben und auf dem Lochboden Steine, Tonscherben oder Kies ausgelegt. Auch bei der Tiefe ist es wichtig, dass die Wurzeln, vor allem bei den älteren Rosen, nicht abgeknickt werden und genügend Platz erhalten. Die Erde am neuen Standort sollte bereits vorbereitet werden, damit die Rosen hier wieder schnell und üppig blühen. So wird die Erde wie folgt vorbereitet:
  • bereits mehrere Wochen vorher vorbereiten
  • dann können sich die Nährstoffe besser verteilen
  • Kompost unterheben
  • Sand und Lehm für die Durchlässigkeit
  • auch Hornspäne sind empfehlenswert
Tipp: Bei der Wahl des neuen Standorts muss immer bedacht werden, dass hier längere Zeit keine Rosen gestanden haben, da ansonsten auch hier eine Bodenmüdigkeit entstehen kann und die Rosen auch am neuen Standort nicht blühen werden.

Einpflanzen an neuem Standort

RosenWurden die Rosen dem alten Standort entsprechend entnommen, dann sollten sie sofort an dem neuen Platz eingepflanzt werden. Die Wurzeln sollten so gut wie möglich von der alten Erde befreit werden. Danach werden die wurzelnackten
Pflanzen für ein paar Stunden in einen Eimer mit Wasser gesetzt, so können sie sich vollsaugen. Danach wird weiter wie folgt vorgegangen:
  • Rosen vorsichtig ins Pflanzloch setzen
  • vorbereitete Erde zugeben
  • Veredlungsstelle muss fünf Zentimeter unter der Erde liegen
  • so ist diese vor Spannungsrissen durch Wintersonne geschützt
  • nach dem Auffüllen gut mit Fuß verdichten
  • ansonsten könnten Hohlräume entstehen
  • danach gut angießen
  • dies sorgt bei den Wurzeln für einen guten Bodenkontakt
Tipp: Wird rund um die Pflanze ein Gießrand geformt, dann gelangt das Wasser direkt in die Pflanzstelle und fließt nicht zur Seite hin ab.

Nach dem Pflanzen anhäufeln

Wichtig ist bei den Rosen vor allem das Anhäufeln nach dem Pflanzen. Hierbei ist es unerheblich, ob die Rosen bereits im späten Herbst oder erst im späten Winter umgepflanzt wurden. Das Anhäufeln dient dem Schutz vor Frost, der auch im späten Winter noch zu erwarten ist. Hierbei wird wie folgt vorgegangen:
  • rund um die Rose die Erde anhäufeln
  • hierzu wird die Erde 15 cm hoch um den Rosenstock gelegt
  • bei Herbstpflanzung bis zum Frühjahr belassen
  • danach entfernen, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist
  • bei Frühjahrspflanzung ebenfalls bis zum letzten Frost belassen
  • ist die Rose deutlich wieder ausgetrieben, Anhäufelung entfernen