Shubunkin im Teich - Haltung, Vermehren und Überwintern

Der Shubunkin ist eine spezielle Zuchtform des GoldfischsShubunkin sind überaus pflegeleichte Fische, die zur Gattung der Goldfische gehören und demzufolge bedenkenlos in einem Wasserbecken im Garten oder in einem ausreichend großen Aquarium im Haus gehalten werden können.

Im Gegensatz zu vielen anderen Goldfischarten bieten sich Shubunkin aber ebenso für die Haltung im Freien an, zumal sie sogar eisige Winter problemlos überstehen können, sofern der Gartenteich dafür ausgelegt ist.

Der perfekte Shubunkin-Teich

Da Shubunkin wie letztendlich alle Goldfische einen sehr

ausgeprägten Bewegungsdrang haben, sollte der Gartenteich entsprechend zum Umfang der Fischpopulation recht groß ausfallen. Gemeinhin gilt, dass jedem Fisch etwa ein Kubikmeter Wasser zur Verfügung stehen sollte. Allerdings empfiehlt es sich beim Ausheben des Gartenteichs aus gleich mehreren Gründen, eher in die Tiefe, als in die Breite und die Länge zu gehen. Einer dieser Gründe ist, dass die Wassertemperatur in tiefen Gartenteichen konstanter als in flachen Teichen ist, was Shubunkin sehr entgegenkommt. Neben der konstanten Wassertemperatur spricht für tiefe Teiche mit relativ kleiner Wasseroberfläche, dass die Wassertemperatur darin nicht so sehr ansteigt, da sie der Sonne kaum Angriffsfläche bieten und die wärmenden Sonnenstrahlen zudem nicht allzu tief in das Wasser vordringen können.

Zwar können Shubunkin Wassertemperaturen um die 30 °C zumindest für einen kürzeren Zeitraum problemlos überstehen. Allerdings fühlen sich bei Temperaturen um die 20 °C und darunter deutlich wohler. Daher sollte der Gartenteich auch nach Möglichkeit im Schatten oder zumindest im Halbschatten angelegt werden. Zudem können Wasserpflanzen, wie zum Beispiel großblättrige Seerosen zusätzlichen Schatten spenden. Wobei Wasserpflanzen Shubunkin auch als Versteck und vor allem natürliche Nahrungsquelle dienen können. Wobei im Zusammenhang mit Wassertemperaturen noch anzumerken ist, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser mit steigenden Temperaturen abnimmt, weshalb es umso wichtiger ist, einer drastischen Wärmeentwicklung entgegenzuwirken. Um aber selbst in ungewöhnlich heizen Sommern eine optimale Luftversorgung zu gewährleisten, sollten zumindest kleine Gartenteiche sowie dicht besiedelte Teiche mit einer sogenannten Umwälzpumpe, die das Wasser mit frischem Sauerstoff anreichert, ausgestattet werden.

Abgesehen von einer Umwälzpumpe kann auch zum Einsatz eines Filtersystems, dass den Teich von Verunreinigungen befreit, geraten werden. Das gilt vor allem für Teiche mit sehr hoher Shubunkin-Population, die ohne regelmäßige Wasseraufbereitung schnell kippen können. Größere Verunreinigungen, wie zum Beispiel abgestorbene Pflanzenteile oder das Laub von Bäumen und Sträuchern, sollten allerdings von Hand entfernt werden, da das Filtersystem dadurch entlastet wird und nicht so leicht verstopfen kann. Zudem verhindert man so, dass die Pflanzenteile und Blätter zu Boden sinken, was wichtig ist, da es durch das Verrotten organischen Materials zum Ausstoß von Fäulnisgasen kommt.

Müssen Shubunkin gefüttert werden?

In der Regel ist ein sachgemäß angelegter Gartenteich ein in sich geschlossenes Ökosystem, das Shubunkin in Form von Wasserpflanzen, Pflanzenresten sowie Kleintieren, wie zum Beispiel Insekten, ausreichend Nahrung bietet. Je nach Größe des Teichs oder des Fischbestand sollten die Shubunkin im Zweifelsfall aber dennoch gefüttert werden. Allerdings gilt dabei, dass weniger mehr ist, zumal Futter, das nicht gefressen wird, den Teich unnötig verunreinigen würde. Zudem sollte das Füttern bei fallenden Temperaturen gänzlich eingestellt werden, da Fische Nahrung in kaltem Wasser nur noch schwer verdauen können. Außerdem fallen Shubunkin ab einer bestimmten Temperatur in die sogenannte Winterstarre, weshalb sie ohnehin kaum noch Nahrung benötigen.

Zur Überwinterung des Shubunkin wie auch anderer Fische sollte der Teich tief genug sein
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bringt man Shubunkin sicher durch den Winter


Damit Shubunkin den Winter im Freien problemlos überdauern können, sollte der Teich zumindest partiell mindestens 1,5 Meter tief sein. Sonst könnte die Wassertemperatur am Grund des Teiches unter 4°C fallen, was nicht nur für die Shubunkin zu kalt wäre, sondern zudem die Gefahr des Durchfrierens bis zum Boden erhöhen würde. Sofern sich bloß an der Teichoberfläche eine Eisschicht bildet, ist das für die Tiere in der Regel nicht gefährlich. Es sei denn, dass sehr viele Shubunkin in dem Teich leben oder sich am Boden zu viel organischer Abfall angesammelt hat. Dann sollte zumindest ein Teil der Wasseroberfläche unbedingt eisfrei bleiben, damit die bereits erwähnten Fäulnisgase entweichen können und der Sauerstoffgehalt im Wasser nicht zu stark abfällt.

Es gibt Teichbesitzer, die ein durchgehendes Vereisen der Wasseroberfläche durch den Einsatz der Umwälzpumpe verhindern wollen. Davon ist aber klar abzuraten, da das Risiko besteht, dass die Pumpe das kalte Wasser von der Oberfläche zum Teichgrund herabtransportiert, wodurch die Wassertemperatur am Boden auf ein für die Shubunkin bedrohliches Niveau herabsinken könnte. Ungeachtet dessen würde die Gefahr des Durcheisens unnötig angehoben. Daher ist es besser, in besonders kalten Wintern eine schützende Plane über den Teich zu spannen.
Sollte sich trotz der Plane eine durchgehende Eisfläche gebildet haben, darf diese unter keinen Umständen zerschlagen werden, da der dadurch verursachte Lärm und die davon ausgehenden Erschütterungen den Shubunkin zu sehr zusetzen könnte. Stattdessen sollte man lieber ein Loch in die Eisfläche schmelzen, in dem man heißes Wasser darauf gießt.

Um sicherzustellen, dass das Wasser mit ausreichend Sauerstoff angereichert wird und möglichst viele Faulgase entweichen, können zudem noch sogenannte Durchlüftersteine verwendet werden. Außerdem könnte mithilfe eines Teichschwimmers, der das Wasser an der Oberfläche leicht verwirbelt, versucht werden, einen Teil der Wasseroberfläche eisfrei zu halten. Allerdings muss vorab geprüft werden, dass durch die Verwirbelungen an der Wasseroberfläche kein kaltes Wasser zum Boden hin abgeleitet wird, da sonst auch hier das besagte Risiko eines drastischen Temperaturabfalls und die damit einhergehende Gefahr eines Durchfrierens bestünde.

Wissenswertes zum Shubunkin in Kürze

Shubunkin sind überaus pflegeleichte Fische, die völlig bedenkenlos das ganze Jahr hindurch in einem Gartenteich gehalten werden können. Allerdings darf der Teich, in dem sie gehalten werden, nicht zu flach sein, da sich das Wasser sonst im Sommer zu sehr erwärmen und im Winter zu sehr abkühlen würde, was beides für die Shubunkin bedrohlich wäre.

Sicherlich möchte ein Gartenteichbesitzer seinen Teich auch im Wasser mit Leben füllen. Dabei kann man verschiedene Fische einsetzen und ihnen dann beim lautlosen Schwimmen zusehen. Einer dieser Fische, die für den Gartenteich durchaus geeignet sind, ist der Shubunkin.

Merkmale des Shubunkin-Goldfischs
  • Der Shubunkin ist eine Goldfisch-Zuchtform, die nicht sehr bekannt ist. Was ihn auszeichnet, sind seine individuellen Muster und die vielen Farbmischungen. Die Farben reichen beim Shubunkin von rot, blau, lila und weiß bis hin zu schwarz und gelb. Er ist ein Highlight in jedem Gartenteich. Außerdem ist er in der Zoohandlung als preiswerter Jungfisch zu bekommen.
  • Der Shubunkin wird im Aquarium als Jungtier gehalten und dann in den Gartenteich gesetzt. Dabei stellt er kaum Anforderungen an die Beschaffenheit des Wassers. Die Überwinterung kann problemlos im Teich erfolgen, so lange dieser tief genug ist und man Sorge dafür trägt, dass er nicht durchfriert. Hierfür gibt spezielle Styroporplatten, die man auf das Wasser legt. Kann man den harten eisigen Winter nicht verhindern, sollte man die Fische solange im Aquarium halten bei Zimmertemperatur.
  • Sein Körper ist lang gestreckt und er besitzt eine einfache längere Schwanzflosse. Übrigens, wenn Sie Ihren Teich mit Shubunkin besetzen, dann haben Sie unter deren Nachkommen mit Sicherheit auch den normalen Goldfisch, brauchen diesen also nicht gesondert kaufen.
  • Gefüttert werden die Fische mit normalem Teichfutter. Hierbei gibt es Flockenfutter, Granulatfutter oder auch speziell auf die Fischart zugeschnittene Futtermischungen, die alles enthalten, was die Fische brauchen. Fragen Sie am besten in Ihrer Tierhandlung nach oder informieren Sie sich im Internet.
  • Auch Wasserlinsen, Algen und Wasserflöhe stehen auf dem Speiseplan von Teichfischen.
  • Auch ein Preisvergleich sowohl bei den Fischen selbst, als auch beim Futter kann lohnen, denn manchmal sind die Unterschiede sehr groß. Oft lohnt es sich auch, bei einem Anbieter gleich eine größere Menge an Teichfutter zu bestellen, dabei kann man Geld sparen.