Die Schefflera trägt umgangssprachlich auch die Bezeichnung Strahlenaralie und ist eine aparte Zimmerpflanze. Deshalb hat sie sich in den heimischen Wohn- und Büroräumen als Zierpflanze etabliert. Aufgrund ihrer widerstandsfähigen Charakteristiken ist die Schefflera normalerweise sehr pflegeleicht, jedoch können bestimmte Bedingungen und Pflegefehler zu einem Verlust der Blätter führen. In diesem Fall sind zeitnahe Hilfsmaßnahmen notwendig, ansonsten kann die Strahlenaralie dadurch verenden.

Blattverlust

Wenn nur ab und zu Blätter abfallen, dann muss sich niemand deswegen Sorgen machen. Jede Pflanze verliert im Laufe der Zeit mehr oder weniger Blätter, das ist auch bei der Schefflera der Fall. Nach einigen Jahren sieht es speziell im unteren Stammbereich überwiegend kahl aus. Das sich nur noch oben die Blätter zeigen, ist ein vollkommen normaler und altersbedingter Vorgang. Bei älteren

Exemplaren ist der Blattverlust ein natürlicher Prozess, der sich weder verhindern noch behandeln lässt. Dabei handelt es nicht um eine Störung, jedoch wirkt es optisch nicht sehr ansprechend.
  • Schefflera ist in der Regel robust und widerstandsfähig
  • Pflanze wirft regelmäßig Blätter ab
  • Verstärkter Blattverlust ist nicht mehr normal
  • Pflanze kann dadurch eingehen
  • Unbedingt die Ursachen erforschen
  • Gründe für den Blattabwurf müssen rechtzeitig erkannt werden
  • Danach zeitnah geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen
  • So wird Weiterbestehen der Zimmerpflanze ermöglicht

Temperaturwerte

Die Schefflera stellt bestimmte Ansprüche an die Temperaturwerte, wenn diese zu hoch oder zu niedrig sind, dann kommt es zu einem vermehrten Blattverlust. Für eine gleichmäßige und gerade Wuchsform, ist es zu empfehlen, die Strahlenaralie wiederholt in die Richtung des Lichteinfalls zu drehen. Ansonsten kann es passieren, dass an der vom Licht abgewandten Pflanzenseite die Blattfülle recht schnell nachlässt. Dagegen bilden sich auf der anderen Seite weiterhin dicht neue Blätter aus.

  • Verträgt keine Kälte
  • Temperaturen unter 10-12° C führen zum Abwurf der Blätter
  • Hitze wird ebenfalls nicht vertragen
  • Blätter verbrennen unter starker Sonne
  • Ideal sind Temperaturwerte zwischen 15-20° C

Wurzelfäule

Schefflera - StrahlenaralieZwar ist die Schefflera sehr robust und deswegen nicht besonders anfällig für Krankheiten, jedoch tendiert die Pflanze zu der Ausbildung von Wurzelfäule. Dabei handelt es sich um einen schädlichen Pilzbefall, welcher durch zu viel Nässe hervorgerufen wird. Diese Wurzelfäulnis ist ganz oft die Ursache für einen intensiven Blattabwurf, da die verfaulten Wurzeln die Pflanze nach einiger Zeit nicht mehr mit Wasser versorgen können. Im schlimmsten Fall kann sie sogar zum kompletten Absterben der Strahlenaralie führen. Deshalb sollte die Pflanze regelmäßig überprüft werden. Dafür wird sie aus dem Topf genommen, um das Substrat und Wurzeln zu kontrollieren. Gesunde Wurzeln sind prall und fühlen sich fest an, das Substrat sollte nicht zu nass sein. Wenn die Wurzelfäule festgestellt wird, dann sind schnelle Gegenmaßnahmen erforderlich, um das Gewächs noch zu retten.

  • Zu feuchtes Substrat verursacht Wurzelfäule
  • Erst verfärben sich die Blätter gelb
  • Danach fällt Blattwerk zum großen Teil ab
  • Zeitgleich steigt aus der Erde ein fauliger Geruch hervor
  • Feuchte und matschige Wurzeln sind von der
    Wurzelfäule betroffen
  • Wurzeln und Triebe verfärben sich im Verlauf schwarz
  • Schefflera nie zu viel gießen, Staunässe unbedingt vermeiden
  • Befallene Pflanze aus dem Topf nehmen und komplettes Substrat entfernen
  • Ebenfalls alle fauligen Pflanzen- und Wurzelteile beseitigen
  • Danach das Gewächs in frisches Substrat umtopfen

Tipp: Das überschüssige Gießwasser darf nie länger als ein paar Stunden im Untersetzer stehen bleiben, deshalb sollte dieser bald nach dem Gießen geleert werden.

Trockenheit

Ebenso wie die Staunässe kann auch das genaue Gegenteil einen zunehmenden Blattabwurf herbeiführen. Wenn die Schefflera dauerhaft unter Trockenheit leidet, dann schwächt das nachhaltig ihr Immunsystem. Das Gewächs stammt ursprünglich aus den asiatischen Regenwäldern und braucht deshalb ständig ein leicht feuchtes Substrat. Generell darf das Substrat zwischen den Gießeinheiten ein wenig antrocknen, aber es darf nicht komplett austrocknen. Darüber hinaus dauert es seine Zeit, bis die Pflanze ihre Blätter bei Trockenheit abwirft. Wenn die Erde mehr als zwei Wochen lang trocken ist, fängt allmählich der Laubabwurf an. Kommt es mehrmals zum vollständigen Austrocknen der Erde, dann führt das zu braunen Rändern an allen Blättern. Darüber hinaus wirft das Gewächs seine bereits geöffneten Blattknospen ab.

  • Schlaff am Stamm herabhängende Blätter deuten auf Wassermangel hin
  • Anschließend kommt es zum Blattabwurf
  • Ursache ist oft die Ballentrockenheit
  • Ausgiebig gießen, um Mangelerscheinungen auszugleichen
  • Blätter richten sich nach dem Gießen erneut auf
  • Bei extrem ausgetrocknetem Substrat in Wasserbad stellen
  • Einige Minuten im Wasser verweilen lassen

Hinweis: Da feuchtes Substrat schwerer ist als trockene Erde, können Sie durch das Anheben des Pflanzgefäßes erkennen, ob eine erneute Gießeinheit fällig ist.

Standortbedingungen

Schefflera - StrahlenaralieDie Standortbedingungen sind für die Strahlenaralie extrem wichtig, damit sie sich wohlfühlen kann und gesund wächst. Wenn die Schefflera mit dem Standort unzufrieden ist, dann zeigt die Pflanze das durch den Abwurf ihrer Blätter. Die Sommermonate über kann das Gewächs ins Freie umziehen, zum Beispiel auf den Balkon oder die Terrasse. Jedoch sollte die Sommerresidenz nicht zu sonnig sein. In dieser Jahreszeit ist eine entsprechende Beschattung sinnvoll, da sonst die Gefahr von Verbrennungen an den Blättern besteht. Nach dem Kauf und nach einem Standortwechsel muss die Pflanze ganz langsam an teilweise sonnige Standortbedingungen gewöhnt werden. Jedoch mag die Schefflera die sanfteren Sonnenstrahlen in den Morgen- und Abendstunden, diese führen zum formschönen Wachstum bei der Pflanze.

  • Falsche Standorte verursachen Blattverlust
  • Mag keine zu dunklen Standortbedingungen
  • Verträgt außerdem keine Zugluft
  • Ideal ist heller bis halbschattiger Platz
  • Direkte Sonneneinstrahlung und Mittagshitze unbedingt vermeiden
  • Optimal ist Standort ohne Sonne in den Mittagsstunden
  • Ansonsten mittags für ausreichenden Schatten sorgen
  • Entweder Vorhänge zuziehen oder Rollos runterfahren

Schädlinge

Schefflera - StrahlenaralieTrotz ihrer Widerstandsfähigkeit ist die Schefflera anfällig für den Befall durch Schädlinge. Wenn sich bei der Pflege Fehler einschleichen und die Standortbedingungen nicht stimmen, dann machen sich schnell diverse Ungeziefer breit. Diese Schädlinge sind oft die Ursache dafür, dass die Strahlenaralie ihre Blätter verstärkt abwirft. Um diesen Übeltätern auf die Spur zu kommen, sind die Blätter und vor allem die Blattunterseiten genau zu inspizieren. Die unersättlichen Insekten fressen sich nach und nach durch das Pflanzengewebe und führen zum Abwurf der Blätter. Während Milben und Läusen den meisten Gärtnern bekannt sind, haben viele noch nichts von der Thripse gehört. Das Insekt ist winzig klein, bei einer Körpergröße von nur 1-2 mm wird es schnell übersehen. Umgangssprachlich trägt es auch die Bezeichnung Gewitterfliege und ist entweder gelb, dunkelbraun oder schwarz gefärbt.

  • Anfällig für Spinnmilben und Thripse
  • Häufig ist ebenfalls Befall mit Blatt-, Schild- und Wollläusen
  • Zuerst befallene Pflanze isolieren, um Ausbreiten zu unterbinden
  • Mit scharfen Wasserstrahl abduschen
  • Stets natürliche Hausmitteln bevorzugen
  • Gegenmittel auf Basis von Neemöl einsetzen
  • Alternativ mit Lösung aus Schmierseife besprühen und abwaschen
  • Mittel wiederholt anwenden, bis Befall beseitigt ist
  • Strenge Nachkontrollen durchführen
  • Nützliche Fressfeinde ausbringen: dazu gehören Florfliegenlarven und Raubmilben

Tipp: Nachdem die Schädlinge erfolgreich bekämpft wurden, müssen auch geeignete Maßnahmen für die Erhaltung der Pflanzengesundheit ergriffen werden. Dazu gehören die richtigen Pflegeschritte und ein passender Standort, ansonsten kann es schnell zu einem erneuten Schädlingsbefall kommen, welcher die Strahlenaralie früher oder später

abtötet.