Mini-Gewächshaus selber bauen - Mini-Foliengewächshaus

Mini-Gewächshaus selber bauen Mini-GewächshausEin kleines Foliengewächshaus ist schnell und unkompliziert gebaut. Als Alternative zu einem großen und preisintensiven Gewächshaus bietet es gute Möglichkeiten, Salat und Gemüse aufzuziehen. Oft haben die Minigewächshäuser die Form eines Folientunnels.

Darauf sollte man achten

Welcher Hobbygärtner möchte nicht Tomaten, Gurken, frischen Kopfsalat oder aromatische Kräuter im Garten ernten, sei dieser auch noch so klein. Der Fachhandel und die Gartencenter der Baumärkte bieten verschiedene Modelle fertiger Minigewächshäuser an. Wesentlich preisgünstiger ist es aber, sein kleines Foliengewächshaus selbst zu

bauen. Dabei bringt die Realisierung auch noch jede Menge Spaß.

Zuerst überlegt man sich den besten, zukünftigen Standort für das neue Minigewächshaus. Platzieren kann man es fast an jeder Stelle des Gartens. Dann wird es die jungen, zarten Pflänzchen zuverlässig vor Regen, Kälte und Wind schützen. Dennoch sollten sie viel Licht haben.
UV-undurchlässige PE-Folie eignet sich am besten. Perforierte Folien, wie sie gekauft werden können, sorgen für die wohldosierte Belüftung der jungen Pflanzen. Folien, die UV-Strahlen nicht absorbieren, eignen sich nicht. Sie würden nach kurzer Zeit beginnen, sich zu zersetzen. Das trifft auch auf relativ dicke Folien zu.

Relativ teuer in der Anschaffung sind spezielle Gartenfolien. Dafür weisen sie eine langjährige Lebensdauer auf. Auf diese Spezialfolien geben verschiedene, renommierte Produzenten mehrjährige Garantien.

Dem Lüften kommt wie bei allen Gewächshäusern eine große Bedeutung zu.
Bei zu großer Hitze kommt es recht schnell zum Hitzestau und zu umfassenden Kondensationen unter der Folie. Um das zu vermeiden, sollte der Folientunnel so gebaut werden, dass die Seiten unkompliziert hochgeklappt werden können.

Um die Konstruktion vor starken Winden zu schützen, sollte man den Folientunnel in Ost-West-Richtung ausrichten.

So baut man das kleine Foliengewächshaus

Das Gerüst des Minigewächshauses besteht aus
  • gebogenen Federstahlstäben,
  • beschichtetem Eisenrohr,
  • verzinktem Stahl oder aus
  • Eisendrähten.
Auch gebogene Fieberglasstäbe sind für das Gerüst eines Folientunnels geeignet. Das Gerüst wird dann mit der geeigneten Folie überzogen.

Man beginnt den Aufbau mit der gründlichen Lockerung des Erdreichs und der
Vernichtung aller Unkräuter. Die Erde wird gut mit Humus oder mit Kompost angereichert.

Nun werden die vorgebogenen Stäbe oder Rohre in gleichmäßigen Abständen von etwa 50 Zentimetern ungefähr 20 Zentimeter tief in den Boden gesteckt.

Pflanzen für das Mini-GewächshausWenn die Stäbe alle im Boden sind, werden die aufgestellten Rundbögen oberhalb mit einer Schnur stabilisiert. Dazu wird die robuste Schnur jeweils einmal um jeden Bogen herum gewickelt. Die beidseitigen Enden der Schnur werden an in den Boden eingeschlagenen Heringen oder Holzpflöcken fixiert.

Jetzt kann die vorbereitete Folie straff über das Gestell gelegt werden. Die überstehenden Enden der Folie können in das Erdreich eingegraben und mit Steinen zusätzlich beschwert werden.
Wenn das selbst gebaute Minigewächshaus belüftet werden soll, wird die Folie einfach auf einer Seite hochgeschoben. Wenn der Folientunnel offen ist, lassen sich die Pflanzen gut pflegen.

Das Minigewächshaus für Balkon oder Fensterbank

Wer ein noch kleineres Minigewächshaus für die Anzucht von Pflanzen auf dem Balkon oder der Fensterbank bauen will, legt sich folgende Materialien zurecht:
  • Blumenerde,
  • Pflanzensamen,
  • 1 Cutter-Messer,
  • 1 Nadel und
  • 1 große, leere Plastikflasche, mindestens 2 Liter Inhalt.
Zuerst wird der

Deckel mit dem Cutter-Messer abgeschnitten, bei herkömmlichen Flaschen genügt das Abschrauben des Deckels.

Um den Bauch der Flasche zu entfernen, wird der obere Teil der Flasche mit einem Rand von mindestens 6 Zentimetern abgeschnitten. Auch der untere Flaschenteil wird im gleichen Abstand vom Boden abgeschnitten.

Der untere, abgeschnittene Teil dient dem Minigewächshaus als Boden. Mit der dicken Nadel oder mit einem Bohrer werden vorsichtig einige Entwässerungslöcher in diesen Boden gebohrt.
Jetzt kann der Boden mit Blumenerde oder besser noch mit spezieller Anzuchterde befüllt werden. Man drückt die Erde leicht fest und gibt darauf den Pflanzensamen, der ein wenig mit Wasser angefeuchtet wird. Zum Schluss wird der obere Flaschenteil auf den Boden gesetzt.
An einem hellen, warmen Ort sprießen die Pflänzchen an besten.

Tipps in Kurzform
  • Idealer sind die Kunststoffwannen mit entsprechender Abdeckung. Diese hat meist sogar noch verstellbare Lüftungsschlitze. Es sind unterschiedliche Größen im Angebot, je nachdem, wie viel man plant zu säen oder zu pflanzen.
  • Durch Sonneneinstrahlung oder auch künstliche Beheizung wird die Luft im Inneren des Gewächshauses erwärmt. Die warme Luft kann nicht entweichen, es entsteht eine höhere Temperatur und auch die Luftfeuchtigkeit steigt.  Beides sind Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche Keimung und das Wachstum der Pflänzchen. Die Lüftungsschlitze verhindern gleichzeitig eine Überhitzung. So lässt sich ein optimales Klima für die Pflanzen erzielen.
  • Mini-Gewächshäuser kann man recht einfach selbst bauen. Ein normaler Blumentopf mit Untersetzer dient als Pflanzgefäß, darüber kann man eine abgeschnittene Plastikflasche stülpen oder auch eine einfache durchsichtige Tüte. Diese sichert man ringsum mit einem Gummiband. Ein einfaches aber effektives Gewächshaus mit simplen Mitteln.