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Hügelbeet - Informationen, Bauanleitung (Anlegen) |
Hügelbeet allgemeinesHügelbeete werden nach einem weiter unten beschriebenen Schema wie eine Miete aufgeschüttet und sind auch ideal geeignet bei einem neu anzulegenden Garten um den Boden für die Pflanzen aufzubereiten. Als Vorteile gelten dieselben wie beim Hochbeet aufgelistet. Als weiterer Vorteil kommt dazu, dass kein oder nur ganz wenig Einfassungsmaterial benötigt wird und ein Hügelbeet etwas �natürlicher� aussieht als das kastenförmige Hochbeet. Besonders für kleinere Gärten ist zu erwähnen, dass bedingt durch die Krümmung sich die Anbaufläche um 1/3 vergrößert. Durch die bei Verrottung des eingebauten organischen Materials entstehende Wärme verlängert sich die Vegetationszeit, da das Beet im Frühjahr
schneller abgetrocknet und erwärmt ist. Das Erdreich ist locker und es genügt mit einem Gruber die Oberfläche zu lockern. Eine Bedienung vom Rollstuhl aus, ist beim Hügelbeet nicht möglich. Ein weiter Nachteil beim Hügelbeet ist, die Gefahr des schnelleren Austrocknens insbesondere auf der Westseite. Hier muss der Feuchtegehalt des Erdreichs regelmäßig kontrolliert werden. Beim Giessen ist ein Abschwemmen des Erdreichs zu vermeiden. Deshalb darf bei der Beetanlage das Beetgefälle nicht zu steil ausgebildet werden. Beregnung ist besser als eine Gießkanne; besonders geeignet ist die Bewässerung über Tropf- oder Riesel-Schläuche (wird inzwischen auch für Hobbygärtner im Fachhandel angeboten), die ringförmig um das Beet gelegt werden können. Durch die Verrottung des Beetkernes senkt sich das Beet langsam und das Gefälle wird immer flacher. Nach 5-6 Jahren bleibt eine 30-50 cm hohe Humusschicht übrig. Man kann nun konventionell weiterarbeiten oder ein neues Hügelbeet anlegen. Durch Anlegen mehrerer Beete im Laufe der Jahre erhält man verschiedene Verrottungsstadien und damit auch unterschiedliche Bepflanzungsmöglichkeiten.
Hügelbeet (Bauanleitung) Zuerst wird die Grundfläche des zukünftigen Beetes vorzugsweise die Längsseite in Nord-/Südrichtung abgesteckt Auch hier sollte die Schmalseite120 cm nicht überschreiten. Als nächstes wird der meist vorhandene Rasen quadratisch ausgestochen und zur Seite gelegt, da er für die Beetanlage benötigt wird. In die entstandene rechteckige Vertiefung wird mittig Altholz und Baumschnitt dicker Äste geschichtet. Über diesen Kern legt man die ausgestochenen Rasenstücke mit der Grasseite nach unten und tritt diesen fest. Das Beet fängt an wie eine Miete auszusehen. Als dritte Schicht wird eine dicke Lage Häckselgut, Herbstlaub oder Grobkompost � im Herbst bietet sich auch Kuhmist an � auf die Rasenlage geschichtet und wiederum festgetreten. Diese Laub-/Grobkompostschicht wird nun mit einer dicken Schicht aus einer Feinkompost-/Humusmischung abgedeckt und mit einer Schaufel leicht trapezförmig festgeklopft, d.h. oben flach ausgebildet. Die Höhe der nun vorliegenden Miete hängt von der Dicke der einzelnen Schichten im Kern ab und kann zwischen 80-120 cm betragen. In die oben abgeflachte Lage wird eine sog. Gießrille gezogen und das neu entstandene Hügelbeet gut gewässert. Beim Aufbau der Schichten kann schon angefeuchtet werden.
von Werner Deutsch
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