Seekanne - Einpflanzen & Pflege

SeekanneBei Seekannen handelt es sich um krautige mehrjährige Wasserpflanzen. Diese besitzen einen peitschenförmigen relativ langen Stängel, welcher an seinem oberen Ende Laubblätter bildet. Sie sind von fast kreisrunder, kahler sowie stark glänzender Optik und schwimmen auf der jeweiligen Wasseroberfläche. An ihrer Blattunterseite besitzen die Laubblätter 'Hydropoten' (Wassertrinker), welche optisch kleinsten Pünktchen ähneln. Mit derartigen Wassertrinkern nimmt die Seekanne Nährstoffe auf, welche sich in gelöster Form innerhalb des Wassers befinden.

Der ideale Standort für die Seekanne und ihre Erscheinungsweise

Bevorzugte Standorte der Seekannen

sind:
  • träge fließende sowie stehende und sommerwarme seichte Gewässer
  • hierin sollte ein schlammiger Gewässerboden vorherrschen und das Wasser selbst über reichhaltige Nährstoffe verfügen
  • der Seekanne machen zudem extreme Wasserspiegel-Schwankungen nicht viel aus
  • selbst bei längeren Trockenfällen wächst die Seekanne weiter, vermindert jedoch dabei ihre Vitalität
  • der perfekte Wasserstand befindet sich für Seekannen bei 60 Zentimetern
  • zeigen sich gerade keinerlei Blüten bei der Seekanne, ist sie sehr leicht mit kleinwüchsigen Seerosen zu verwechseln
  • die Seekannenblüten zeigen sich trichterförmig mit bärtig gefransten Rändern, gelb und relativ groß
  • sie können zwischen Juni und September bewundert werden und sind eine echte und reichhaltige Insektenweide
  • eine dieser zauberhaften Blüten erfreut jeden Gärtner allerdings lediglich einen Tag.
Die unkomplizierte Vermehrung der Seekanne

Die Seekanne vermehrt sich auf zweierlei Wege
  • einerseits findet die Aussaat der Seekanne mittels Fruchtkapseln statt
  • diese bieten den Samen einen sicheren Platz, da sie durch ausgeklügelte Luftkammern über eine längere Zeit schwimmfähig bleiben
  • die Samen können des Weiteren am Gefieder der Vögel hängen bleiben und so über eine sehr weite Strecke zu anderen Ufern transportiert werden
  • andererseits findet eine Vermehrung der Seekanne durch die klassische Bestäubung statt.
Seekannen gehören allerdings auch zu dem bevorzugten Speiseplan der Teichschnecken. Diese sind jederzeit in der Lage den Bestand der Seekannen weitgehend auszudünnen. Die Seekanne steht zudem auf der 'Roten Liste' gefährdeter Pflanzen.

Die Seekanne als idealer 'Wasserfilter'

alt="Blüte der Seekanne" src="/images/2016/seekanne-11597965-fl.jpg" height="367" width="400" />Die 'Europäische Seekanne' kann jedem Gartenteichbesitzer empfohlen werden, falls der Teich über einen äußerst sonnigen und somit auch warmen Standort verfügt. Da die Seekanne über schnell wachsende Ausläufer verfügt, wird das Gewässer bereits innerhalb kurzer Zeit durch einen reizvollen Teppich mit grünen Tupfen verziert sein. An sehr warmen Sommertagen kann allerdings die Gefahr bestehen, dass der Teich 'umkippt'. Mithilfe der 'Hydropoten' (kleinste Pünktchen an der Blattunterseite) sammelt die Seekanne Wasser auf und filtert es, sodass der entstehende Sauerstoff direkt wieder in das unmittelbare Umfeld gelangt.

Die zahlreichen Blätter der Seekanne spenden zudem:
  • reichhaltigen Schatten, sodass überhitzte Teichanlagen Linderung verspüren
  • die Blüten der Seekanne wachsen während der ersten Zeit unterhalb der Wasserlinie und zeigen sich mittels eines 3 bis zu 5 Zentimeter langen Stiels zwischen Mai sowie September zum ersten Mal oberhalb der Wasserlinie
  • bei intensiver Sonneneinstrahlung öffnen sich Knospen sowie Blüten der Seekanne und erwecken den Eindruck des Schwebens über der Wasseroberfläche. Während dieser Phase stellen sie für unzählige Insekten eine viel umschwärmte Nahrungsquelle dar.
Die Überwinterung der Seekanne

Die Pflege sowie die jeweiligen Standorte der 'Europäischen Seekanne' sind äußerst anspruchslos. Sie fühlt sich in flachem Wasser ebenso wohl wie auch in Tiefen von 60 Zentimetern sowie auch darüber hinaus. Des Weiteren ist die Seekanne eine mehrjährige sowie winterharte

Staude. Werden im Herbst die Tage kürzer und kälter sinken die Pflanzenbestandteile bis auf den Gewässergrund, wo sie die nun kommende Zeit überwintern. Die erneute Pflanzung/Aussaat der Seekanne wird kaum benötigt, da sich das Gewächs selbst aussät und sich mittels der großzügigen Ausläufer auch eigenständig vermehren kann. Diese Staude kann optisch reizvoll mit Sumpfiris, Rohrkolben sowie Hechtkraut kombiniert werden und stellt einen perfekten Übergang der Uferbepflanzung bis zur Teichmitte dar.

Wissenswertes & Pflege-Tipps

Die Oberfläche der Blätter glänzt stark. An der Blattunterseite befinden sich Hydropoten, so genannte Wassertrinker. Das sind kleine Pünktchen, mit denen die Pflanze im Wasser gelöste Nährstoffe aufnehmen kann.

Die Seekanne bevorzugt stehende oder träg fließende, seichte und sommerwarme Gewässer. Sie sollten nährstoffreich sein und einen schlammigen Grund aufweisen. Die Pflanze erträgt starke Wasserspiegelschwankungen und kann bei Trockenfällen als Landform mit verminderter Vitalität weiter wachsen. Der beste Wasserstand liegt bei 60 cm.

Ohne Blüten kann die Seekanne leicht mit kleinen Seerosen verwechselt werden.
Die Blüten der Seekanne sind gelb, groß und trichterförmig. Sie erscheinen von Juni bis September und locken viele Insekten an. Leider hält eine Blüte maximal einen Tag. Die Vermehrung der Seekanne erfolgt durch Bestäubung und die Bildung von Fruchtkapseln. Diese enthalten Samen, die durch ihre Luftkammern lange schwimmfähig sind. Die Samen bleiben häufig im Gefieder von Vögeln hängen und werden so zu anderen Gewässern getragen. So kann die Pflanze auch weit auseinander liegende Standorte besiedeln.

Teichschnecken lieben die Seekanne und können die Bestände ziemlich dezimieren.
Die Seekanne wird auf Roten Listen gefährdeter Pflanzen geführt.