Ess-Kastanie (Castanea sativa)

Ess-Kastanie (Castanea sativa)

Art/Familie: Gehölz. Gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae)

Pflegeaufwand: Gering. Pflegeleicht und unempfindlich

Blütezeit: Mai bis Juli mit einer Fülle an einhäusigen goldgelben Blüten, d.h. an einer Pflanze entwickeln sich männliche und weibliche Blütenstände getrennt voneinander (siehe auch unten Blüten)

Ernte: Früchte (Maronen, Maroni) ab Ende September, bilden sich erst an Bäumen im Alter von 25-30 Jahren (siehe auch unten Begehrte Früchte)

Belaubung: Große, lanzettliche, gezähnte Belaubung. Schöne gelbe Herbstfärbung

Wuchs: Schlanker aufrechter Wuchs

Höhe/Breite: Bis 20m hoch, Baumkrone wird bis 15m breit


/>Standort: Sonnig warm. Nährstoffreicher und durchlässiger Boden. Weinbauklima oder andere geschützte Regionen

Pflanzzeit: Beste Pflanzzeit Herbst

Schnitt: Nicht erforderlich, ab einer gewissen Höhe auch kaum durchführbar

Pflege:  Bei Trockenheit wässern. Düngung nicht notwendig, höchstens im Frühjahr etwas Kompost zugeben

Überwinterung: Vor allem junge Bäume mit Reisig, Mulch oder Laub gut schützen. Ältere Bäume sind in milden Regionen winterhart. In rauen Gegenden kann es zu Ausfällen kommen

Krankheiten/Probleme: Problemlos

Besonderheiten:

Wird auch als Edel-Kastanie bezeichnet
Kommt aus dem Mittelmeerraum
Sehr gute Bienenweide

bold;">Blüten

Sowohl weibliche als auch männliche Blüten befinden sich am selben Baum. Die weiblichen sind eher unscheinbar und klein, während die männlichen Blüten bis zu 20cm lange, aufrechte Ähren haben.
Obwohl ein Baum beide Geschlechter aufweist und sich so mit Hilfe der Insekten selbst bestäuben kann, sollte beim Pflanzen darauf geachtet werden, dass im Umkreis mehrere Exemplare von Ess-Kastanien stehen. Erst dann kann es zu einer vernünftigen Befruchtung und einem befriedigenden Ertrag kommen

Begehrte Früchte

Auf dem Weihnachtsmarkt werden sie geröstet als Maronen angeboten und sind nicht wirklich günstig zu haben, was jedoch durch den schwierigen Anbau leicht zu erklären ist.

Zwar sind die Bäume nicht sonderlich pflegebedürftig, doch tragen sie erst im Alter von 25-30 Jahren ihre leckeren Früchte. Da heißt es warten!

Geerntet wird bei den sehr hoch werdenden Bäumen durch das Aufsammeln der bei Reife abfallenden der Früchte. Die Früchte sitzen zu dritt in festen, sehr stacheligen Schalen, die glücklicherweise meist aufplatzen wenn sie auf den Boden fallen. Die Schalen sind das einzige wirkliche Problem bei den attraktiven Bäumen, da sie außer stachelig noch groß sind und aufgesammelt werden müssen, was sehr lästig werden kann. Bleiben sie liegen faulen sie recht schnell und werden sehr rutschig (ähnlich Bananenschalen), weswegen das gefährlich werden kann.

Einen Teil der Schalen kann man auf den Boden um die Pflanze als Winterschutz und natürlichen Dünger legen; sie verrotten bis zum Frühjahr. Die Schalen eignen sich auch gut zum Kompostieren, allerdings sollten sie besser mit trockenem Gehölz gemischt werden.

Maronen werden im Ofen oder auch in der Pfanne oder im Topf unter mehrmaligem wenden  erhitzt und warm verspeist. Sie können auch kalt verzehrt werden, allerdings schmecken sie so nicht. Die Früchte werden roh nur nach Erwärmung verzehrt, brauchen also nicht gebacken oder gekocht werden