Fische für den kleinen Teich - beliebte Teichfische

Im kleinen Teich muss vor allem für genügend Luftzufuhr gesorgt werdenManche Gärten geben den Platz für einen großen Teich einfach nicht her. Dennoch ist es möglich, sich den Traum von einem kleinen, natürlichen Biotop zu erfüllen. Ein Teich ist zweifelsohne ein dekorativer Blickfang in jedem Garten, doch welche Fische sind für einen kleinen Teich geeignet?

Der beste Platz für den Teich im Garten

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen kleinen Teich anzulegen, sollte sich den Platz dafür sorgfältig auswählen.

Keinesfalls sollte der Teich unter einem Baum platziert werden. Laub, Äste, Rinde oder Blütenstaub würden den Teich in kürzester Zeit verunreinigen. Bekommt der Teich den ganzen Tag volle Sonne, heizt er sich erstens sehr schnell auf und zweitens fördert Sonneneinwirkung die Entstehung von Algen. Ideal wäre es, wenn der Teich etwa 6 Sonnenstunden bekommt und den restlichen Tag im Schatten liegt. Bevor die ersten Fische in den Teich gesetzt werden, sollte über einen Zeitraum von mindestens zwei Tagen die Wasserqualität überprüft werden. Dazu werden beispielsweise der Sauerstoffgehalt und der pH-Wert mittels kleiner Messstäbe aus dem Fachhandel ermittelt. Erst wenn am dritten Tag mit dem Wasser immer noch alles in Ordnung ist, können die Bewohner einziehen.

Generelles über die Fischhaltung in kleinen Teichen

Fische im Teich fressen beispielsweise die Stechmückenlarven, ein immenser Vorteil, denn aus diesen Insekten entwickelt sich schnell eine Plage. Die schwimmenden Tiere vertilgen noch weitere Insekten und durch ihre Verdauung halten sie quasi ein kleines Biotop aufrecht.
  • Sollen es für den Teich kleine Fische sein, birgt das den Vorteil, dass auf Filter und Pumpe normalerweise verzichtet werden kann.
  • Zumindest kann das Zubehör deutlich kleiner ausfallen, als wenn der Teich keine Fische beherbergen würde.
  • Die ständigen Bewegungen der Tiere mischen das Wasser ordentlich durcheinander.
  • Dadurch entsteht erst gar keine Schmutzschicht auf der Wasseroberfläche.
Wie viele Fische sich in einem Teich tummeln sollten, hängt von seiner Größe ab. Die Tiere sollten genügend Platz zum Schwimmen haben und ihnen sollten Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Das Augenmerk sollte somit auf ausreichend Platz für die Tiere gelegt werden. Zudem sind Fische sehr gesellig und die Einzelhaltung ist keinesfalls eine Option. Wird das alles bedacht, kann es an die Auswahl der Fische gehen.

Kleine Teichbecken bieten nicht für alle Fischarten geeignete LebensbedingungenWelche Fische eignen sich für einen kleinen Teich - Kurzübersicht
  • Moderlieschen
  • Bitterlinge
  • Gründlinge
  • Elritze
  • Goldfisch
Die Fische im Porträt

Das Moderlieschen ist ein idealer Fisch für den kleinen Teich. Es handelt sich dabei um sehr schwimmfreudige Schwarmfische, die sich meist dicht unter der Wasseroberfläche aufhalten. Die Körpergröße der Tiere erreicht höchstens 9 cm. Moderlieschen sind geschickte Mückenfänger, sie fangen die Insekten auch aus der Luft. Es handelt sich um Tiere, die sich rege vermehren. Es stellt sich nach einiger Zeit dennoch ein Gleichgewicht ein, zumindest wenn sie nicht gefüttert werden.

Bitterlinge erreichen eine endgültige Körperlänge von etwa 10 cm. Somit
sind sie ebenfalls bestens für einen kleinen Teich geeignet. Im Gegensatz zum Moderlieschen leben Bitterlinge in der Nähe des Bodens. Wer möchte, dass sich die Tiere vermehren, muss eine Teichmuschel in den Teich platzieren.

Wird eine Teichmuschel genutzt, vermehren sich Bitterlinge extrem. Doch auch bei diesen Tieren gilt das Gleiche wie bei den Moderlieschen: Wird nicht zugefüttert, stellt sich ein natürliches Gleichgewicht ein.

Gründlinge sind wunderbare Teichfische, auch wenn man sie kaum zu Gesicht bekommt. Wie es der Name bereits verrät, halten sich Gründlinge am Bodengrund auf. Allerdings ist den Tieren sehr an sauberem Wasser gelegen. Gründlinge verbringen den Tag damit, den Grund nach Kleinstlebewesen abzusuchen. Bei dieser Suche verwerten sie das Futter, dass die Artgenossen verschmähten, gleich mit. Mit diesem Verhalten wird die Wasserqualität relativ hochgehalten. Finden Gründlinge genügend Pflanzbewuchs vor, dann vermehren sich die bis zu 10 Zentimeter kleinen Tiere recht gerne.

Bei der Elritze handelt es sich um einen etwa 10 bis 14 cm großen Schwarmfisch. Die Tiere tummeln sich sehr lebhaft im Wasser, was sie zu beliebten Teichfischen macht. Zudem halten sie sich noch vorzugsweise kurz unter der Wasseroberfläche auf. Elritzen fressen alles, also auch Algen und somit dienen sie der Wasserqualität. Allerdings benötigt die Elritze klares, sauberes Wasser mit viel Sauerstoff. Wenn im Winter durch entstehendes Eis der Sauerstoffgehalt sinkt, überleben das die wenigsten Elritzen.

Goldfische sind der Klassiker im kleinen TeichDer klassische Goldfisch eignet sich nur bedingt für einen kleinen Teich. Die hübschen Tiere werden gut und gerne bis zu 30 cm groß und der Teich sollte eine Schwimmlänge des 10-fachen der Körperlänge hergeben. Zudem sind sie sehr gesellig, also sollten mindestens 6 Tiere gepflegt werden. Goldfische grundeln gerne, die Folge davon ist trübes Wasser.

Sollten kleine Fische zusätzlich gefüttert werden?

Wer Fische füttert, sollte bedenken, dass diese sich stark vermehren können. Zudem fallen immer wieder Futterreste auf den Wassergrund und im Laufe der Zeit fördert dies nicht unbedingt die Qualität des Wassers. Wenn also zugefüttert wird, dann müssen ein paar Grundler, etwa Goldfische mit in den Teich. Denn dabei handelt es sich um Fische, die im Boden wühlen, um von dort ihr Futter zu beziehen. Ein kleiner Teich ist eine Augenweide, doch die damit verbundene Arbeit sollte nicht unterschätzt werden. Alle fünf bis sieben Jahre steht eine Generalreinigung auf dem Programm, und die Wasserqualität wird regelmäßig alle zwei Wochen getestet. Der Fachhandel hält spezielles Zubehör zum Testen bereit und wer sich diese Mühe macht, kann bei eventuellen Unstimmigkeiten schneller reagieren. Der Lohn ist ein schick anzusehender Teich und gesunde Fische, die sich darin tummeln.

Wissenswertes zu Fischen für den kleinen Teich

Viele Gartenbesitzer träumen von einem Gartenteich, können sich den Traum von dem großen lebendigen Teich jedoch nicht erfüllen. Für sie ist es wichtig zu wissen, welche Fische für einen kleinen Gartenteich geeignet sind und ob es überhaupt möglich ist, dort Fische zu halten. Wichtig ist dabei vor allem ein Fakt:
  • Die Fische müssen so gewählt werden, dass der Teich leben kann und das Verhältnis zwischen Fischen und anderen Teichlebewesen ausgewogen und erhalten bleibt.
  • Zu den erwähnten anderen Teichbewohnern zählen Insekten und auch die Amphibien.
  • Für Teichfische zählt die gleiche Faustregel wie für Aquarienfische auch - sie sollten paar- oder gruppenweise gehalten werden.
  • Fische sind sehr gesellig, weshalb die Einzelhaltung schon beinahe als Tierquälerei bezeichnet und verstanden werden kann.
Möchte man die Teichfische im kleinen Gartenteich überwintern lassen, ist es wichtig zu beachten, dass die tiefste Stelle mindestens 80, besser noch 100 cm tief sein sollte. Kann man dies jedoch nicht gewährleisten, sollten die Fische den Winter im Keller eines Hauses verbringen, da sie sonst erfrieren. Wer statt eines Teichbeckens lieber einen reinen Naturteich haben möchte, den er selbst anlegt, muss nicht zwangsläufig auf Fische verzichten. Für diese Teichbesitzer ist es sehr gut möglich, auf einheimische Fischgattungen zurückzugreifen. Sie setzen statt Goldfischen eher kleine einheimische Fische ein. In einem Naturteich kann man aufs Füttern verzichten. In einem kleinen Gartenteich werden die Fische sehr zutraulich. Das ist positiv. Negativ ist jedoch, dass in kleinen Gartenteichen die Algen schneller wachsen.