Beste Pflanzzeit für Tafeltrauben und Weinreben im Garten

WeinLeckere Weintrauben sind gesund und köstlich. Sobald sie auch noch aus dem eigenen Garten kommen, schmecken sie gleich doppelt so gut. Um Weinreben oder Tafeltrauben zu kultivieren, muss man nicht in einer der klassischen Weingegenden leben. Sie gedeihen in fast jedem Garten und liefern im Spätherbst die beliebten Früchte. Wann Sie Weinreben in Ihren Garten setzen sollten, erklären wir Ihnen hier ausführlich.

Wissenswertes

Weinreben zu kultivieren hat schon seit der Antike Tradition. Dabei gilt es zu unterscheiden zwischen Trauben,

die rein für den Verzehr gedacht sind, und solchen, die zu Wein gekeltert werden sollen. Die in den Weinbergen kultivierten Reben sind natürlich ebenfalls essbar, dort ist jedoch eine bestimmte Säure erwünscht, um aus den Trauben einen gut schmeckenden Wein zu keltern. Die Züchtungen von Tafeltrauben und Weinreben für den Garten sind häufig andere Sorten, die direkt auf den Geschmack und den Verzehr der Hobbygärtner zugeschnitten sind. Das heißt, es handelt sich um Trauben, die voll, prall und süß sind, sofern die Reben an einem geschützten sonnigen Platz kultiviert werden.

Wer Weinreben am Spalier oder einer Hauswand kultiviert, kann hier den Halbschatten nutzen, weil die Pflanzen von der warmen Hauswand zusätzliche Wärme erhalten und damit neben dem erwünschten Sichtschutz oder der Begrünung reichlich Früchte tragen können.
  • sollte die Ernte sehr reichlich ausfallen, lohnt es sich auch, aus den Trauben Saft zu pressen
  • Tafeltrauben können nicht zu Wein gekeltert werden
Tipp - Es gibt zahlreiche Firmen, die Obst annehmen und direkt pressen oder fertige Säfte im Tausch für die Anlieferung bieten. So erhalten Sie für wenig Geld wohlschmeckenden Traubensaft, der mehrere Monate haltbar ist.

Beste Pflanzzeit

Wein PflanzenFür Weinreben, wie auch für Tafeltrauben, ist die beste Pflanzzeit auf jeden Fall der späte Frühling. Dann besteht nur noch geringe Gefahr durch Nachtfröste, die die Jungpflanzen schädigen könnten, die Erde ist bereits angewärmt, und die sonnenhungrigen Pflanzen können sich ausbreiten und Wurzeln schlagen. Auch ist der Boden nicht mehr zu nass nach der Schneeschmelze. Zuviel Feuchtigkeit begünstigt Pilzerkrankungen.

Weinreben lassen sich auch hervorragend einsetzen, um eine Pergola oder eine Hauswand zu begrünen. Anfang April bis Mitte Mai lassen sich die jungen Reben an ihren vorgesehenen Standort pflanzen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Veredelungsstelle knapp 3 - 4 cm über dem Boden liegt. Achten Sie beim Kauf bereits darauf,
pilzresistente Sorten zu erwerben. Obwohl auch Weinreben mittlerweile als Containerpflanzen das ganze Jahr über erhältlich sind, sollte die Anpflanzzeit nicht später als im Mai liegen, damit noch im gleichen Jahr die ersten Blüten wachsen.

Tafeltrauben können auch in einem Pflanzkübel kultiviert werden, sie benötigen aber auf jeden Fall eine Rankhilfe, also einen Kletterdraht oder zwei hohe Pflanzstäbe, zwischen denen ein Draht gespannt wird.

Wein blüht nur an den einjährigen Trieben und bildet auch nur dort Früchte aus, deswegen ist der jährliche Rückschnitt wichtig.
  • Weinreben für ein Spalier können das ganze Jahr über gesetzt werden, solange es frostfrei ist
  • Reben für Tafeltrauben sollten besser nur im Frühjahr eingepflanzt werden
  • achten Sie auf ausreichende Belüftung, um Pilzerkrankungen zu vermeiden
Tipp

- Falls Sie Containerware im Herbst setzen wollen, muss das unbedingt vor dem ersten Frost geschehen. Obwohl Weinreben aller Art winter- und frosthart sind, benötigen die jungen Pflanzen etwas Zeit, um sich an ihrem neuen Standort zu verwurzeln.


Standort

Wein PflanzenMild, windgeschützt und sonnig, so haben es Tafeltrauben und Weinreben am liebsten. Bevor Sie also Ihre neuen Pflanzen einsetzen, gehen Sie in den Garten und beobachten, wie sich im Laufe des Tages die Sonne verhält. Je mehr Sonne Ihre Weinreben erhalten, umso besser und süßer werden später die Früchte. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen Weinstöcke gesetzt werden, kann es vorkommen, dass die Sonneneinstrahlung trügerisch ist, weil die Sonne noch sehr tief steht.
  • nutzen Sie bei der Spalierpflanzung die Wärmerückstrahlung der Wände
  • lockern Sie vor dem Einsetzen der Reben den Boden großzügig auf
  • vermeiden Sie Staunässe
Pflanzen

Es gilt als zweckmäßig, wenn die Weinreben vor der Pflanzung in den Garten bereits ein Jahr alt sind. Dann haben sie bereits genügend Kraft und Energie entwickelt, um an ihrem neuen Standort gut zu wachsen.

Containerpflanzen werden oft wurzelnackt angeboten. In diesem Fall sollten die Jungpflanzen vor dem Einsetzen in den Boden wenigstens 24 Stunden im Wasser stehen. Außerdem dürfen die Wurzeln selbst nicht beschnitten werden. Sie enthalten wertvolle Nährstoffe, die direkt nach dem Einsetzen abgerufen werden.

Gießen und Düngen

wein schneiden 82054145 300 flNach dem Einsetzen der Jungpflanzen sollten Sie großzügig angießen, später nur bei absoluter Trockenheit gießen, weil zu viel Wasser das Aroma beeinflussen kann. Außerdem besteht bei starkem Gießen die Gefahr von Pilzerkrankungen. Eine Düngung ist nur selten nötig, falls Sie darauf nicht verzichten wollen, empfiehlt sich im zeitigen Frühjahr eine geringe Gabe von Hornspänen oder Kompost.

Krankheiten und Schädlinge

Die speziell gezüchteten Reben für das Spalier oder für Tafeltrauben sind meist resistent gegen auftretende Krankheiten wie Mehltau und andere Pilzarten.

Fazit

Es ist gar nicht so schwer, Weinreben oder Tafeltrauben im eigenen Garten kultivieren. Die wohlschmeckenden Früchte können direkt von der Rebe gepflückt und gegessen werden. Als Sichtschutz oder Begrünung am Spalier entwickeln die Weinreben starkes Wachstum und liefern überdies wohlschmeckende Früchte. Pflanzen Sie Ihre Tafeltrauben im Frühling, so dass bereits im ersten Jahr eine Blüte entwickelt wird. Weinreben für Spalier und Hauswand können ganzjährig an frostfreien Tagen gesetzt werden. Die Kultivierung erfordert nicht viel Aufwand, wichtig ist jedoch ein sonniger, geschützter Standort. So können sich wohlschmeckende Trauben entwickeln, die über viele Jahre hinweg immer wieder eine reichliche Ernte liefern.