Mörtelwanne als Kräuterbeet bepflanzen

Mörtelwanne als Kräuterbeet bepflanzen

Gerade wer wenig Platz im Garten hat oder aber Kräuter auf dem Balkon anbauen möchte, für den ist ein ausreichend großes Gefäß dafür wichtig. Mörtelwannen gibt es in verschiedenen Größen und auch unterschiedlichen Formen.

kraeuterVon ihrer Form und Größe her sind Mörtelwannen ideal, um darin Kräuter anzubauen.

Material geeignet?

Am Material streiten sich aber die Gelehrten. Der Streitpunkt besteht hauptsächlich darin, ob Weichmacher enthalten sind, die ihre Schadstoffe später an die Kräuterpflanzen abgeben können. Am Ende werden sie mitgegessen und

das will sicher niemand. Außerdem umgibt die Wannen, besonders, wenn sie neu sind, ein unangenehmer Geruch. Man riecht das auch im Baumarkt, wenn man sich der Abteilung mit den Gefäßen nähert. Der Geruch bleibt meist lange erhalten. Das schreckt viele Hobbygärtner ab, dahinein etwas essbares zu pflanzen. Was so stinkt, muss schädlich sein? Muss es nicht, aber angenehm ist es nicht.

Mörtelwannen sind in den meisten Fällen aus Polyprophen oder Polyethylen. Üblicherweise sind darin keine Weichmacher enthalten. In PVC dagegen sind sie
meist drin. Man sollte also beim Kauf erfragen, welche Materialien enthalten sind. Weichmacher sollten wirklich nicht dabei sein. Sie sind erwiesener Maßen als gesundheitsschädlich anerkannt. Zwar verflüchtigen sich Weichmacher mit der Zeit, aber man weiß nie, wann das der Fall ist. Das Material wird spröder, verändert sich sonst aber nicht.

Wer sich unsicher ist und wem seine Gesundheit und die seiner Familie zu wichtig sind, um Experimente zu wagen, der sollte seine Kräuter lieber in einem anderen Kübel anbauen. Auch da gibt es eine große Auswahl.  Gut geeignete Terrakottakübel gibt es in vielen Größen und Formen. Sie sind halt schwerer und damit nicht so gut zu transportieren und so leicht umzustellen wie die deutlich leichteren Mörtelwannen. Diesen Nachteil nimmt man der Gesundheit zuliebe aber meist gern in Kauf.

Die unangenehm riechenden Materialien sind meist harmlos. Oft handelt es sich um den Füllstoff Ruß.terracotta2

Zu beachten!

Wenn man die Mörtelbehälter verwendet, muss man unbedingt daran denken, im Boden Abflusslöcher anzubringen. Die meisten Kräuter mögen kein feuchtes Pflanzsubstrat und schon gar keine Staunässe. Es müssen genügend Löcher in ausreichender Größe vorhanden sein. Auf den Boden des Mörtelbehälters gehört dann eine Drainageschicht. Dazu verwendet man Kies, Schotter, Tonscherben, Tonkügelchen aus Hydro-Kulturen oder ähnliches. Die Schicht sollte schon einige Zentimeter dick sein. Sie gewährleistet, dass überschüssiges Gieß- oder Regenwasser abfließen kann und die Erde im Gefäß nicht so lange nass ist.