Kunstrasen - Kosten je m² - Vorteile & Nachteile

Kunstrasen - Kosten je m² - Erfahrungen Vor- und Nachteile Kunstrasen statt echten RasenKunstrasen findet heute in vielen Bereichen Verwendung. Von der reinen Dekoration, z.B. bei Messeständen, über die Begrünung von Balkonen, Terassen und Dachgärten bis zum Ersatz des natürlichen Rasen im Garten und auf Fußball-, Golf- oder Hockeyplätzen oder als Sporthallen-Belag.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Kunstrasen-Produkte die sich nicht nur optisch unterscheiden, d.h. mehr oder weniger „echt“ aussehen, sondern auch in der Faserstruktur, der Faserdichte und der

Faserhöhe sehr unterschiedlich sind. Kunstrasen für den Einsatz im Sportbereich wird mit Quarzsand oder Gummigranulat verfüllt, Kunstrasen im Haus oder Garten muss nicht verfüllt werden. Man kann ihn aber mit Gummigranulat verfüllen. Dann fühlt er sich weicher und echter an. Welcher Kunstrasen der richtige ist hängt von der Verwendung ab.

Kunstrasen wird aus Polypropylen, Polyethylen oder Polyamid (Nylon) hergestellt.
  • Polypropylen war das erste Material, aus dem Kunstrasen hergestellt wurde. Dieses  Material wird gerne für Golfplätze benutzt.
  • Polyethylen wird als Material für nicht-verfüllten Kunstrasen in Gärten auf Dachterrassen etc. oder für verfüllten Kunstrasen auf Sportplätzen verwendet. Es ist resistent gegen Schimmelbefall und Insekten und unempfindlich gegen Flecken. Es hat weiche, belastbare Faser, ist UV-beständig, kann gut Feuchtigkeit aufnehmen und  trocknet schnell. 
  • Polyamid ist sehr haltbar und reißfest, kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und trocknet schnell. Es ist resistent gegen Insekten und Mikroorganismen.
Was kostet Kunstrasen?

Kunstrasen wird ab 5 €/m² angeboten. Allerdings sind diese Produkte nicht schwer entflammbar sowie nicht UV-beständig und können daher ausbleichen. Sie sind eher für Dekorationszwecke, nicht für den Garten oder Sportplatz geeignet.
Ein Kunstrasen, der für den Gartenbereich geeignet ist kostet ab ca. 30 €/m².

Soll der Kunstrasen den größeren Belastungen eines Sportplatzes standhalten sind Qualitäten für ca. 50 €/m² geeignet.
Zu den Kosten für den Kunstrasen selber
müssen aber bei Verlegung im Garten oder auf Sportplätzen noch die Kosten für die Untergrundbehandlung und eventuelles Verfüllmaterial hinzugerechnet werden. Außerdem ist zu bedenken, dass Kunstrasen nach ca. 10 – 15 Jahren erneuert werden muss.

Was ist beim Kauf zu beachten?
  • In öffentlichen Räumen bzw. bei öffentlichen Veranstaltungen darf nur Kunstrasen verwendet werden, der schwer entflammbar ist.
  • Zur Verlegung im Außenbereich sollte der Kunstrasen UV-beständig sein, sonst hat man nicht lange Freude daran
  • Soll der Kunstrasen verfüllt werden, was bei Sportplätzen erforderlich ist, sollte er eine Faserlänge von mindestens 35 mm haben, wird er nicht verfüllt, reichen 25 mm
  • Je länger die Fasern und je dichter sie gewebt sind desto echter sieht der Kunstrasen aus und desto schneller richten sich die Fasern nach Belastung wieder auf.
  • Welche Lebensdauer wird vom Hersteller garantiert?
Wie wird Kunstrasen verlegt?

Auf Balkonen, Terrassen und Dachgärten kann Kunstrasen gut selber verlegt werden. Der Untergrund muss nur eben und fest genug sein. Im Garten ist meist, bei Sportplätzen immer eine Vorbehandlung des Untergrunds erforderlich. Diese Arbeiten sollte man Fachfirmen überlassen, schon weil normalerweise die nötigen Maschinen nicht zur Verfügung stehen.

Zum Verlegen wird der Kunstrasen ausgerollt, glatt gezogen und zugeschnitten. Wenn die auszulegende Fläche breiter als die Rollenbreite ist, wird unter der Naht (dem Aufeinadertreffen zweier Bahnen) ein mit Leim bestrichenes Klebeband gelegt. Diese Naht sollte

anschließend gewalzt werden. Nach ca. 1 h ist der Kleber ausgehärtet. Jetzt können Sie den Kunstrasen noch zusätzlich mit Sand oder Gummigranulat verfüllen oder im Garten mit speziellen Kunstrasen-Befestigungsankern befestigen. Anschließend muss der Kunstrasen noch ausgebürstet werden, da die Fasern durch Lagerung und Transport auf Rollen platt gedrückt sind.

Vorteile von Kunstrasen

Kunstrasen muss weder gedüngt, gemäht noch im Sommer bewässert werden. Er sieht auch nach einer langen Hitzeperiode im Sommer noch schön grün aus. Kunstrasen produziert keine Graspollen. Ein Vorteil für alle, die unter Heuschnupfen leiden. Er kann auch bei starkem Regen und im Winter bespielt werden.

Nachteile von Kunstrasen

Die Lebensdauer eines Kunstrasens ist begrenzt, je nach Belastung und Pflegeaufwand auf ca. 10 – 15 Jahre, im Garten etwas länger. Er muss regelmäßig gebürstet werden. Dreck und Gartenabälle sind auf Kunstrasen deutlich sichtbar. Beim Grillen können durch heiße Asche, herunterfallende Kohlen oder Funken Brandflecken entstehen. Beim Fallen auf Kunstrasen können Schürfwunden entstehen wie auf Asphalt. Auf Sportplätzen kann es zu Gelenkproblemen kommen, wenn der Unterbau des Kunstrasens nicht elastisch genug ist.