Insektenhotel - so wirds gemacht!

Insektenhotel ... was ist das? Wie baut man eins?
Insekten brauchen wir in der Natur. Sie sind hilfreich, wenn es darum geht, Pflanzen zu bestäuben, oder Schädlinge zu vernichten. Sie sind nützlich, doch auch sie brauchen einen Raum, wo sie sich wohl fühlen, damit sie auch in unserem Garten bleiben wollen. Hierfür kann der Mensch sorgen. Die Lösung heißt: Insektenhotel. Die Materialien, die man für den Bau eines Insektenhotels braucht, findet man in jedem Garten, oder in der Natur, praktisch vor unserer Haustür.

Schilf, Lehm,

Äste, Ziegelsteine, Holzbohlen, Blumentöpfe, Baumscheiben, Stroh, etwas Holzwolle. Mit diesen Materialien kann man für viele Insekten eine recht luxuriöse Unterkunft bauen. Ein paar Werkzeuge benötigt man zwar auch, aber auch die findet man in jedem Haushalt. Wildbienen, Hummeln, und andere Hautflügler nisten gerne in Höhlungen. Sie selbst sind jedoch nicht in der Lage, diese selbst zu bohren. Also hilft normalerweise die Natur etwas nach. Viele Käferarten bohren überall Löcher. In Bäume, in der Erde etc. Diese Löcher werden dann von den Hautflüglern zum Nisten genutzt. Im Insektenhotel hilft man mit einem Bohrer eben nach. In Ziegelsteinen, in Baumscheiben und Holzbohlen bohrt man in Abständen einige Löcher. Diese müssen nicht besonders tief sein, einige Zentimeter reichen bereits aus.
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Die Holzbohlen dienen als Stütze, die Baumscheiben als Fundament. Die Holzbohlen werden dann mit einigen Brettern miteinander verbunden, damit das Ganze dann wie ein Regal aussieht. Schilf eignet sich sehr gut als Dach, und zusätzlich als Nisthilfe für eine Menge Insekten. Durch die Überdachung ist das Insektenhotel zudem auch noch vor Regen und Schnee ausreichend geschützt. In die anderen Etagen kann man alles Mögliche hineinsetzen, die mit vielen Löchern von unterschiedlicher Größe versehen ist. Ziegelsteine, rote Klinkersteine, Äste, Blumentöpfe, die man mit Holzwolle und Stroh füllt, oder mit etwas Stroh gefüllte Lochziegel. Der Phantasie sind hierbei wirklich keine Grenzen gesetzt. Einzelne Elemente kann man sehr gut mit Lehm und/oder Holz verbinden, das erhöht die Stabilität und bietet zusätzlichen Lebensraum für viele Insektenarten.

Ein Insektenhotel sollte am besten sonnig, oder halbschattig stehen. Dieser Standort wird von den meisten Insekten bevorzugt. Sogar Balkone eignen sich gut als Standort für kleinere Nisthilfen. Wichtig ist auch, dass das Insektenhotel auch im Winter draußen bleibt. Schon bad finden sich die ersten Gäste ein und sorgen mit ihrem fröhlichen Summen und Brummen für ein angenehmes Konzert. Sie sind für Mensch und Tier unschädlich, dafür tragen sie sehr viel zum Gleichgewicht in der Natur bei. Dafür sollten wir ihnen dankbar sein und ihnen den Platz anbieten, den sie brauchen, um sich zu vermehren und uns bei der „Gartenarbeit“ weiterhin eine große Hilfe leisten zu können.

von Hajnalka Prohaska