Schädlinge im Gartenteich

Schädlinge im Gartenteich

Es gibt reine Schädlinge im Gartenteich, aber auch Nützlinge können, wenn ihre Anzahl zu groß wird, zu Schädlingen werden. Entscheidend ist oft die Größe des Teiches.

Kleine Teiche sind empfindlicher als große. Wenn man nur eine Seerose im Wasser hat und die wird von Raupen oder Käferlarven an- oder aufgefressen, ist das ärgerlich. Hat man ein Dutzend Seerosen oder mehr, ist alles halb so schlimm. Nur wenn sie sich zu sehr vermehren, machen die Insekten Ärger.

Ein gut funktionierender Teich schafft es in der Regel

allein, das biologische Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.  In den ersten Jahren, nach dem Bau des Teiches kann es aber zu Schwierigkeiten kommen. Es dauert einige Jahre, bis sich dieses Gleichgewicht einstellt. Kleine Teiche sind wiederum gefährdeter.

Bei Schädlingsbefall ist schnelles Handeln wichtig. Wer Fische und andere Tiere im Teich hat, darf nur natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen. Raupen, Käferlarven und dergleichen können abgesammelt werden. Hilfreich ist es auch, die Pflanzen abzuspritzen. Die Insekten werden einfach weggespült und enden als Fischfutter.

Die meisten Insekten und Schädlinge lieben die Seerosen. Diese ist besonders gefährdet. Zu den Schädlingen gehören die Seerosenblattlaus, Zikaden, Köcherfliegen und Mottenlarven.

Die Seerosenblattlaus mag die weichen Teile der Seerose, die über dem Wasser liegen. Sie saugen den Saft aus den Pflanzen heraus und schwächen sie. Teichfische und Marienkäfer sind natürliche Feinde. Wir können sie im Winter bekämpfen. Dann siedelt die
href="http://www.hausgarten.net/gartenpflege/pflanzenschutz/blattlaus-bekaempfung.html">Blattlaus in nahe gelegene Laubbäume um. Dort legt sie ihre Eier ab. Die Bäume kann man im Winter spritzen. Damit ist der Lebenszyklus der Parasiten unterbrochen.

Zikaden saugen ebenfalls den Saft aus den Blättern. Diese werden braun. Allerdings gehen die Schädlinge nur an Blätter, die hoch stehen, also nicht auf dem Wasser liegen. Wenn man die Seerosen teilt, dass alle Blätter auf dem Wasser liegen oder ein zuviel der Blätter entfernt, beseitigt man damit die Zikaden.
Bei den Köcherfliegen sind die Larven am gefährlichsten. Sie schlüpfen aus hunderten Eiern, die in gallertartigen Röhren an den Blättern abgelegt wurden. Sie sind super gefräßig und fressen alles kahl. Goldfische und Teichkarpfen lieben Köcherfliegen.  Ansonsten sind sie meist nur durch chemische Mittel zu beseitigen.

Auch bei den Motten sind es die gefräßigen Larven, welche die meisten Schäden verursachen. Man kann sie absammeln. Abgefallene Blätter sind unbedingt von der Teichoberfläche zu entfernen, da die Puppen einiger Motten darin überwintern. Ein Teichnetz bietet da Hilfe.

Rückenschwimmer nennt sich eine Wasserkäferart, die nicht wirklich beliebt bei Teichbesitzern ist. Zwar ist der Käfer nur klein, aber er besitzt giftige Mundwerkzeuge, mit denen er sogar kleine Fische töten kann. Da die Käfer viel zwischen verschiedenen Teichen umherfliegen, sind sie nicht leicht zu bekämpfen. Wenn reihenweise kleine Fische sterben, sollte man ein kleinmaschiges Netz über dem Teich anbringen.

Auch der Wasserskorpion ist kein angenehmer Geselle. Auch er kann kleine Fische töten. Zu erkennen ist der Wasserskorpion an der Atemöffnung, einer schnorchelähnlichen Öffnung des stachelartigen Rückgrates. Wenn man diese Atemöffnung an der Wasseroberfläche sieht, kann man den Parasiten raus sammeln. Ansonsten hilft nur absolute Sauberkeit im Teich.

Chemische Schädlingsbekämpfungsmittel wirken nicht nur auf die Schädlinge. Auch Nützlinge und besonders die Wasserbewohner

gehen dann zu Grunde. Am besten hilft immer noch das Einsammeln der Schädlinge und der Blätter. Man muss nicht alle Parasiten entfernen, nur die, die das natürliche Gleichgewicht stören.

Im übrigen sind auch Reiher schädlich für den Gartenteich. Sie plündern die Zierfischbestände und können mit ihren spitzen Schnäbeln die Teichfolien zerstoßen. Haben sie einmal herausgefunden, wie leicht es ist, die Zierfische zu jagen, kommen sie immer wieder. Meist hilft nur, ein stabiles Plastikgitter über dem Teich anzubringen.