Ab wann Sie frisch gesäten Rasen betreten und mähen dürfen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Darunter befinden sich beispielsweise der Zeitpunkt der Aussaat und die Witterung sowie die Halmlänge. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Zeitpunkt der Aussaat

Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat liegt zwischen April und Mai. Abhängig von der Temperatur kann nach sieben bis 28 Tagen mit der Keimung gerechnet werden. War ein Säen im Frühjahr nicht möglich, können Sie dies zwischen August und September nachholen. Die Keimung nimmt dann jedoch möglicherweise mehr Zeit in Anspruch.

Dementsprechend kann auch erst später gemäht werden. Das kann sich wiederum in kälteren Regionen als schwierig erweisen, wenn bereits Frost auftritt. Denn dann kann der Rasen Schaden nehmen.

Witterung

Das aktuelle Wetter trägt natürlich erheblich zu der Keimungsdauer und dem Wachstum der Pflanzen bei. Temperaturen

von etwa 20 °C und leichter Niederschlag sind optimal. Bei anhaltendem oder starkem Regen können die Samen weggespült werden, wodurch kahle Flecken im Rasen entstehen.

Frischer Rasen

Hierdurch wird es erforderlich, nochmals nachzusäen. Das sollte allerdings erst nach dem Mähen erfolgen. Anderenfalls verzögert sich das Kürzen und ungleichmäßiges Ergebnis entsteht.

Rasenart

Bei Rasenpflanzen werden hauptsächlich drei verschiedene Sorten unterschieden. Die Einteilung erfolgt in:

  • Belastbarkeit
  • Standort
  • Verwendungszweck

So finden sich Sorten speziell für den Schatten und andere, die sich vor allem für eine häufige Nutzung eignen. Gebräuchlich sind vor allem:

  • Schattenrasen
  • Sport- und Spielrasen
  • Zierrasen

Abhängig von der Art

sollte auch auf die Halmhöhe geachtet werden. Diese ist ein ausschlaggebender Hinweis auf den Schnittzeitpunkt. Bei Schattenrasen wird aufgrund des geringeren Lichts mehr Chlorophyll und damit auch eine Halmhöhe zwischen neun und zehn Zentimetern benötigt.

Rasensamen

Bei Zierrassen reichen 8,0 bis 8,5 Zentimeter für den ersten Verschnitt aus. Sport- und Spielrassen für stärkere Belastungen können sogar bereits bei einer Halmhöhe von sieben bis acht Zentimetern verschnitten werden.

Ein-Drittel-Regel

Die Ein-Drittel-Regel lautet, dass jeweils nur das oberste Drittel der Halme abgeschnitten werden darf. Bei neun Zentimeter langem Gras bedeutet das also ein Kürzen auf sechs Zentimeter. Ist der Rasen bereits höher gewachsen, messen Sie die Länge mit einem Lineal und dividieren Sie diese durch drei. Die errechnete Länge darf abgeschnitten werden.

Hinweis: Durch diese Regel wird eine Verdichtung des Rasens erzielt, ohne ihm zu viel Kraft zu nehmen. Daher ist es bei sehr langem Gras besser, es in Etappen zu schneiden.

Mähen

Nicht nur der Zeitpunkt des Mähens ist entscheidend. Weitere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Bodenbeschaffenheit
  • das richtige Schnittwerkzeug
  • Wetter

Bereiten Sie

die Fläche entsprechend vor, indem Sie diese ebnen und glätten. Schneiden Sie an trockenen Tagen, wenn keine pralle Sonne scheint und der Rasen nicht feucht ist. Achten Sie zudem darauf, dass die Schneidemesser des Rasenmähers frisch geschärft sind. Anderenfalls können die Schnittwerkzeuge die Rasenpflanzen aus dem Boden reißen.

Rasen mähen

Das ist dann der Fall, wenn die Halme noch nicht richtig verwurzelt sind. Warten Sie daher in jedem Fall auf die richtige Länge ab, bevor sie den Rasen betreten und schneiden. Kontrollieren Sie zudem zuvor Draht, Messer oder Schnur und halten Sie diese sauber sowie funktional.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Schnittflächen durch ein stumpfes Schnittwerkzeug nicht gerade werden. Sie fransen stattdessen aus und bilden daher einen Angriffspunkt für Krankheiten und Parasiten.

Tipp: Der Rasen sollte vor dem Mähen möglichst einen Tag lang nicht betreten werden. Durch die Nutzung knicken Halme um und das Mähergebnis wird nicht gleichmäßig.

Pflege und Schutz

Nach dem ersten Mähen sollten Sie weiterhin vorsichtig mit dem Rasen umgehen. Sofern möglich sollten Sie ihn nach dem Verschnitt nicht sofort betreten. Zudem ist es wichtig, ihn ausreichend zu wässern und, falls keine vorherige Aufbereitung des Bodens erfolgt ist, zu düngen.