Kräuter - Anbau und Verwendung

Petersilie Unkraut zupfenErfahren Sie das Wichtigste vom Anbau bis zur Ernte der Kräuter. Lernen Sie, wie man Kräuter richtig haltbar macht, in Essig und Öl einlegen kann und letztendlich verwendet. Zudem finden Sie hier nützliche Tipps zu Bodenanforderungen und vieles mehr.

Die meisten Kräuter können über den Winter draussen bleiben. Ein Rückschnitt im Herbst und bei einigen Sorten etwas Winterschutz aus Laub oder Tannenreisig bringen unsere Schätze gut über die kalte Jahreszeit. Der Grossteil der Kräuter mag einen Platz in der Sonne, manch andere ist auch im Schatten ein Lichtblick. Ihre Aromen kommen durch die Sonnenstrahlen am besten zur Geltung.

Überwinterung

Nicht winterharte Kräuter können im Haus am Küchenfenster über den Winter gepflegt werden. Fast alle unserer Kräuter kann man durch Trocknen oder Gefrieren konservieren. Es gibt nur einige wenige, die nur frisch verwendet werden sollten (sonst könnte der Geschmack darunter leiden).
Schnittlauch
Wer viel kocht und hierfür immer frische Kräuter benötigt, der legt sich gerne eine kleine Kräuterbank an. Hierzu gehört natürlich auch der schmackhafte Schnittlauch. Der Lauch kann auf der Fensterbank in der Wohnung einen Platz finden. Voraussetzung für das Gelingen der Kultivierung im Topf ist ein heller und luftiger Standort und eine spezielle Pflege über die Wintermonate.

Kräutertopf Sortenauswahl Balkon
Die meisten Menschen lieben das Aroma frischer Kräuter. Einen Großteil der begehrten Pflanzen kann man ohne großen Aufwand auch auf dem Balkon selber ziehen. Wer seine Kräuter selbst kultivieren möchte, sollte sich die Frage stellen, welche Kräuter gut zusammenpassen. Denn es gibt ein paar Regeln, auf die Sie achten sollten.

Kresse
Kresse ist eines der beliebtesten Gartenkräuter und darüber hinaus wertvoller Vitaminlieferant. Im Garten und in der Küche sind Garten-, Brunnen- und Kapuzinerkresse am häufigsten zu finden. Innerhalb der einzelnen Arten gibt es zahlreiche Sorten, von denen jede ihr eigenes Aroma entwickelt. Anbau und Pflege sind denkbar einfach, selbst für Gartenneulinge.

Kresse
Kresse ist eine robuste Pflanze, die mit geringem Pflegeaufwand gedeiht. Das Küchenkraut ist reich an Vitaminen und wertet würzig in Rohform eine Vielzahl von Speisen auf. Der Geschmack der zur Familie der Kreuzblütengewächse gehörenden Pflanzen erinnert entfernt an Rettich bzw. Senf. Die Anzucht von Lepidium gelingt unkompliziert auf Watte und Küchenpapier.

Ingwer anbauen
Leicht, bekömmlich und mit einer scharfen Note bereichert Ingwer die naturnahe Küche. Für den ambitionierten Hausgärtner ist es Ehrensache, die klassische Kräuterpflanze selbst anzubauen. Wie Sie Ingwerpflanzen ganz einfach selber ziehen, erfahren Sie hier. So gelingt es im Beet und auf dem Balkon.

Kräuter konservieren
Kräuter sind nicht nur lecker, sie haben einiges mehr zu bieten. Auch ihre heilende Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Zwar ist es am besten, Kräuter frisch zu verwenden, aber als Alternative können sie auch konserviert werden. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden. Die gebräuchlichsten sind Trocknen, Einfrieren und Einlegen.

Knoblauch
Knoblauch sollte in keinem Garten fehlen. Frisch geernteter Knoblauch ist mit dem im Supermarkt gekauften nicht zu vergleichen. Außerdem riecht man ihn im Atem nicht so lange. Frisch genutzt ist der Geschmack zwar am besten, aber natürlich kann Knobi, wie er häufig liebevoll genannt wird, auch getrocknet und damit haltbarer gemacht werden.

Knoblauch im Beet
Knoblauch gehört zu den beliebtesten Würzpflanzen, aber er kann noch mehr. Seit dem Altertum ist auch seine medizinische Wirkung bekannt. Der Anbau gelingt leicht, man kann ihn im Gartenbeet oder auch im Gefäß heranziehen.

Sprossen
Wer auf gesunde Ernährung achtet, der ist mit dem Selberziehen von Keimsprossen gut beraten. Nicht nur im Winter sorgen diese für frische Vitamine und Mineralstoffe. Sprossen zu ziehen ist einfach und es gibt verschiedenste Sorten, so dass auch Abwechslung geboten ist.

Engelwurz
Engelwurz ist keine typische Hausgartenpflanze. Sie wird meist nur von Kennern angebaut, welche die Bitterstoffe bzw. die ätherischen Öle der unterirdischen Pflanzenteile nutzen möchten. Der Laie sollte vorsichtig mit diesem Gewächs umgehen, denn schon die Berührung der Pflanze kann bei empfindlichen Menschen Dermatitis bewirken. Das wiederum kann schwere Störungen des Allgemeinbefindens zur Folge haben. In der Volksmedizin macht man sich die Inhaltsstoffe zunutze.