Muschelblume (Wassersalat) - Pflanzen und Pflege

Muschelblume (Wassersalat) - Pflanzen und Pflege Die Muschelblume (lateinisch Pistia stratiotes) ist eine der beliebtesten und bekanntesten Schwimmpflanzen. Man bezeichnet sie ebenfalls als Wassersalat oder Grüne Wasserrose. Man findet sie sowohl als Sommerpflanze in Gartenteichen oder auch als ständiger Schmuck in offenen Aquarien. Heimisch ist die Grüne Wasserrose in tropischen und subtropischen Gebieten auf der ganzen Welt.

Woran erkenne ich eine Muschelblume?

Das Aussehen der Muschelblume erinnert an frischen grünen Salat, daher auch der bekannte Name Wassersalat. An folgenden Merkmalen ist er besonders gut zu identifizieren:
  • Blattrosetten, welche auf der Oberfläche des

    Wassers schwimmen
  •  blass- bis hellgrüne Färbung
  • stark variierender Durchmesser der Rosette (von ca. 2 bis zu 30 Zentimetern)
  • filzähnliche Behaarung
  • Blätter in Form eines Spatels
  • Flüssigkeit perlt von den fleischigen Blättern ab
  • im Innersten der Rosette möglicherweise muschelförmige weiße behaarte Blüten
  • sehr lange und verzweigte Wurzelbildung (bis zu 40 Zentimeter lang)
Wo kann der Wassersalat angepflanzt werden?

Der Wassersalat wird hierzulande meist in Aquarien angepflanzt. Natürlich kann dies nur in Aquarien mit Süßwasser geschehen. Zumeist wird sie dort in kleinen Gruppierungen angepflanzt. Es sollte sich um ein Aquarium ohne Deckel handeln, da sich hier oft Tropfwasser bildet, welches der Pflanze nicht bekommt. Es treten dann häufig lokale Fäulnisstellen an den Blättern der Muschelblume auf. Zudem verträgt sie große Hitze nicht. Sowieso lohnt sich ein offenes Modell wegen der Schönheit der Pflanze. Sie bevorzugt eine Wassertemperatur von 22 Grad Celsius bis 30 Grad Celsius. Der pH-Wert des Wassers sollte die Grenzen von 5,5 bis 8,0 nicht über- oder unterschreiten. Die Wasserhärte darf stark variieren innerhalb von 2- 12 Karbonat Härtegrad. Das Aquarium sollte auch unbedingt hoch genug sein. Ansonsten
können sich die Wurzeln am Boden festsetzen, was der Pflanze nicht gut bekommt. Der Wassersalat braucht eine hohe bis sehr hohe Lichteinstrahlung. Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass die Pflanze keiner großen Strömung ausgesetzt wird. Sie verträgt fast gar keine, ansonsten kann es dazu kommen, dass sie schimmelt und sich langsam zersetzt.

Weiterhin kann die Muschelblume als Sommerpflanze im Gartenteich angesiedelt werden, wo sie garantiert ein schöner Blickfang sein wird.

Wie pflanze ich die Grüne Wasserrose ein?


Die Grüne Wasserrose ist sehr einfach anzupflanzen. Sie wird nur auf die Oberfläche des Wassers gelegt, wo sie schwimmen bliebt.
Was muss ich bei einer Anpflanzung im Aquarium zusätzlich beachten?

Selbst wenn das Aquarium offen ist, wird der Pflanze schnell zu heiß. Es empfiehlt sich deshalb, den Raum, in dem sich das Aquarium befindet, gründlich und häufig gut zu durchlüften. Auf einen Kaminofen oder hochgedrehte Heizungen sollte verzichtet werden. Der Strömung des Filters sollte nur leicht eingestellt sein. Die Temperatur des Wassers sollte niemals zu stark abkühlen, denn die Muschelblume liebt tropisches und subtropisches Klima.

Wie vermehrt sich die Muschelblume?

Die Muschelblume vermehrt sich durch kleine Ableger. Diese verlassen nach einiger Zeit ihre Stammpflanze. Die Pflanze vermehrt sich recht schnell, so dass nach kürzester Zeit ein ganzer Teppich entstehen kann.

Welche Vorteile außer ihrer Schönheit bietet ein Wassersalat?

m Aquarium gibt es einige Gründe einen Wassersalat zu beherbergen. Zunächst spendet er viel Schatten. Da viele Aquarianer Probleme mit der Bildung von Algen haben, kann dies zu einer Linderung des Problems beitragen. Zudem suchen viele Fische gerne Schutz in den langen und verästelten Wurzeln der Muschelblume.
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Gerade Jungtiere verstecken sich hinter diesem Wurzelwerk. Oberflächenfische, wie beispielsweise die beliebten Guramis, genießen den Schatten unter ihren Blättern. Die Wurzeln filtern zudem unerwünschte Nährstoffe aus dem Wasser. Anhand der Pflanze ist auch zu erkennen, ob sich genug Eisen im Wasser befindet. Sinkt der Eisenspiegel, so wird der Wassersalat gelblich und verkümmert mit der Zeit. Auch im Gartenteich dient die Wasserpflanze dem Schutz der Fische und hier sogar den Insekten. Sie kann wahre Wunder in der Filtrierung eines Gartenteiches vollbringen. Sie verwerten Stickstoff und Phosphate und klären mithin das Wasser.

Welche Nachteile können Muschelblumen mit sich bringen?

Die Muschelblume wächst und vermehrt sich sehr schnell. Es besteht die Gefahr, dass die Pflanze das Aquarium so beschattet, dass andere Wasserpflanzen keine Überlebenschance mehr haben. Daher ist es sehr sinnvoll, den Bestand regelmäßig auszudünnen. Auch verbraucht die Grüne Wasserrose recht viele Nährstoffe, so dass ihre reinigende Wirkung in eine Entmineralisierung des Wassers umschlagen kann. In ihrer Heimat ist die Pflanze aufgrund ihrer schnellen Vermehrung zu einem Unkraut geworden. Diese Gefahr besteht in Deutschland allerdings nicht, da sie nicht winterfest ist.

Kann ich die Grüne Wasserrose beschneiden?

Zu lange Wurzeln können im Aquarium schnell stören und sollten deshalb regelmäßig abgeschnitten werden. Sie wachsen recht schnell, so dass dies häufig nötig ist. Ansonsten kann es zu einem Festwachsen am Boden kommen, was der Pflanze oft nicht gut bekommt.

Wie kann ich die Muschelblume überwintern lassen?

Die Muschelblume kann im Gartenteich nicht überwintern, da sie nicht winterfest ist. Dazu muss sie dann in ein heimisches Aquarium umgesiedelt werden.

Fazit

Der Wassersalat stellt eine recht pflegeleichte Pflanze dar, die sich sowohl gut im Aquarium als auch im Sommer im Gartenteich macht. Sie überzeugt durch ihre schönes Äußeres und bietet vielen praktischen Nutzen durch ihre Schattenspendung und Wasserfiltrierung. Wer darauf achtet, dass sie sich nicht zu stark vermehrt und den Bestand in regelmäßigen Abständen ausdünnt, sorgt für einen prächtigen Blumenteppich.
 
Wissenswertes
  • Der Wassersalat besitzt keine Stängel. Die Laubblätter stehen spiralförmig in einer Rosette. Sie sind schwammig, breit und dicht mit feinen, aus wenigen Zellen bestehenden Trichomen besetzt. Sie werden vier bis fünf Zentimeter lang, und sind blass grün.
  • Die Blüten der Muschelblume wachsen aus den inneren Blattachsen. Sie sind winzig, weiß, muschelförmig und sehen filzig aus. Sie sind getrennt geschlechtlich.
  • Die Früchte sind kleine, eiförmige Beeren mit Samen in Inneren.  Die Frucht springt auf und gibt so die Samen frei.
Die Muschelblume nimmt ihre Nährstoffe durch die Wurzel direkt aus dem Wasser auf. Wenn der Nitratwert im Wasser steigt, was in der Regel sehr ungünstig ist, vermehrt sich die Pflanze mit extremer Geschwindigkeit. So kann man feststellen, dass das Teichwasser zu nitrathaltig ist. Durch das starke Wachstum entziehen die Pflanzen dem Wasser Unmengen an Nährstoffen. Es gibt keine bessere Algenprophylaxe als diese Schwimmpflanze.

In Gartenteichen mit Filter wird die Muschelblume oft von der Strömung in den Skimmer gesogen. Wenn sich die Pflanze zu sehr ausdehnt, kann man den Teil, der zuviel erscheint, einfach mit einem Kescher entfernen.

Der Wassersalat ist nicht winterhart. Ende des Sommers sollten die Pflanzen aus dem Teich genommen werden. Sie werden in ein mit Wasser und einer 15 bis 20 cm tropfnassen Lehmschicht gefülltes Gefäß eingesetzt. An einem hellen etwa 15 bis 20 Grad Celsius warmen Ort kann die Pflanze, versorgt mit ausreichend Nährstoffen, überwintern. Wem diese Überwinterung zu aufwändig ist, kann sich auch im nächsten Jahr eine neue Pflanze kaufen. Sie vermehren sich schnell und reichlich, somit hat man bald wieder genügend Pflanzen. Es empfiehlt sich aber, die Pflanzen nicht den Winter über im Teich zu belassen. Wenn sie darin verrotten, führen sie dem Wasser zu viele Nährstoffe zu. Diese haben sie das gesamte Jahr über gespeichert. Im Frühjahr entsteht so eine üble Algenblüte. Also, raus aus dem Teich mit dem Wassersalat.
Die Muschelblume kann auch in Aquarien eingesetzt werden. Dabei bleiben die Pflanzen deutlich kleiner als in freier Natur.