Nistkasten für Eichhörnchen - Tipps zum selber bauen

Nistkasten für Eichhörnchen - Tipps zum selber bauen EichhörnchenWenn man sein eigenes Gartenparadies errichtet, kommen oftmals die verschiedensten Gäste der Fauna in die kleine, grüne Idylle. Die meisten dieser Gesellen werden Insekten und Spinnen sein. Doch auch Vögel und Eichhörnchen werden sicherlich durch den Garten streifen, auf der Suche nach Nahrung. Viele Naturliebhaber stellen den possierlichen Tieren einen Nistplatz zur Verfügung, damit die Gäste, zumeist Meisen und Finken, in Ruhe und Frieden ihren Nachwuchs großziehen können. Doch so ein Nistplatz eignet sich ebenso

hervorragend für Eichhörnchen, die die Fauna des Gartens bereichern und genauso wie Vögel, die lästigen Insekten fern halten.

Geeignete Materialien - So freut sich das Eichhorn

Die kleinen Nagetiere benötigen nur wenig Platz und sind nicht wählerisch, was die Innenarchitektur ihres zukünftigen Heimes angeht. Doch auf verträgliche Baustoffe sollte in jedem Fall geachtet werden, da die Tiere andernfalls schwere gesundheitliche Schäden davontragen und schlimmstenfalls sogar sterben. Am besten eignen sich unbehandelte Weichhölzer wie Kiefer, Buche oder Ahorn. Diese lassen sich leicht bearbeiteten und sind günstig zu haben. Zusätzlich sollte eine wetterfeste Lasur auf biologischer Basis gekauft werden, um das Häuschen später vor Regen und Kälte zu schützen.

Ansonsten benötigt man ein wenig Heu, Stroh, Moos, dünne Zweige, Blätter oder andere, natürliche Nistmaterialien. Zum späteren befestigen der einzelnen Elemente eignen sich ein paar Nägel oder kleine Holzschrauben (beides ist möglich), eine Stichsäge und einen Bohrer. Das Holz sollte eine Dicke von mindestens 1,5cm haben. Die Außenmaße des Nistkastens sollten mindestens 30cm x 26cm x 26cm (HxBxT) betragen, um der künftigen Eichhörnchen-Familie ausreichend Platz zu bieten.

Eichhörnchen am BaumDer Aufbau des Nistkastens

Der erste Schritt besteht darin, die gewünschten Maße an das Holz (wer mag, kann die Elemente auch im Fachhandel zuschneiden lassen) zu zeichnen und dies mithilfe der Stichsäge auszuschneiden. Von den insgesamt sechs Einzelstücken sollte eine Platte etwas tiefer geschnitten sein (statt 26cm z.B. 30cm), da diese als Dach verwendet wird. Bevor die einzelnen Holzplatten aneinander geschraubt oder genagelt werden können, sollte man mit der Stichsäge und dem Bohrer zunächst mindestens zwei Schlupflöcher in die Seitenwände des Häuschen
integrieren, um den Tieren genügend Fluchtmöglichkeiten für den Fall eines Katzenangriffs oder anderen Bedrohungen zu bieten. Diese Löcher werden zuerst mithilfe eines Zirkels angezeichnet. Hat man gerade keinen Zirkel zur Hand, reicht auch ein Bleistift, der an einer Schnur befestigt ist. So bekommt man einen sauberen Kreis. In die Mitte dieses Kreises wird ein Loch gebohrt, sodass die Stichsäge hindurchpasst. Nun kann das Loch ausgesägt werden. Alternativ gibt es auch Bohrer mit passenden Kreis-Aufsätzen. Als nächstes werden alle Elemente von Innen und Außen mit der wetterfesten Lasur eingepinselt. Ist diese getrocknet, können die Teile verschraubt oder vernagelt werden. Möchte man später einen Blick in das Häuschen werfen können, kann das Dach mit zwei Winkeln befestigt werden, sodass eine bewegliche Klappe entsteht. Fertig ist der Nistkasten für Eichhörnchen. Nun kann ganz nach Belieben das Polstermaterial hinein gegeben werden. Man kann es auch direkt vor dem Nistplatz bereitstellen, denn viele Eichhörnchen sorgen gerne selbst für ihre Einrichtung.


/>Der richtige Platz für das neue Heim

Eichhörnchen sind ausgezeichnete Kletterer, weshalb es sich empfiehlt, das Haus in luftiger Höhe anzubringen. Zudem sollte man einen Platz des Gartens auswählen, der für Katzen, Marder und Bussarde nicht leicht oder gar nicht erreichbar ist. Außerdem kann auf entsprechende Nahrungsangebote in der Nähe geachtet werden, wobei die Nager nicht sehr wählerisch sind. Sie fressen Nüsse, Früchte, Insekten, Pilze, Schnecken, Eicheln, Bucheckern und Tannenzapfen. Daher sind sie sehr nützlich, wenn sich am Baum zum Beispiel schädlicher Pilzbefall gebildet hat oder die Frühbeete mit den ersten Schnecken befallen werden. So trägt das Eichhorn zum Erhalt des Gartens bei und bekommt einen kuscheligen Schlafplatz.

Wissenswertes

Die Nester der Eichhörnchen heißen Kobel. Will man den kleinen Nagern einen Nistplatz schaffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.  In jedem Fall muss solch ein Nest mindestens zwei Ein- bzw. Ausgänge haben.  Einer sollte unbedingt nach unten weisen und ziemlich nah am Hauptstamm liegen. Dies gibt den Tieren Sicherheit. Bei Gefahr können sie so gut aus dem Nistkasten entkommen.

Maße

Die Innenmaße des Nistkasten bzw.  Kobels sollten 22 x 22 x 25 cm betragen. Das Dach muss wetterfest und wärmeisoliert sein und das Eindringen von Niederschlag verhindern.

Meist haben Eichhörnchen nicht nur einen Kobel / Nistkasten. Sie legen mindestens zwei an, um bei Gefahr umziehen zu können. Es ist also sinnvoll, mindestens zwei Kobel in Sichtweite voneinander aufzuhängen. Eine südöstliche Ausrichtung am Hauptstamm eines Baumes in mindestens 4 Metern Höhe ist von Vorteil, damit der Kobel angenommen wird.

Auch für Eichhörnchen gibt es Nistkästen im Handel. Handwerklich begabte können sich selbst am Bau versuchen. Verschiedene Anleitungen findet man im Internet.

Wichtiger als ihnen einen Platz zur Aufzucht der Jungen anzubieten ist, die Tiere vor den Gefahren am Haus und im Garten zu schützen. Jedes Jahr ertrinken unzählige Eichhörnchen in unseren Regentonnen. Deshalb sollten diese verschlossen sein. Ist das nicht möglich, muss ein Stock oder etwas ähnliches den Tieren Gelegenheit geben, daran herauszuklettern.