Wasserlinse - im Teich pflanzen und Vermehrung

Wasserlinse - im Teich pflanzen und Vermehrung Wie andere Teichpflanzen sollten auch Wasserlinsen gezielt angepflanzt werden Wer einen Teich oder ein Aquarium zuhause hat, wurde sicher schon einmal mit der Thematik der Wasserlinsen, auch Entengrütze genannt, konfrontiert. Schön anzusehen ist sie und freilich gehört sie zu der Natur dazu. Aber hat sie auch einen Nutzen?

Allgemeines zur Wasserlinse

Wie muss die Pflanze gepflegt werden und wo ist sie anzutreffen? Wie bekämpft man eventuelle Schädlinge und kann sie

als Nahrung für Fische gesehen werden? Diese und weitere Fragen werden im Folgenden beantwortet werden.

Wasserlinsen können praktisch überall wachsen und bestehen. Sie sind nicht nur in Europa anzutreffen, sondern wachsen auch in Amerika, in Afrika und Australien. Wasserlinsen gehören zu der Familie der Wasserlinsengewächse. Sie wachsen in der freien Natur ebenso gut wie in heimischen Teichen. Es gibt zig Arten von Wasserlinsen, welche sich in Form und Größe unterscheiden.

Müssen Wasserlinsen gepflegt werden und wenn ja, wie?

Manchmal sind Teiche und Aquarien voll von den kleinen Blättern der Wasserlinse. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass die Wasserlinse keine besonders hohen Ansprüche an ihre Pflege stellt. Im Gegenteil: Die Pflanze vermehrt sich schneller, als einem manchmal lieb ist. Denn das eigentliche Problem mit den Blüten der Wasserlinse ist, dass diese die gesamte Oberfläche von Teichen, Flüssen und sonstigen Gewässern abdecken können. Sie verhindert somit, dass Licht an Pflanzen durchdringt, welche sich unterhalb ihrer Blätter befinden. Somit sterben viele Pflanzen, die für den funktionierenden ökologischen Kreislauf des Teichs oder des Aquariums wichtig sind ab oder wachsen schlichtweg erst gar nicht.
Doch selbstverständlich muss die Pflanze auch ein gewisses Maß an Pflege erfahren.

Hierzu gehört hauptsächlich das Eindämmen des Wachstums der Pflanze, um ein Einschlämmen des Gartenteichs oder des Aquariums zu verhindern. Dies wiederum wäre für die Wasserlinse selbst ebenfalls schädlich. Folgende Punkte sind für die Pflege Gewässers und der Pflanze von Bedeutung:
  • Die Wasserlinse kann in den Griff bekommen werden, wenn alle Pflanzen im Teich nicht mehr gedüngt werden. So wird das rasche Wachstum der Wasserlinse gedämmt, aber eben auch das vieler anderer Pflanzen behindert.
  • Wer Fische in seinem Teich haben möchte, kann beispielsweise Karpfen als "natürliche Eindämmung" der Pflanzen wählen. Fischfutter gilt jedoch ebenfalls als eine Art Düngemittel für Wasserlinsen. Daher ist es möglich, kein Fischfutter zu füttern, sondern die Fische an den Pflanzen futtern zu lassen.
  • Die meisten Arten der Wasserlinse brauchen für ihr Wachstum ruhiges Wasser. Ständige Bewegung führt zum Gegenteil und ist somit kontraproduktiv für die weitere vegetative Vermehrung der grünen Pflanze. Denken Sie doch einmal über die Anschaffung eines Springbrunnens für Ihren Teich nach. Dieser ist zudem dekorativ und wirklich äußerst schön anzusehen.
  • Ein rabiates, aber manchmal schwieriges Eindämmen der Pflanzen stellt die Abfischung mit einem Kescher dar. Hier ist Vorsicht geboten, denn ohne Kescher besteht schier keine Möglichkeit, die Wasserlinse vom Teich zu bekommen.

Wasserlinsen halten das Wasser sauber - sie sind Algenkiller

/>Wer denkt, er kann eben mit beiden Händen in den Teich fassen und die Pflanzen entfernen, wird sehr schnell bemerken, dass dies ein schwieriges Unterfangen darstellt. Die Pflanzen werden nicht einfach - wie vielleicht erwartet - wieder an einem herunter fallen. Sie kleben fest, an Händen, Armen und ebenfalls gern in den Haaren und Bärten der Versuchenden.

 

Denken Sie auch daran, dass sich die Wasserlinse im Winter zurückzieht! Sie überwintert in Eigenregie auf dem frostfreien Boden des Teichs oder in der freien Natur zum Beispiel in Flüssen. Säuberung des heimischen Teiches macht am meisten Sinn, wenn im Frühjahr wieder alles anfängt zu blühen - auch die Wasserlinse. Sie lässt sich bald auf der Teichoberfläche blicken und sollte erst dann abgefischt werden.


/>Wenn Sie die Wasserlinse abfischen, sollten Sie darauf achten, dass kein einziges Blatt mehr über bleibt. Denn die ohnehin schon sich schnell mehrende Pflanze wird sonst nicht handzuhaben sein. Sie wird sich rasant weiter vermehren und einige Tage später wird es unerlässlich sein, dass die Oberfläche des Gewässers ein weiteres Mal gesäubert wird.

Andererseits dient die Pflanze auch vielen Tieren als Nahrungsmittel. Fische, Enten und Schnecken ernähren sich von ihr.

Wie kann ich meine Wasserlinsen vor Schädlingen schützen?

Es gibt folgende Möglichkeiten, Schädlinge von Pflanzen bzw. Wasserlinsen ganz ohne Chemie fern zu halten:
  1. Spülmittel und Wasser mischen, betroffene Partien der Pflanze mit der Mixtur einsprühen und nach etwa einem Monat sollten die betroffenen Stellen frei von Schädlingen sein.
  2. Andere Tiere, wie beispielsweise Schlupfwespen können Abhilfe schaffen. Zu kaufen gibt es inzwischen auch Eier von Marienkäfer und Ameisen.
  3. Falls Ihre Wasserlinsen trotzdem einmal von Schädlingsbefall heimgesucht werden und oben genannte "Hausmittelchen" nicht helfen, bleibt leider nur der Griff zu chemischen Mitteln.

Fazit: Wasserlinsen sind optisch schön, teilweise sogar als Tiernahrung nützlich. Sie verhindern aber auch das Wachstum von wichtigen Pflanzen. Werden sie nicht eingedämmt, kann das für den Teich oder das Aquarium "lebensbedrohlich" sein und die gesamte Flora durcheinander bringen.

Wasserlinsen sollten sich nicht zu stark vermehren, damit das Leben im Teich in Gleichgewicht bleibtWissenswertes zu Wasserlinsen in Kürze

Es gibt verschiedene Gattungen von Wasserlinsen: Drei Arten sind bei uns in Mitteleuropa vertreten. Bei diesen handelt es sich um Pflanzen, mit nur wenigen Millimeter großen Blättchen (Sprossgliedern), denen eine Gliederung in Stängel und Blatt fehlt. Die Blätter sind linsenförmig, daher der Name Wasserlinse. Die Pflanzen schwimmen treibend auf der Oberfläche von Gewässern. Sie treten oft in rauen Mengen auf und bedecken die Wasseroberfläche komplett. Dabei schließen sich einzelne Sprossglieder zu großen Schwimmverbänden zusammen. Jedes Sprossglied entwickelt nur einen Wurzelfaden. Mit diesem werden Nährstoffe aus dem freien Wasser aufgenommen.
  • Wasserlinsen bevorzugen stehende, nährstoffreiche Gewässer. Sie sind gute Algenkiller, da sie Nitrat aufnehmen.
  • Bei zu geringem Eisengehalt des Wassers färbt sich die Linse gelb. Ansonsten ist sie sehr anspruchslos.
  • Die Wasserlinse übersteht Temperaturen von -15 Grad Celsius bis 32,5 Grad Celsius und verträgt niedrige pH-Werte bis pH4.
  • Große Mengen Wasserlinsen haben einen nicht geringen Einfluss auf das übrige Leben in dem Gewässer.
Nur wenig Licht kann durch die von den Linsen bedeckte Oberfläche dringen. Das erschwert den Sauerstoffaustausch und behindert andere Unterwasserpflanzen. Das Wasser erwärmt sich auch weniger und das führt wiederum dazu, dass sich von der Außentemperatur abhängige Tierarten, wie Kaulquappen und Froschlurche nur langsam wachsen und sich entwickeln. Wenn im Herbst die Sprossglieder absterben, entsteht eine große Menge an Biomasse. Diese kann zur Verschlammung des Gewässers beitragen. Es ist also besser, die Linsen vor dem Absterben aus dem Teich zu fischen und zu entsorgen.
  • Die Vermehrung der Wasserlinsen geschieht ungeschlechtlich durch Sprossung. Dabei bleiben die seitlich aus der Mutterpflanze herauswachsenden Sprossen entweder mit dieser verbunden oder lösen sich davon. Nur selten werden kleine, unscheinbare Blüten ausgebildet.
  • Im Herbst speichert die Wasserlinse Stärke. Zur Überwinterung sinkt sie auf den frostfreien Grund und bildet Winterknospen aus. Diese treiben im nächsten Jahr wieder an die Wasseroberfläche und bilden neue Pflanzen.
  • Für eine Ausbreitung der Wasserlinse sorgen auch Tiere, welche die Pflanzen am Körper mitschleppen. Damit können neue Lebensräume für die Linsen erschlossen werden.
  • Wasserlinsen können große Mengen Stickstoff und Mineralien aus Abwässern binden und sind somit sehr nützlich. Sie werden von Fischen, höheren Tieren und auch von Menschen als Nahrung verwendet. Wasserlinsen sind die am schnellsten wachsenden höheren Pflanzen weltweit.