Sonnentau - Pflege und Vermehrung

Sonnentau - Pflege und Vermehrung Blatt des SonnentauSonnentau ist eine der bekanntesten Fleischfressenden Pflanzen. Sie bildet rosettenartige Blätter und kann einen Umfang von 8cm in unseren Gebieten und bis zu 50cm in ihren Heimatgebieten erreichen. Bei guter Pflege bildet der Sonnentau regelmäßig Blüten, die meist zart rosa sind. Die Blätter des Sonnentaus sind netzartig fein mit einem klebrigen Sekret überzogen, welches von winzigen Tentakeln auf den Blättern abgesondert wird. Der Sonnentau ist daher trotz seiner Schönheit eine gefährliche Pflanze für viele kleine Insekten. Gelangen

Insekten in das Sekret, sind sie dort gefangen und werden nach ihrem Tod von Enzymen der Pflanze zersetzt.

Die Pflege im Überblick
  • Standort: sonnig und warm
  • Für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen
  • Reichlich gießen
  • Nicht düngen
  • Vermehrung: durch Samen
  • Substrat: Karnivorenerde oder Torf
Den Sonnentau gibt es in vielen verschiedenen Arten wie zum Beispiel die Art Drosera:
  • Drosera burmannii
  • Drosera Longifolia
  • Drosera Rotundifolia
  • Drosera Intermedia
  • Drosera capensis
  • Drosera filiformis
Sonnentau mit KlebefallenInsgesamt gibt es weit über 50 Arten, die sich in Form, Farbe, Fangmethode und Vermehrung unterscheiden. Der rundblättrige Sonnentau ist der wohl bekannteste und am leichtesten zu pflegende.

Der Sonnentau bevorzugt einen warmen und feuchten Ort, ebenso wie die
title="Venusfliegenfalle">Venusfliegenfalle. Bei einer optimalen Pflege, am besten in einem kleinen Gewächshaus aus Glas (50x40x20cm BxHxT), bringt der Sonnentau viele Blüten hervor, die die Wohnung schön dekorieren. Optimale Bedingungen bedeutet eine Warme Umgebung, genügend Feuchtigkeit und einen sonnigen Standort. Der Sonnentau braucht nicht gedüngt zu werden; seine Nährstoffe holt er sich aus den gefangenen Insekten.

Vermehrung

Die Vermehrung des Sonnentaus geschieht automatisch, denn er benötigt keine Bestäubung oder ähnliches, da er sich selbst befruchten kann. Die entstehenden Samen kann man zur Vermehrung nutzen oder aber an der Pflanze lassen; so fallen die Samen in die Erde und keimen automatisch aus.

Alternativ können die Samen aber auch abgesammelt werden, um sie in einem anderen Topf wieder auszusäen. Sie werden einfach nur auf das Substrat gestreut und etwas angedrückt. Bei genügend Feuchtigkeit und Licht keimen sie recht schnell.

Eine andere Möglichkeit, eine weitere Pflanze zu ziehen, ist die Vermehrung über Blattstecklinge. Hierzu wird von einer vorhandenen Pflanze ein kräftiges und gesundes Blatt abgeschnitten. Sollte es sich hierbei um ein sehr großes Blatt handeln, kann es in mehrere Stücke geteilt werden, um gleich mehrere neue Pflanzen zu ziehen. Danach wird das Blatt bzw. die Teilstücke einfach auf ein leicht feuchtes Karnivorensubstrat gelegt und vorsichtig angedrückt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Tentakel nach oben zeigen. Damit sich aus diesem Blatt neue Trieben bilden, ist für ausreichend Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Am besten wird der Topf mit dem Blattsteckling daher mit Klarsichtfolie oder einer Glasplatte abgedeckt. An einem hellen Standort dauert es einige Wochen, bis sich ein überirdisches Wachstum zeigt.

Blüte des SonnentauUmtopfen

Sollte der Sonnentau im Laufe der Zeit einen größeren Topf benötigen, ist gewöhnliche Blumenerde hierfür nicht geeignet. Fleischfressende Pflanzen gedeihen nur auf einem sauren Boden, deshalb verwendet man zum Umtopfen ein spezielles Karnivorensubstrat oder eine Mischung aus Torf

und Quarzsand oder Perlite. Damit die Erde dauerhaft sauer bleibt, sollte der Sonnentau wie auch alle anderen fleischfressenden Pflanzen immer nur mit kalkfreiem Wasser gegossen werden. Anders als die meisten anderen Zimmerpflanzen mögen sie es, wenn im Übertopf oder im Untersetzer Wasser steht.

Pflege-Tipp

Fleischfressende Pflanzen wie auch der Sonnentau eignen sich ideal als Insektenfänger. Während die Venusfliegenfalle sich für Eintagsfliegen eignet, ist der Sonnentau mit seinen klebrigen Blättern optimal für den Fang von Obstfliegen. Diese Pflanze hat somit den gleichen Effekt wie die Gelb-Sticker und sieht dazu noch schön aus.