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Süßkartoffeln anbauen
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Süßkartoffel

Die Süßkartoffel wird oft auch als Batate, weiße Kartoffel, Erdartischocke, Rosskartoffel oder Knollenwinde bezeichnet und ist ein Wurzelgemüse. Es besteht keine Verwandtschaft  zur normalen Kartoffel.
Die Süßkartoffel stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und gelangte im Laufe der Zeit über die Pazifischen Inseln nach Südostasien. Heute ist China der größte Batateproduzent, mit ca. 100 Mio. Tonnen, einem Drittel der Weltproduktion.

Der Geschmack der Süßkartoffel ist wie der Name schon sagt süßlich, doch mit einer leicht scharfen Note. Die Knollen können bis zu einem Kilogramm schwer werden und sind farblich von purpurrot über bräunlich bis zu gelb einzuordnen. Auch beim Fruchtfleisch gibt es Unterschiede, es kann zartgelb, bis tieforange sein. Man sagt den rotfleischigen Bataten das beste Aroma und die günstigsten Kocheigenschaften nach.

Wer Batate in Deutschland anbauen möchte, benötigt dazu nur normalen Gartenboden. Dieser darf nicht zu feucht oder locker sein. Feuchte Luft dagegen ist sehr gut. Die Vermehrung erfolgt aus Stamm- oder Wurzelteilen und Schösslingen, die bei der Lagerung aus der Knolle wachsen können. Es ist gleich, ob man die Teile senkrecht oder waagerecht einpflanzt. Man kann auch einen Kopfsteckling einfach in ein Wasserglas stecken. Schon nach wenigen Tagen bildet er Wurzeln. Am besten keimen die Süßkartoffeln in einem Wintergarten oder einem Gewächshaus. Pflanzzeit ist im April. Eine Pflanzhilfe ist erforderlich, da die Triebe mehrere Meter lang werden. Fallen die Temperaturen unter 10° C, stirbt die Pflanze ab. Erntezeit ist im September.  Im Sommer muss ausreichend gewässert und gedüngt werden.  Gelagert werden die Knollen in einem kühlen, trockenen Raum, möglichst bei Zimmertemperatur. Durch den hohen Wassergehalt sind sie nur bedingt lagerfähig.

Die Batate enthält viel Zucker und Stärke. Besonders hervorzuheben ist der Gehalt an Beta-Karotin und Pro-Vitamin A. Dies ist das Antioxidanz mit der Eigenschaft, Zellschädigende freie Radikale unschädlich zu machen. Zellschädigungen sind oft die Ursache für degenerative Erkrankungen wie Krebs, Rheuma und Arthrose.

Der menschliche Körper kann Beta-Karotin in Vitamin A umwandeln. In einer Portion Süßkartoffeln (100g), ist der doppelte Tagesbedarf eines Erwachsenen an Beta-Karotin enthalten. Süßkartoffeln enthalten wenig Kalorien, dafür aber viele Mineralien. Ähnlich wie bei der Kartoffel ist der Kaliumgehalt hoch. Dies ist positiv für die Regulierung unseres Wasserhaushaltes.

Batate kann man auf verschiedene Arten zubereiten. Geschält, mit einer Gabel ringsum eingestochen und mit Öl bepinselt, kann man sie wie eine Folienkartoffel im Ofen garen. Auch als Püree oder kandiert kann man sie verwenden. Mit Schweine- oder Rinderbraten im Backofen geschmort, ist die Süßkartoffel besonders lecker. Am Besten soll sie frisch in der Pfanne gebraten schmecken. Die oberirdischen, grünen Teile der Süßkartoffel kann man wie Spinat oder Mangold zubereiten.

Auch industriell wird Batate verwendet, vor allem als Grundlage für die Herstellung von Mehl und Stärke. Aber auch für Stärkesirup, Spiritus, Branntwein und andere alkoholische Getränke wird sie genutzt. Auch als Wildfutter ist die Süßkartoffel geeignet.

In den Erzeugerländern ist Batate ein preiswertes Nahrungsmittel. In Deutschland dagegen sind die Preise auf Grund hoher Einfuhrzölle und geringer Nachfrage ziemlich hoch.
Die Süßkartoffel zählt weltweit zu den am häufigsten verbrauchten Nahrungsmitteln. Sie folgt gleich hinter Reis, Weizen, Mais und Maniok.
 


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