
Foto: AA Abfluss-AS GmbH
Ganz gleich ob aufgrund der Schneeschmelze oder durch andauernde Niederschläge, das von Dach- und Hofflächen kommende Wasser sollte unmittelbar auf dem Grundstück versickern. Denn auf vollgelaufene Keller kann man gut und gerne verzichten. Auch macht sich die Flächenversieglung wegen der steigenden Trink- und Abwasserpreise bemerkbar. Vor allem bei Neubauten, Umbauten und Renovierungen ist es wichtig an die Regenwasserversickerung zu denken. Der aktuelle Stand der Technik ist eine naturnahe Bewirtschaftung des anfallenden Niederschlagswassers. Um dies umzusetzen wird von behördlicher Seite zunehmend eine dezentrale Versickerung vor Ort gefordert.
Dabei versickert nicht schädlich verunreinigtes Niederschlagswasser von Dach- und Hofflächen direkt auf dem Grundstück. ‚ Das Arbeitsblatt ATV A 138, 01-1990 der Abwassertechnischen Vereinigung e.V. ist die Basis dafür. Darin geht es um den Bau sowie die Bemessung von Anlagen zur dezentralen Regenwasserversickerung.
Anstatt das Regenwasser wie bislang in die Kanalisation einzuleiten, soll gemäß dem novellierten Wasserhaushaltsgesetz (WHG) mehr versickert werden. Denn wie Paragraf 55 Absatz 2 des WHG vorschreibt, soll Niederschlags- und Schmutzwasser nicht vermischt werden.
Um diesen Vorschriften gerecht zu werden kann das sogenannte Rigolen-System eine sinnvolle Lösung sein. Rigolen sind unterirdische Gräben, welche eingeleitetes Regenwasser aufnehmen und versickern lassen können. Für eine solche moderne Regenwasserversickerung kommen Kunststoff-Quader – wie in der Abbildung oben rechts – zum Einsatz.
Optimal sind Rigolen bei beengten Platzverhältnissen und auch wegen ihrer unproblematischen Einbaumöglichkeit. Diese Kunststoff-Quader lassen sich unter gepflasterten Wegen und befahrbaren Bereichen anbringen. Außerdem sind Rigolen kombinierbar mit anderen Techniken wie zum Beispiel der Muldenversickerung.
Unter Umständen kann es sein, dass ein Rigolen-System von der Stadt oder Gemeinde gefördert wird. Möglicherweise können dadurch die Abwassergebühren sinken (wegen der Befreiung von der Abgabe für Regenwasser) eventuell kann man auch einen Zuschuss dafür erhalten.
Im Vergleich zur klassischen Regenwasserversickerung (Mulden, Kies) bieten moderne Rigolen einige Vorteile. Sie zeichnen sich durch eine Speicher- und Versickerleistung aus, benötigen einen geringen Erdaushub und schränken die Nutzbarkeit der Oberfläche nur noch unwesentlich ein.
Quelle: AA Abfluss-AS GmbH

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