Carports aus Holz oder Leimholz?
Zunächst einmal stellt sich die Frage, was ist der Unterschied zwischen Holz und Leimholz? Der Unterschied von Leimholz (wird auch Brettschichtholz genannt) zu Konstruktionsvollholz bzw. Kesseldruck imprägniertem Bauholz liegt in der Holzfeuchte und der Stabilität./>
Leimholz wird aus einzelnen, dünnen, künstlich geordneten Brettschichten wetterfest verleimt. Es entspricht den bauaufsichtlichen Anforderungen und unterliegt einer regelmäßigen Güteüberwachung für tragende Holzteile. Aufgrund des Herstellungsverfahrens hat Leimholz eine extrem geringe Holzfeuchte. Dadurch arbeitet das Holz sehr viel weniger und hat eine hohe Formbeständigkeit und Maßhaltigkeit. Es ist weitgehend rissfrei und hat eine hochwertige Oberfläche (gehobelt und gefasst). Aufgrund der künstlichen Trocknung ist es unempfindlich gegen Holzschädlinge und Pilzbefall, da diese nur feuchtes Holz lieben. Dadurch ergibt sich eine lange Haltbarkeit und eine optische Hochwertigkeit.
Kesseldruck imprägniertes Bauholz ist gegen Fäulnis und Schädlingsbefall behandelt. Druckimprägnierung wird angewandt, um Schutzmittel aller Art tief in das Holz einzubringen. Dies wird in Druckkesseln mit Hitze und Überdruck bewirkt. Dabei werden Pfosten durch Hochdruckinjektion haltbar gemacht. Der Nachteil ist, das Holz nimmt Nässe auf und trocknet immer wieder. Dadurch arbeitet das Holz, kann sich verziehen und Risse entstehen.
Konstruktionsvollholz wird auch als Bauschnittholz bezeichnet. ...
Konstruktionsvollholz ist visuell oder maschinell sortiertes, technisch getrocknetes und kalibriertes Vollholz aus Fichte, Tanne, Kiefer oder Lärche. Der Begriff "Konstruktionsvollholz" ist nicht genormt, sondern eine Erfindung der Bauholzindustrie. Die Sägeindustrie garantiert, dass das Konstruktionsvollholz bei Anlieferung auf der Baustelle einen Feuchtigkeitsgehalt von maximal 15 % aufweist. Dieser Feuchtigkeitsgehalt wird durch künstliche Trocknung erreicht. Gleichzeitig wird damit eine höhere Maßhaltigkeit erzielt, die optische Qualität des geschnittenen Bauholzes wird verbessert.
Alle Hölzer bieten keinen Schutz vor UV-Strahlung und sollten gestrichen werden. Gegen UV-Strahlung (Holzvergrauung) ist bei allen Hölzern eine Farbpigmentierte Schutzlasur zu empfehlen. Fakt ist, dass die Verwendung von Kesseldruck imprägniertem Holz die preisgünstigste Variante ist, die beiden anderen Holzvarianten sind entsprechend Ihrer Qualität teurer. Wer sich für seinen Carport jedoch eine gewisse Langlebigkeit wünscht, der sollte Leimholz (Brettschichtholz) oder Konstruktionsvollholz verwenden.
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