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Aufbau der Kräuterschnecke

Kräuterschnecken oder Kräuterspiralen kennt man schon bereits seit dem Mittelalter. Angelegt wurden diese zum Beispiel in Burganlagen als Kräutergärten. Darüber hinaus existierten sie bereits schon zu Zeiten von Hildegard von Bingen, einer Benediktinerin, die um 1098 ...



geboren wurden und 1179 starb und seit 1136 Äbtissin war.

Die Kräuterschnecke wurde dabei anfangs als esoterischer Aberglaube belächelt. Aus heutiger Sicht hingegen muss man anerkennen, dass die richtige Anordnung von Kräutern dafür sorgt, dass manche Schädlinge durch sie vertreibende Pflanzen vom weiteren Befall abgehalten werden.

Bei der Kräuterschnecke handelt es sich dabei um ein dreidimensionales Beet. In der Kräuterschnecke werden dabei Gewürzkräuter angebaut. Die Kräuterschnecke ist dabei eine so genannte permakulturelle Gestaltungsform. Den Standortansprüchen der einzelnen Pflanzen werden auf kleinstem Raum Rechenschaft getragen. Die Spirale der Kräuterschnecke windet sich um einen Steinhaufen kontinuierlich ansteigt.

Die Kräuterschnecke wird mit einem Boden aufgefüllt, der mit Sand durchgemischt wurde. Ein derartiger Boden ist besonders durchlässig. An der Südseite der Kräuterschnecke befindet sich ein kleiner Teich. Der Teich schafft dabei in der ganzen Kräuterschnecke ein feuchtes Mikroklima. Der Teich reflektiert auch Licht und Wärme.

An der ...



Südwand der Kräuterschnecke werden die Wärme liebenden Kräuter angepflanzt. Neben dem Teich befindet sich zusätzlich noch eine Feuchtzone. Diese hat einen humusreichen und lehmigen Boden. Hier werden Minze oder aber Zitronenmelisse, aber auch Schnittlauch angepflanzt.

Im mittleren Teil der Kräuterschnecke befindet sich die Normalzone. Der Boden in diesem Bereich entspricht dabei dem typischen mitteleuropäischen Wachstumsklima. Hier angepflanzt werden Koriander, Estragon, Petersilie, sowie Kümmel und Oregano und Basilikum.

Im oberen Teil der Kräuterschnecke befindet sich schließlich die Trockenzone. Der Boden in der Trockenzone ist mager und durchlässig. Den inneren Aufbau der Kräuterschnecke schließlich bildet eine Drainage. Dort angepflanzt werden Thymian, Salbei und auch Lavendel, also Küchenkräuter aus dem Mittelmeerraum.

Der Übergang zwischen den Zonen der Kräuterschnecke, bzw. Kräuterspirale ist fließend. Durch eine Kräuterschnecke kann man in seinem eigenen Garen ein breites Spektrum an Pflanzen anbauen und damit in seiner Küche zum Kochen verwenden. Durch eine Kräuterschnecke werden die verschiedenen Klimazonen der Erde imitiert. Der Bau einer derartigen Kräuterschnecke ist aber in der Regel recht zeitaufwendig.



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