Minze als Tee, Minztee und Öl, Minzöl

MinzeWer Minze im Garten oder in einem Blumentopf zieht, wird vor allem Minztee aus den Blättern der Pflanze herstellen. Im Gegensatz zu gekauften Teebeuteln oder losen Teeblättern erhält der Minztee durch die Zubereitung der frisch geernteten Minzblätter einen ganz besonders intensiven Minzgeschmack.

Selbstverständlich lassen sich auch getrocknete oder eingefrorene Minzblätter zu einem Minztee verarbeiten. Vor allem, wenn man Minzblätter einfriert, lässt sich der intensive Geschmack der Minze besonders gut erhalten.

Die Wirkung von Minze als Tee

Minztee

gehört nicht nur zu den geschmackvollsten Kräuterteesorten, er hat auch verschiedene medizinische Eigenschaften. So kann man Minztee beispielsweise sehr gut bei Halsschmerzen und Erkältungskrankheiten verwenden. Minztee aus frischen Blättern entfaltet ein herrliches Aroma und die aufsteigenden Minzdämpfe lassen sich sehr gut für Inhalationen verwenden. Auch als Gurgelanwendung lässt sich Pfefferminztee verwenden.

Seine eigentliche Wirkung entfaltet der Tee jedoch vornehmlich im Magen-Darm-Bereich. Die ätherischen Öle, die in der Minze enthalten sind, sorgen für eine Beruhigung und auch Desinfektion des Magens und des Darms. Hier ist die Wirkung von Minze als Tee anregend, vor allem gegen Übelkeit ist Pfefferminztee ein besonders bewährtes Mittel.

Generell kann man Minztee für viele Beschwerden im Magen-Darm-Trakt verwenden. Besonders gut eignet sich der Minztee für die Linderung von Beschwerden bei Magen-Darm-Grippen, Koliken, Blähungen, Übersäuerung und Sodbrennen. Durch die ätherischen Öle ist Minztee generell gut geeignet, die Abwehrkräfte zu stärken. Auch Entzündungen können, zum Beispiel durch Spülungen oder Umschläge mit Minztee gelindert werden. Zudem wird dem Minztee eine durchblutungsfördernde Wirkung nachgesagt.

Die ätherischen Öle, die in den Minzblättern enthalten sind, sorgen dafür, dass man weniger müde ist. So kann man beispielsweise die Tasse Kaffee am Morgen durch Minztee ersetzen. Aus diesem Grund sollte man Pfefferminztee nicht zu spät am Abend trinken.


Zubereitung des Tees zur medizinischen Anwendung

Um einen Tee zuzubereiten, der gegen Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden eingenommen werden soll, benötigt man etwa 50gr frische oder auch getrocknete Minzblätter. Diese Blätter werden mit etwa 1 Liter kochendem Wasser übergossen. Die ideale Ziehzeit beträgt etwa 10 Min., sodass die Öle
freigesetzt und der Tee seine volle Wirkung entfalten kann. Es gibt sehr viele verschiedene Minzsorten. Für die Zubereitung zu Tees eigenen sich vor allem die reine Pfefferminze und die Krausenminze, die auch Grüne Minze genannt wird, besonders gut.

Wirkung von Minze als Öl, Minzöl

Minzöl ist aus medizinischer Sicht ein sehr erstaunliches Medikament. In Asien wird Pfefferminzöl schon seit Jahrtausenden verwendet, um verschiedene Krankheiten zu heilen und Linderung bei Schmerzen zu bringen. Die ätherischen Öle der Minze bestehen hauptsächlich aus Menthol und Menthon.

Vor allem das Menthol sorgt beim Minzöl für einen kühlenden Effekt. Zudem wird dem Menthol in hohen Dosen nachgesagt, dass es betäubend wirkt und das Gefühl von Schmerzen unterdrückt.

Wirkung von Minze als Öl

Wie auch der Minztee ist die Wirkung von Minze als Öl vor allem für den Magen-Darm-Bereich angezeigt. So wirkt Minzöl besonders gut bei Blähungen oder bei Beschwerden, die durch das Reizdarm-Syndrom ausgelöst werden. Es wirkt darüber hinaus auch bei Erkältungsbeschwerden, Halsschmerzen, schlechtem Atem und ist

ein bewährtes Mittel gegen starken Husten.

Doch auch für die verschiedenen Formen der Kopfschmerzen hat sich Minzöl bewährt. Aus Asien kommt die bewährte Anwendung, Minzöl bei Kopfschmerzen auf die Schläfen zu geben und leicht einzumassieren. Die Wirkung von Minze als Öl zeigt sich bei Spannungskopfschmerz, bei Schmerzen, die durch Stress entstehen ebenso wie bei Migräneanfällen. Diese Wirkung hat Minzöl vor allem zu einem bewährten Mittel der Aromatherapie gemacht.

Die Wirkung von Minze als Öl lässt sich auch bei anderen Erkrankungen einsetzen. So ist Pfefferminzöl ein bewährtes Mittel bei Insektenstichen und gegen rheumatische Erkrankungen. Da Minzöl eine leicht kühlende und schmerzstillende Wirkung besitzt, kann man das Öl auch gegen leichte Verbrennungen zur ersten Schmerzlinderung verwenden.

Was beim Umgang mit Minzöl zu beachten ist

Minzöl besteht aus den ätherischen Ölen Menthol und Menthon. Vor allem das Menthol kann in hohen Dosen zu Herzrhythmusstörungen führen. Aus diesem Grund ist bei der Verwendung von reinem Minzöl Vorsicht geboten. Wer Minzöl zur inneren Anwendung verwenden möchte, sollte das Öl immer mit ausreichend Flüssigkeit vermischen. Bei Anwendung von Minzöl auf der Haut, zum Beispiel auf den Schläfen, ist darauf zu achten, dass das Minzöl nicht in die Augen gerät.

Einnahme von Minzöl

Das Minzöl kann auf verschiedene Möglichkeiten verabreicht werden. Zur Inhalation werden einige Tropfen Minzöl in kochendes Wasser gegeben, die entstehenden Dämpfe werden dann eingeatmet. Bei Anwendungen gegen Kopfschmerzen wird das Minzöl meist unverdünnt auf die Schläfen gegeben. Hier reicht meist ein Tropfen pro Seite, um die gewünschte Linderung herbeizuführen.

Vor allem bei der Einnahme von Minzöl gegen Magenbeschwerden ist Vorsicht geboten. Die sehr aggressiven ätherischen Öle dürfen niemals unverdünnt eingenommen werden. Hier reichen meist 2 Tropfen auf etwa 400ml Flüssigkeit, die dann vor dem Essen getrunken werden, um Magenprobleme zu lindern.

Für die Anwendung bei rheumatischen Beschwerden oder zur Muskellockerung sollte man Minzöl nicht in Reinform verwenden. Hier gibt es spezielle Salben, die eine entsprechende Dosis Minzöl enthalten.