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Wasserlinse - Pflege (Lemna minor) |
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Schwimmpflanzen
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Wasserlinse - Pflege
Es gibt verschiedene Gattungen von Wasserlinsen. Drei Arten sind bei uns in Mitteleuropa vertreten. Bei diesen handelt es sich um Pflanzen, mit nur wenigen Millimeter großen Blättchen (Sprossgliedern), denen eine Gliederung in Stängel und Blatt fehlt. Die Blätter sind linsenförmig, daher der Name Wasserlinse. Die Pflanzen schwimmen treibend auf der Oberfläche von Gewässern. Sie treten oft in rauen Mengen auf und bedecken die Wasseroberfläche komplett. Dabei schließen sich einzelne Sprossglieder zu großen Schwimmverbänden zusammen. Jedes Sprossglied entwickelt nur einen Wurzelfaden. Mit diesem werden Nährstoffe aus dem freien Wasser aufgenommen.
Wasserlinsen bevorzugen stehende, nährstoffreiche Gewässer. Sie sind
gute Algenkiller, da sie Nitrat aufnehmen. Bei zu geringem Eisengehalt des Wassers färbt sich die Linse gelb. Ansonsten ist sie sehr anspruchslos. Die Wasserlinse übersteht Temperaturen von -15°C bis 32,5°C und verträgt niedrige pH-Werte bis pH4.
Große Mengen Wasserlinsen haben einen nicht geringen Einfluss auf das übrige Leben in dem Gewässer. Nur wenig Licht kann durch die von den Linsen bedeckte Oberfläche dringen. Das erschwert den Sauerstoffaustausch und behindert andere Unterwasserpflanzen. Das Wasser erwärmt sich auch weniger und das führt wiederum dazu, dass sich von der Außentemperatur abhängige Tierarten, wie Kaulquappen und Froschlurche nur langsam wachsen und sich entwickeln.
Wenn im Herbst die Sprossglieder absterben, entsteht eine große Menge an Biomasse. Diese kann zur Verschlammung des Gewässers beitragen. Es ist also besser, die Linsen vor dem Absterben aus dem Teich zu fischen und zu entsorgen.
Die Vermehrung der Wasserlinsen geschieht ungeschlechtlich durch Sprossung. Dabei bleiben die seitlich aus der Mutterpflanze herauswachsenden Sprossen entweder mit dieser verbunden oder lösen sich davon. Nur selten werden kleine, unscheinbare Blüten ausgebildet.
Im Herbst speichert die Wasserlinse Stärke. Zur Überwinterung sinkt sie auf den frostfreien Grund und bildet Winterknospen aus. Diese treiben im nächsten Jahr wieder an die Wasseroberfläche und bilden neue Pflanzen. Für eine Ausbreitung der Wasserlinse sorgen auch Tiere, welche die Pflanzen am Körper mitschleppen. Damit können neue Lebensräume für die Linsen erschlossen werden. Wasserlinsen können große Mengen Stickstoff und Mineralien aus Abwässern binden und sind somit sehr nützlich. Sie werden von Fischen, höheren Tieren und auch von Menschen als Nahrung verwendet. Wasserlinsen sind die am schnellsten wachsenden höheren Pflanzen weltweit.
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