Froschbiss - Pflege der Schwimmpflanze

Froschbiss - Pflege der Schwimmpflanze Froschbiss gehört zu den unkomplizierten und pflegeleichten Schwimmpflanzen für das Aquarium oder den Gartenteich. Heimische Arten können auch im Teich im Freien gehalten werden, während für die Pflege im Aquarium Arten aus Südamerika verwendet werden. Die Pflanze wird zu dekorativen Zwecken aber auch zur Verbesserung der Wasserqualität eingesetzt.

Pflegeleichte Schwimmpflanzen für das Aquarium

Der lateinische Name von südamerikanischem Froschbiss lautet Limnobium laevigatum. Er ist auch unter der Bezeichnung Amazonas-Froschbiss im Handel erhältlich. Nordamerikanischer Froschbiss, Limnobium spongia, wird seltener für Aquarien verwendet. Froschbiss, der in Europa beheimatet

ist, wird unter dem botanischen Namen Hydrocharis morsus-ranae nur für Gartenteiche angeboten, da er wegen der zumeist zu hohen Temperaturen im Aquarium nicht gedeiht.

Für Aquarianer ist vor allem der südamerikanische Froschbiss interessant, der auch tropische Wassertemperaturen erträgt. Bei der Pflanze handelt es sich um eine Schwimmpflanze mit kleinen runden Blättern, die lange Ausläufer bildet. Neben den Trieben wachsen auch Wurzeln an der Pflanze, die aber nicht in den Aquarienboden gepflanzt werden. Froschbiss muss an der Oberfläche schwimmen. Gelegentlich wachsen seine Wurzeln bis auf den Boden und verankern sich dort selbst. Die jungen Pflanzen werden einfach auf das Wasser gelegt und versorgen sich dann selbst.
  • einheimische Froschbiss-Arten für den Gartenteich
  • südamerikanische Froschbiss-Arten für das Aquarium
  • immergrüne Schwimmpflanze
  • dekorative Bepflanzung für das Aquarium
Gute Haltungsbedingungen für den Froschbiss

Der Froschbiss für die Aquarienhaltung benötigt sehr viel Licht. Mit einer entsprechenden Beleuchtung im Aquariendeckel kann der Lichtbedarf gedeckt werden. Das Wasser sollte nährstoffhaltig sein, damit die Pflanze große Blätter bekommt. Wenn die Luftfeuchtigkeit hoch genug ist, können die runden Blätter beachtliche Größen erreichen und so die Wasseroberfläche beschatten. Für manche Fischarten ist diese Beschattung ein guter Schutz, bei anderen Arten muss darauf geachtet werden, dass das Aquarium nicht zu dunkel wird. Bei ruhigem Wasser gedeiht der Froschbiss besser als direkt neben einer Pumpe oder starker Wasserbewegung. Die Temperaturen können ruhig höher gehalten werden, da die südamerikanische Pflanze damit gut zurechtkommt.

Die Ausbreitung des Froschbisses geschieht über die langen Ausläufer, die sich über die Wasserfläche bilden. An den Enden entwickeln sich häufig neue Pflanzen, die für weitere Aquarien oder den Tausch mit anderen Aquarianern genutzt werden können. Im Aquarium wächst die Pflanze das ganze Jahr über, eine Winterpause legt sie nicht ein. Selten entwickelt sie bei der Pflege Blüten.

Wenig Pflege erforderlich

Froschbiss ist eine echte Anfängerpflanze, die sehr leicht zu pflegen ist. Außer dem regelmäßigen Auslichten und dem Kürzen der Wurzeln sind weitere Arbeiten nicht erforderlich. Die Wurzeln sollten allerdings auf maximal fünf Zentimeter gekürzt werden, da sie ein ideales Versteck für Jungfische darstellen. Bei der Pflege von Froschbiss sollte lediglich auf gute Beleuchtung geachtet werden. Breitet sich die Pflanze zu stark aus, muss sie unbedingt gestutzt werden, damit sie andere Aquarienpflanzen nicht verdrängt. Um die Vermehrung muss sich der Aquarianer in der Regel nicht weiter kümmern, da die Pflanze bei guten Bedingungen eher dazu neigt, sich zu stark auszubreiten.

Ist eine Vermehrung gewünscht, werden die Triebe, an denen sich neue Pflänzchen mit Wurzeln gebildet haben, einfach abgetrennt. Das lässt sich ganz einfach mit den Händen erledigen, da die Ranken sich ganz leicht lösen lassen. Wenn der Froschbiss nicht richtig gedeiht, kann die Gabe von CO2 das Wachstum beschleunigen. Das Düngen mit Eisen in flüssiger Form

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kann ebenfalls die Blattbildung fördern, allerdings muss darauf geachtet werden, dass die anderen Aquarienbewohner dadurch nicht beeinträchtigt werden.
  • gute Wasserqualität
  • kalkhaltiges Wasser vermeiden
  • für gute Beleuchtung sorgen
  • gelegentliche Düngergaben
  • regelmäßig auslichten
Froschbiss im Gartenteich

Bei der Pflege des Froschbisses im Gartenteich gelten die gleichen Haltungs- und Pflegemaßnahmen. Südamerikanischer Froschbiss ist für den Teich nicht geeignet, da er keine Wintertemperaturen übersteht. Der europäische Froschbiss dagegen ist winterhart und bildet bei tiefen Temperaturen Winterknospen aus. Er sinkt auf den Teichboden und überwintert dort bis zum nächsten Frühjahr. Ebenso wie bei den Aquarienpflanzen ist regelmäßiges Auslichten mit dem Kescher dringend notwendig, da sich der Froschbiss sonst zu stark ausbreiten kann und das Wasser zu sehr beschattet. Auch werden andere Teichpflanzen verdrängt, wenn sich die Pflanze sich über die ganze Wasseroberfläche ausdehnen kann. Im Teich bildet der Froschbiss weiße Blüten aus, die sehr dekorativ wirken. Das Wasser sollte wie allen Schwimmpflanzen sauber und möglichst weich sein. Kalkhaltiges Wasser verträgt der heimische Froschbiss nicht.

Probleme bei der Pflege des Froschbisses

Froschbiss stellt keine großen Ansprüche und ist deshalb sehr leicht zu pflegen. Schädlinge hat die Pflanze nicht. Auf die Wasserqualität muss sowohl im Aquarium als auch im Teich geachtet werden. Das regelmäßige Auslichten ist die wichtigste Pflegemaßnahme, damit der Teich oder das Aquarium nicht zu sehr zu wuchern. Im Gartenteich bereitet Froschbiss so gut wie keine Probleme, wenn Wasserqualität und Lichtverhältnisse optimal sind. Bei Aquarienpflanzen, die eher kümmerlich gedeihen, sollte die Beleuchtung verbessert und etwas Dünger gegeben werden. Das größte Problem bei der Haltung in Teich oder Aquarium dürfte die manchmal unkontrollierte Ausbreitung des Froschbisses sein.

Fazit: Ideale Wasserpflanze für Anfänger
  • Froschbiss ist eine der Schwimmpflanzen für Teich und Aquarium, die unter nahezu allen Bedingungen gedeiht.
  • Der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen. Für Anfänger ist Froschbiss ideal geeignet.
  • Mit den dekorativen Pflanzen lassen sich gerade im Aquarium sehr schöne Effekte mit Licht und Schatten erzielen, die auch den Aquarienbewohnern zugutekommen.
  • Der Froschbiss ist dafür bekannt, dass eine Blätter wie kleine Seerosenblätter aussehen oder auch an die Schnauzenform eines Frosches erinnern.
  • In der Regel wächst die Pflanze in stehenden Gewässern.
  • Die Blätter schwimmen an der Wasseroberfläche und hängen in großen Verbänden als Schwimmblatt-Teppiche zusammen.
  • Die Blätterverbände treiben nur während der Vegetationszeit an der Wasseroberfläche. Im Herbst bilden sich Winterknospen (Turionen).
  • Diese lösen sich ab und sinken auf den Grund des Gewässers. Die übrigen Sprossenteile sterben ab.
  • Die Turionen überwintern im Grundschlamm. Im April/Mai entwickeln sich daraus neue Pflanzen. Diese steigen wieder zur Wasseroberfläche auf.
  • Da ihre Wurzeln meist nicht bis zum Grund reichen, nimmt der Froschbiss seine Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf.
  • Die Blüten, welche von Mai bis August erscheinen, bestehen aus drei weißen Kronblättern und einem Hochblatt. Die Basis ist gelb.
  • Die Blüten erheben sich 15 bis 30 cm über die Wasseroberfläche. Die Blätter sind olivgrün, stark glänzend und herzförmig eingeschnitten.
  • Zur Vermehrung kann man die äußeren Blattrosetten abtrennen und in einem neu zu besiedelnden Gewässer aussetzen.
  • Jungpflanzen werden ab Ende Mai einfach an der Wasseroberfläche ausgesetzt.

Der Froschbiss ist eine beliebte Zierpflanze für den Gartenteich. Er harmonisiert besonders gut mit Krebsschere, Schwimmfarn und Wasserlinse. Auch in Aquarien ist die Pflanze in einer Miniaturausgabe sehr beliebt. Über ihre Wurzeln filtert sie schädliche Stoffe aus dem Wasser. Die Wurzeln bieten auch gute Versteckmöglichkeiten für Fischnachwuchs und kleine Fische.

 

Froschbiss steht regional auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Er wächst am besten in windgeschützten, vollsonnigen bis schattigen Lagen. Das Wasser sollte warm, nährstoffreich, nicht übermäßig belastet und kalkarm sein. Die Pflanze bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer über schlammigem Grund. Die Wassertiefe ist nicht entscheidend. Ab und zu sollte die zu starker Ausbreitung neigende Pflanze ausgelichtet werden, da sie den Unterwasserpflanzen sonst das Licht nehmen kann.