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Vom Aussterben bedroht: Der Apollofalter

Foto: Christine Schonschek

Foto: Christine Schonschek

Das Jahr 2010 ist das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt. Daher aber auch im Hinblick auf die Weltnaturschutzkonferenz im japanischen Nagoya (18. bis 29.10.2010) möchte der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) auf ein alarmierendes Artensterben aufmerksam machen. Das Motto der Artenschutz-Kampagne lautet ¢â‚¬Å¾Fast weg ¢â‚¬ ¦ ¢â‚¬Å“. Fast weg, ist der wunderschöne Apollofalter (Parnassius apollo). Diesem Insekt wurde im rheinland-pfälzischen Valwig an der Mosel ein extra Wanderweg gewidmet, den es sich während vor allem jetzt in der Flugzeit des bedrohten Falters lohnt zu erklimmen.

Zu schaffen macht dem Insekt vor allem die intensive Landwirtschaft, welche sich durch enge Fruchtfolgen sowie das Ausbringen von Pestiziden auszeichnet.

Mit einer Vorderflügellänge des Weibchens von bis zu 42 Millimeter ist der Apollofalter der größte einheimische Tagfalter. Körper und Flügel des Apollofalters sind vorwiegend weiß. Auf den Flügeln sind schwarze Flecken und schwarz umrandete rote Punkte bzw. Ringe zu sehen. Diese vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsart lebt auf mit Kalkfelsen durchsetzen Hängen (bspw. Weinanbaugebieten) und Magerwiesen. Dort können ihn Naturbeobachter mit viel Glück und Ausdauer nur zwischen Mitte Juni bis Anfang August entdecken. Eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit zumindest ein Bild dieses Schmetterlings zu sehen besteht allerdings durch tausende von Großplakaten, welche der NABU im gesamten Bundesgebiet im Rahmen der Artenschutz-Kampagne aufhängt.

Dieses Insekt wurde als einziger nichttropischer Schmetterling aufgenommen in das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES).

Im Internet stellt der NABU unter nabu.de/aktionenundprojekte/fastweg/ zahlreiche Hintergrundinformationen nicht nur zum Rückgang des Apollofalters, sondern auch des Laubfroschs sowie des Weißstorchs bereit.

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