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Der Kräutergarten auf dem Balkon - Tipps zum Anbau
Kräuter und Gartenkräuter - Kräuter vom Anbau bis zur Verwendung

Der Kräutergarten auf dem Balkon

Es gibt doch nichts schöneres, als sein Essen mit frischen Kräutern zu verfeinern. Doch die Qualität der Kaufhaus-Kräuter lässt meist zu wünschen übrig. An denen hat man nur selten eine lange Zeit seine Freude. Und außerdem sind diese in den seltensten Fällen wirklich frisch, haben schon das eine oder andere welke Blättchen und verströmen nicht mehr diesen intensiven Kräuterduft. Da ist es doch viel besser, wenn man sich seinen eigenen Kräutergarten anlegt. Und das Beste daran ist, dass man dafür nur wenig Platz braucht. Da reicht schon eine kleine Ecke auf dem Balkon, oder ein ...
Blumenkasten am Balkongeländer. Man kann für seinen Kräutergarten aber auch einen etwas größeren Blumentopf oder eine Pflanzkübel verwenden. Man sollte jedoch stets darauf achten, dass sich in den Gefäßen keine Staunässe bilden kann, also das überflüssiges Gieß- oder Regenwasser nach unten ablaufen kann.

Bevor man sich die Mühe macht, und den Samen der verschiedenen Kräuter aussät, sollte man bedenken, dass sich nicht alle Kraut miteinander vertragen. Das soll heißen, dass man nicht wahllos alle Kräuter in einen Blumenkasten nebeneinander säen sollte. Bei anderen Kräutern ist es wiederum so, dass diese sich im Wachstum noch gegenseitig unterstützen. Wenn man also auf ein ertragreiches Kräuterbeet hofft, sollte man sich vorher schon etwas genauer informieren und gut planen.

Welche Kräuter vertragen sich also miteinander? Im Prinzip kommen alle ein- und zweijährigen Kräuterpflanzen recht gut miteinander aus. Man kann also gefahrlos Estragon, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Thymian, Salbei und Rosmarin zusammen in einem Topf aussäen. Aber auch Petersilie, Dill, Kresse, Majoran, Kerbel und Borretsch harmonieren sehr gut miteinander.

ImageDie Kräuter, die sich in ihrem Wachstum gegenseitig behindern sind unter anderem: Fenchel und Koriander, Pfefferminze und Kamille, Basilikum und Melisse, Estragon und Dill. Diese, und noch einige andere, sollte man lieber nicht zusammen in einen Topf säen. Außerdem gibt es noch die Kräuter, die man am besten ganz allein in einen Topf bringt. Liebstöckel etwa wächst so stark, das für andere kaum noch ausreichend Platz und Licht zur Verfügung stehen würde. Deswegen pflanzt man dieses Kraut am besten einzeln in einen Topf.

Neben dem “Wer-mit-Wem-Problem“ gilt es bei der Aussaat der verschiedenen Samen auch darauf zu achten, das man die richtige Erde verwendet. Es ist ja schließlich auch so, das die unterschiedlichen Kräuter in freier Natur am besten auf ihrem Lieblingsboden wachsen. Rosmarin, Thymian und Salbei bevorzugen beispielsweise in der Natur die etwas kargeren Böden. Das heißt, dass man diese Kräuter am besten in eine ganz bestimmte Erden-Mischung aussät. Man stellt dazu eine Mischung aus 3 Teilen Erde und 1 Teil Sand her. Andere Kräuter wiederum brauchen nahrhafte Erde. Schnittlauch, Petersilie und Basilikum zum Beispiel reagieren äußerst dankbar auf gute, mit Humus angereicherte Erde.

Wenn man all diese Tipps beachtet hat, kann eigentlich gar nicht mehr viel schief gehen. Jetzt muss man nur noch richtig Gießen. Dabei gilt, das die Kräuter, die karge Bedingungen gewöhnt sind (Rosmarin, Thymian, Salbei), nicht all zu häufig gegossen werden sollten. Bei denen ist es auch nicht schlimm, wenn man das Gießen auch einmal vergisst. Bei allen anderen Kräutern sollte man natürlich schon für ausreichend Feuchtigkeit sorgen, es aber unbedingt vermeiden, das zuviel Feuchtigkeit im Topf oder Pflanzkasten ist. Um das Wachstum noch zu verbessern oder voran zu treiben, sollte man etwa alle 2 bis 4 Wochen etwas Dünger in die Erde bringen.

Wem ein normaler Kräutergarten zu langweilig ist, oder wer noch etwas Farbe in seinen Kräutergarten bringen möchte, der kann seine Kräuter mit ein paar Pflanzen kombinieren. Selbstverständlich verträgt sich auch hier nicht unbedingt jede Blumenpflanze mit jedem Kraut. Es gibt jedoch Kombinationen, die optisch und auch vom Duft her wunderbar miteinander harmonieren. Thymian und Lavendel zum Beispiel sind so eine gute Kombination. Aber auch Stiefmütterchen und Wermut passen gut zusammen.

Man kann also sagen, dass so ein Kräutergarten auf dem Balkon ein Erlebnis für alle Sinne ist. Und als angenehmen Nebeneffekt kann man verbuchen, dass man immer frische Kräuter zur Verfügung hat.
 


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