Mückenplage - Stechmückenplage am Gartenteich - was tun?

Stechmückenplage am Gartenteich - was tun?

Stechmücken können einem den Aufenthalt im Freien, im geliebten eigenen Garten ziemlich vermiesen. Wer lässt sich schon gerne stechen?

teich4_flEs ist nicht angenehm, wenn die Plagegeister in Heerscharen über den Garten und deren Bewohner herfallen.

Gerade die letzten Winter, mit der lang anhaltenden Kälte und dem vielen Schnee haben viele Gartenteichbesitzer glauben lassen, dass die Mückenpopulation geringer wäre. Das war aber nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Kälte macht den Stechmücken nichts aus, schadet aber

deren natürlichen Feinden, Pilzen und Bakterien. Nach einem langen kalten Winter gibt es daher meist mehr Stechmücken als sonst.

Nach der Kälte sind Rasenflächen und Waldböden vollgesogen, es gibt jede Menge Pfützen und Tümpel, ideale Brutplätze für Stechmücken. Sobald wärme Temperaturen herrschen, fallen die Plagegeister über uns Menschen her. Auch wenn nur die Weibchen Blut saugen, sind das immer noch genug, um uns den Gartenaufenthalt zu vermiesen. Es gibt 46 Arten der Stechmücke. Etwa die Hälfte ist auf Menschenblut spezialisiert.

Vorbeugen

Zur Vorbeugung muss man stehendes Wasser auf dem Grundstück vermeiden. Ideal ist, wenn sich auch in umliegenden Gärten kein stehendes Gewässer befindet. Pfützen, Regentonnen,
Gießkannen, Gartenteiche gehören da ebenso dazu, wie auch Vogeltränken, die oft vergessen werden. Eine Mückengeneration benötigt nur 14 Tage von der Eiablage bis zum Ausschwärmen. Bei Vogeltränken bringen oft die Vögel Eier der Mücken mit, quasi von einer Tränke zur nächsten. Die Brut kann schon 13 Tage alt sein und schlüpft gleich.

Schutz

Schutz bieten eine Reihe von Ölen und Hausmitteln. Viele Menschen schwören darauf. Sie helfen aber nicht jedem.

Was tun mit dem Teich?

Wenn bei einem Teich das ökologische Gleichgewicht stimmt, sollte es genügend natürliche Feinde für die Mückenlarven im Wasser geben. Ein naturnaher Gartenteich ist die beste Prophylaxe gegen Stechmücken. Wasserläufer, Rückenschwimmer, Libellen- und Florfliegenlarven lieben die Mückenlarven. In fischlosen Teichen lebende Wasserkäfer und Wasserwanzen fangen die Mückenweibchen, bevor sie ihre Eier ablegen können. Frösche, Igel, Kröten, Fische und Vögel sind ebenfalls natürliche Feinde. Gestaltet man ihren Lebensraum angenehm, werden sich sicher einige ansiedeln und bei der Mückenbekämpfung helfen.muecken2_fl

Ansonsten  muss man dafür sorgen, dass das Wasser in Bewegung ist. Die Wasseroberfläche darf nicht glatt sein. Abhilfe schaffen Sprudelsteine, Fontänen, ein Wasserfall oder ähnliches. Allerdings sollte die Bewegung für den gesamten Teich reichen, nicht dass an den Rändern das Wasser still ist. Dann kann man natürliche Feinde der Stechmücken einsetzen. Mückenlarven sind eine Delikatesse für viele Fische.

Wenn es gar nicht anders geht, kann man Bekämpfungsmittel einsetzen. Am besten verwendet man natürliche Mittel, die mit einem natürlichen Feind der Mücke, einem Bakterium, die Mückenlarve bekämpft, ohne andere Organismen zu schädigen.