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Winterharte Sukkulenten – Arten und Pflege-Tipps

Agaven gehören zu eben winterharten Sukkulenten, doch nicht alle Agaven-Gewächse können im Freien überwintern. Die großartige Agave Queen Victoria (Agave victoriae-reginae) stammt aus mexikanischen Wüstenregionen und gilt es eine der widerstandsfähigsten Agaven-Arten. Ein einmaliges Erlebnis ist die Blüte, wobei sich ein bis zu fünf Meter hoher Blütenstab bildet. Nach der Blüte geht eine Agave ein, die Pflanze kann aber durch Kindel (Ableger) leicht vermehrt werden. Eine andere winterharte Agave ist Agave parryi, die bis zu 30 cm hoch wird. Außerdem sind Agaven utahensis, in Utah (USA) beheimatet, und die große Agave neomexicana als frostharte Sukkulenten zu nennen.

Standort und Boden

Sukkulenten von winterharten Sorten überstehen auch einen starken Frost, aber Regen und Nässe können für sie zu einem Problem werden. Viele Kakteen und Agaven vertragen kaum Regen und da unsere Winter weniger schneereich, dafür aber regenreich sind, benötigen die Kakteengewächse einen möglichst regengeschützten Standort. Tipp: Kakteen müssen nicht unbedingt ein „Dach über dem Kopf“ haben, es genügt oft sie dicht an die Hausmauer zu pflanzen und zwar an der Seite, die am wenigsten Regen abbekommt. Eine weitere Bedingung ist gute Drainage, denn Staunässe vertragen Kakteen und weitere Sukkulente kaum. Mit einem Steinbeet ist den Pflanzen gut gedient, die Erde soll locker sein und darf gerne viel Sand enthalten. Weiterhin freuen sich die „Südländer“ über einen windgeschützten und natürlich einen sonnigen Standort. Dabei muss die Sonne nicht unbedingt den ganzen Tag die Pflanzen bestrahlen, es sollen aber im Sommer mind. jeweils einige sonnige Stunden morgens und abends sein. Tipp: Kakteen und sonstige Sukkulenten präferieren südliche Hanglagen.

Überwintern

Bereits in den Herbstmonaten beginnt die Vorbereitung der Kakteen und anderen Sukkulenten auf den Winterschlaf:

  • ab Mitte August wird nicht mehr gedüngt,
  • ab Mitte Oktober wird es weniger bzw. nicht mehr gegossen,
  • Unkraut wird weiterhin gejätet,
  • Kübelpflanzen werden mit Vlies oder Jute warm eingepackt.

Tipp: Wenn die Gewächse sich rötlich verfärben, ist das ein Zeichen, dass diese somit ihre Winterruhe einläuten. Im Winter benötigen Sukkulenten keine Pflegemaßnahmen, auch der Schnee soll nicht geräumt werden, denn dieser dient den Pflanzen als eine Schutzschicht.

Pflege im Frühjahr und Sommer

Je nach der Witterung ist die Winterruhe im März schon vorbei. In dieser Zeit beginnt die regelmäßige Pflege der winterharten Sukkulenten:

  • Hyazinten gehören zu den Sukkulenten und sind winterhartmäßiges Gießen in kleinen Portionen,
  • Düngen alle zwei Wochen,
  • ab März dürfen Pflanzen umgepflanzt bzw. umgetopft werden,
  • intensiv Unkraut jäten oder Unkrautvlies verwenden,
  • je nach Bedarf vermehren, am einfachsten durch Ableger oder Kindel.

Krankheiten und Bekämpfung

Sukkulenten genießen eine beneidenswert gute Gesundheit. Die meisten Probleme entstehen durch falsche Pflege, v. a. die unzureichende Drainage und falschen Substrat, sowie Blumendünger verursachen schwere Schäden und können sogar zum Tod der Pflanze führen. Im Freien können den Gewächsen z.B. Spinnmilben, Schildläuse und Pilzkrankheiten zusetzen. Gärtner empfehlen neben den chemischen auch zu biologischen Mitteln zu zugreifen und u.a. Brennesseljauche auszuprobieren. Bei starkem Befall soll die gesamte Pflanze samt Erde entsorgt werden.

Häufige Fragen

  • Lohnt es sich, winterharte Sukkulenten zum besseren Schutz ins Haus (Wintergarten) zu holen? – Nein, die Pflanzen sind auf eine kalte Jahreszeit eingestellt und brauchen den sog. Kälteschock.
  • Dürfen Sukkulenten in die herkömmliche Blumenerde gepflanzt werden? – Nein, die Gewächse benötigen ausschließlich Kakteenerde, sonst drohen sie einzugehen.

Wissenswertes zu winterharten Sukkulenten

  • Winterharte Sukkulenten im Steingarten

Vor allem die niedrig wachsenden Sukkulenten werden gern für die Bepflanzung eines Steingartens verwendet. Diese Pflanzen müssen winterhart sein, da man einen Steingarten vor dem Winter in der Regel nicht von den Pflanzen befreit. Viele Pflanzen, die zu den Sukkulenten zählen, werden von Pflanzenfreunden nicht unbedingt als solche wahrgenommen: So zählt ist die Fetthenne ein Beispiel für winterharte Sukkulenten, die besonders häufig für die Bepflanzung von Steingärten verwendet werden. Weitere winterharte Sukkulenten, die sich für den Steingarten hervorragend eignen sind der Hauswurz und der Feigenkaktus.

Neben den winterharten Sukkulenten für den Steingarten gibt es auch eine ganz spezielle Pflanze, die zur Familie der Sukkulenten gehört und die sogar im Frost keimt. Die Hyazinthe ist ein sehr beliebter Frühlingsblüher, wird zu den Sukkulenten gezählt. Ihre Zwiebel wird im Oktober in die Erde gepflanzt, sie keimt im Frost während des Winters und blüht im Frühjahr.

  • Was viele nicht wissen, auch Kakteen können winterfest seinWinterharte Sukkulenten auf der Terrasse

Doch auch für die Terrassenbepflanzung gibt es zahlreiche winterharte Sukkulenten: Der wahrscheinlich bekannteste Vertreter für Sukkulenten für die Terrasse ist die Agave. Diese Pflanze, die sowohl im Steingarten als auch in einem Kübel wachsen kann, kommt in mehr als 200 verschiedenen Arten vor.  Einige dieser Arten benötigen einen Regenschutz im Winter, alle Arten sind jedoch winterhart.

  • Winterharte Stauden-Sukkulenten

Wer winterharte Sukkulenten in Staudenform bevorzugt, sollte nach der Stauden-Mittagsblume Ausschau halten. Diese Pflanze besticht nicht nur durch ihre herrlichen bunten Blüten, die sich nur zur Mittagszeit öffnen, sondern auch durch ihren üppigen Wuchs. Da sie winterhart ist und nur bei einigen Arten einen Regenschutz benötigt, ist die Mittagsblume hervorragend für die Bepflanzung im Garten geeignet.

Schlussendlich gibt es auch noch winterharte Sukkulenten, die ursprünglich nicht für die Überwinterung im Freien gedacht waren. Spezielle Züchtungen und die Abhärtung von Beginn an, haben dafür gesorgt, dass auch außergewöhnliche Sukkulenten und Kakteen wie die Opuntie winterhart geworden sind und daher im Steingarten sehr gut verwendet werden können.

Autor Garten-Redaktion
Ich schreibe über alles, was mich in meinem Garten interessiert.

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