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Alt 17.01.2006, 01:10   #1 (permalink)
 
Registriert seit: 16.01.2006
Beiträge: 2
Standard Polygonal



Hallo ,
ich muss zugeben ich bin noch ein ein ziemliches Gartengreenhorn.
Darum wende ich mich an euch. Wir möchten an unserem Neubau eine Terasse anlegen.Dafür haben wir uns Porphyr Polygonal Platten gekauft.Sie sind zwischen 3 und 5cm dick.Ich möchte gerne wissen ,verlegt man diese Platten am besten im Mörtelbett oder auf Split. Welches Fugenmateria verwendet man am besten (Sonneneinstrahlung ,Frost,usw).Wie legt man den Unterbau an.Tipps und Tricks wären mir sehr hilfreich. In den Handwerker Webseiten ist das immer sehr oberflächlich beschrieben.Ist es zum Beispiel hilfreich wenn man auf Mörtel verlegt hat und dann zwischen Sockel und Pflaster mit Split aufüllt.Quasi wie eine Dehnungsfuge.
Bin schon gespannt auf die Antworten.
Chris
Chris ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 18.01.2006, 21:13   #2 (permalink)
 
Registriert seit: 19.08.2005
Beiträge: 747
Standard

Hallo Chris

Zu deinen Fragen,wegen den Platten.

Wichtig ist,das der Untergrund richtig verdichtet wird.
Die Frage ist wie hoch wird die Terasseangelegt?,das heisst muss noch viel
an groben Material aufgeschüttet werden,grobes Material ist Resycling
aus zerkleinertem Bauschutt oder ähnlichem.
Ist der Boden aber auf einer höhe (Rasen) muss der abgetragen werden.
1 Meter tief.
Dann nimmt man einen Rüttler (Bodenverdichter)fährt drüber,so wird der
Bodenuntergrund verdichtet.
Auf diese verdichtete Fläche wird nun der Beschriebene Resycling in der
Stärke von zirka 50cm aufgebracht,wieder abgerüttelt mit der
Maschine.
Darauf kommt nun Splitt,der gerade mit einem bisschem Gefälle
abgezogen wird.
das bisschen Gefälle dient dazu das das Wasser ablaufen kann.
Dadrauf werden die Platten verlegt.
Wenn kein Dach über der Terasse ist,oder kommen soll,würde ich die
Platten mit feinem Splitt verfugen.
So können die besser arbeiten,bei Sonne und Frost.
Da an sonst Spannungsrisse entstehen können.
Vieleicht gibt es aber auch noch eine ander Möglichkeit.
Nimm doch eine Platte und frage mal in einem Baustoffhandel nach.
Wichtig ist auch vor der ganzen Arbeit Schnüre zu spannen um grade zu
arbeiten,wegen der Höhe.
Diese Rüttelmaschine bekommt Du auch geliehen.
Schaue mal im Internet unter Baumaschinenverleih (Google)

Mehr Infermationen bekommst Du auch in einem guten Garten und
Landschaftsbaubetrieb.

Viel Erfolg wünscht
Willi
willi50 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2006, 22:56   #3 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von bolban
 
Registriert seit: 20.12.2005
Ort: Nur ein Berg
Beiträge: 4.278
Standard

Hallo,
also 1Meter ist glaube ich etwas zu tief. Ich habe bei sowas mal mitgemacht, und da waren es ungefähr 40 cm Tiefe. Dann wurde mit Mineralbeton aufgefüllt (ca. 25cm) und abgerüttelt (Von außen nach innen rütteln). Das Loch war jetzt noch ungefähr 20 cm tief. Danach kam dann ein Geflecht aus Armierungseisen rein (auf kleine Erhöhungen gepackt natürlich, so das es später im Mörtel, und nicht darunter lag).
Jetzt wurde mit Trasszement aufgefüllt, und die Platten mit einem Gummihammer möglichst bündig mit dem besagten Gefälle verlegt. Platten unten naß machen, hält besser! Nach dem Abbinden, die Fugen mit Trasszement verfugen und mit einem Schwamm die Mörtelreste wegwaschen. So ungefähr lief das damals, aber frag' lieber nochmal beim Baumarkt nach.
VG
Bolban

Trasszement blüht bei Feuchtigkeit nicht aus.
__________________
"mungokernsprossen schmecken am besten, wenn man sie
kurz vor dem servieren durch ein saftiges steak ersetzt"
bolban ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2006, 21:57   #4 (permalink)
 
Registriert seit: 16.01.2006
Beiträge: 2
Standard

Hallo
Vielen Dank für eure Antworten.Das mit dem Baustahlgewebe war mir neu.Klingt aber logisch ,bei einem normalen Betonfundamenten macht man es ja genauso. Ich werde denke ich die Variante mit dem Trasszement nehmen .Wenn man im Sommer viel barfuß unterwegs ist ,dann ist es mit Zementfugen schon angenehmer (insbesondere für Kinder ) .Denke ich.
Vielen Dank nochmal
Chris
Chris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2006, 18:01   #5 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von bolban
 
Registriert seit: 20.12.2005
Ort: Nur ein Berg
Beiträge: 4.278
Standard

Schön, freut mich. Zur Armierung: Es muss nicht wie auf der Hausbaustelle geflochten werden, denn Du gießt ja keine Decke die 100 tanzende Punker aushalten muss. Wenn Du nicht grade mit einem 7.5-Tonner drauffährst, reicht ein schmaleres Geflecht durchaus. Die Gitter einfach mit Draht zusammen binden,fertig.
Schau aber echt nochmal in ein Fachbuch.
Ciao
Bolban
__________________
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kurz vor dem servieren durch ein saftiges steak ersetzt"
bolban ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2006, 13:44   #6 (permalink)
 
Registriert seit: 22.01.2005
Beiträge: 3.301
Standard

Hallo!

Also, ich habe meine Terasse (45qm) ebenfalls aus Porphyr poligonal gelegt.
Und zwar auf einen sogenannten Drain-Beton.
Das ist ein Gemisch aus Rundkies (4-6mm) und Trasszement.
Beides wird in einem Mischer trocken angemischt und dann vorsichtig angefeuchtet bis der Zement die Körner vollständig umschließt.
Die Masse ist dann entsprechend der gewünschten Bauhöhe auszubringen.
In der Folge klebt man die Porphyr-Platten auf, indem man sie von unten mit einer reinen Trasszementschlemme (cremig) einpinselt und dann mit dem Plattenhammer auf Höhe schlägt.
Es ist bei der Ausmittelung durch die Wasserwaage zu beachten, daß die Sichtseite der Platten Krümmungen und Buckel haben kann.
Daher jede Platte ausmitteln!
Zuletzt mit einer pastösen Sclemme aus Sand, Trass und Wasser die Fugen füllen.
UNBEDINGT: Platten sofort reinigen, da sich sonst bei abgebundener Fugenmasse die Platten nur durch Absäuern reinigen lassen!

Diese Bauweise (bei Fahrzeugbelastung sind die Dicken der Schichten undbedingt zu erhöhen und gegebenenfalls ein mehrfach abgerüttelter Mineralunterbau zu verwenden.

MfG!

M.M.
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