Schön aber gefährlich – Die Herbstzeitlose
(Bilder: pixelio.de) Wegen ihres Aussehens und ihrer toxischen Wirkung wird die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) auch Giftkrokus genannt. Der schöne Herbstblüher sieht zwar aus wie ein Krokus, gehört aber nicht zur Pflanzgattung der Schwertliliengewächse (Iridaceae) sondern zu den Zeitlosgewächsen (Colchicaceae), daher auch ihr Name. Zwischen August und Oktober blüht die Herbstzeitlose. Da bereits kleine Mengen der Pflanze, die über den Mund aufgenommen wurden, ausreichen um Schluckbeschwerden, Übelkeit bis hin zu tödlichen Atemlähmungen hervorzurufen empfiehlt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Pflanze besser aus dem Privatgarten fern zu halten.
Auf Wiesen lassen sich die Spätblüher, die auch in der Medizin eingesetzt werden, immer häufiger antreffen. Ein zu hoher Anteil des Giftkrokus im Heu, das zur Fütterung verwendet wird, kann allerdings beispielsweise bei Pferden zu Erkrankungen führen. Die DBU möchte die Ausbreitung der Herbstzeitlose besser erforschen, um diese besser regulieren zu können. Die Zwiebelpflanze mit ihren rosa bis violett gefärbten Blüten wird 10 bis 25 Zentimeter hoch und hat länglich schmale Blätter, die eine gewisse Ähnlichkeit mit denen des Bärlauchs aufweisen. Deshalb sollte man vor allem beim Sammeln von wildem Bärlauch auf den typischen würzigen Duft sowie die ausgeprägte Mittelrippe der Bärlauchblätter achten. Die Blätter der Herbstzeitlosen sind außerdem stärker und drehen sich mehr um den Blütenansatz.