Apfelsinenbaum - Pflanzen, Pflege, zum Blühen bringen

orangenbaum_flApfelsinenbäume kennt man aus dem Urlaub in Italien oder Spanien. Besonders schön sind die Bäume, wenn sie blühen. Oft gibt es zur selben Zeit eine Blüte und es hängen kleine grüne und große, fast reife Orangen am Baum.

Die Blüten duften stark, sind weiß mit gelben Pollen. Der Kontrast zu den dunkelgrünen Blättern ist schön anzusehen.

Bei uns werden Apfelsinenbäume als Kübelpflanzen gehalten. Das Problem bei Orangenbäumen ist, dass der Sommer und die Sonnenstunden nicht ausreichend lang sind, um die Früchte

ausreifen zu lassen. Sie werden nicht süß, wie man das von ihnen gewöhnt ist und oft erreichen sie auch nicht die schöne orange Schalenfarbe. Sie bleiben eher blass.

Standort

Der Standort sollte hell und warm sein. Wenn man den Orangenbaum im Sommer ins Freie stellt, ist es empfehlenswert, ihm einen sonnigen, aber windgeschützten Platz zu geben. Man stellt das Bäumchen erst raus, wenn die Temperaturen nachts über 10 ˚C liegen. Im Wohnraum darf die Pflanze nie in Zugluft stehen. Man sollte einen Apfelsinenbaum nicht zu oft umstellen.

Pflanzsubstrat

Das Pflanzsubstrat muss wasser- und luftdurchlässig sein. Deshalb ist es ratsam, Blähton oder Perlite unter die Erde zu mischen. Auch sollte diese nicht zu kalkhaltig sein.

Gießen und Düngen

Beim Gießen ist zu beachten, dass man weder zu viel gießen darf, noch dass die Erde vollständig austrocknet. Ideal ist, durchdringend zu gießen. Das heißt, man gießt soviel, dass Wasser in jeden Winkel des Pflanztopfes durchdringen kann und am Ende dann der Rest unten herausläuft. Das überschüssige Wasser muss abfließen. Dann wartet man einige Tage bis zur nächsten Wassergabe. Die oberste Erdschicht sollte gut abgetrocknet sein, bevor man erneut gießt. Diese Methode ist besser, als täglich nur leicht zu gießen. Wichtig ist, kalkarmes oder kalkfreies Wasser zu verwenden. Bei zu viel Kalk geht die Orange ein.

Gedüngt wird während der Vegetationsperiode alle 3 bis 4 Wochen mit einem speziellen Zitrusdünger. Nach der Überwinterung, wenn den Pflanzen Kraft fehlt, ist die Düngung mit einem Eisendünger empfehlenswert. Man düngt nach Vorschrift, aber 3 x wöchentlich, nur kurze Zeit.

Überwintern

Orangenbäume können in
Mitteleuropa nur als Kübelpflanzen kultiviert werden. Im Winter muss man sie einräumen, sie sind nicht winterhart. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Limettenbaum zu überwintern, entweder warm oder kalt. Am besten erfolgt die Überwinterung  in einem unbeheizten Raum. Er muss nicht wirklich hell sein. Lieber etwas weg vom Fenster stellen. Zu viel Licht führt meist zu Blattfall. Temperaturen zwischen 5 und 12 ˚C sind ideal. Gegossen wird nur wenig. Je kühler der Raum, um so weniger Wasser wird benötigt. Der Ballen darf nicht vollständig austrocknen. Gedüngt wird nicht. Wichtig ist, dass der Wurzelballen auf keinen Fall unter Temperaturen von 13 bis 15 ˚C fällt. Überprüfen kann man das mit einem Temperaturmesser, den man in den Boden steckt. Damit die Temperatur nicht so abfällt, kann der Topf mit Noppenfolie umwickelt werden. Außerdem stellt man ihn aus ein oder besser zwei Styroporplatten. Bei der Temperatur findet weiterhin ein Wasseraustausch zwischen den Wurzeln und den Blättern statt. Die Blätter bleiben am Baum.orange2_fl

/>
Schneiden

Am besten ist ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr. Wenn die Krone zu licht geworden ist, kann stärker geschnitten werden. Sie treiben dann um so buschiger aus. Der Aufbau einer richtigen Krone dauert etwa 3 Jahre. Beim Schnitt werden natürlich auch einige Blütenansätze mit weg geschnitten. Also nicht zu stark schneiden, den Schnitt lieber über mehrere Jahre ausdehnen und immer nur wenig wegschneiden. Man kann  natürlich auch in einem Jahr einen Radikalschnitt vornehmen, verzichtet diese eine Jahr auf Blüten und Früchte, hat aber alles mit einem Mal abgehakt.

Apfelsinenbaum zum Blühen bringen

Wenn man einen Apfelsinenbaum aus einem Kern selbst gezogen hat, muss man sich nicht wundern, wenn er nicht blüht und natürlich auch keine Früchte trägt. Bei Wildformen ist das manchmal so. Es gibt zwar auch Wildlinge die Früchte haben, die sind aber anders und meist nicht essbar. Meist zeigen sich erste Blüten erst nach etlichen Jahren. Oft ist es aber die zu hohe Temperatur bei der Überwinterung die Schuld ist, wenn das Bäumchen nicht blüht. Da hilft auch nichts mehr. Man muss die Pflanze dann im nächsten Winter kühler stellen (siehe oben). Ohne Kälte gibt es keine Blüte.

Vermehrung

Einen Apfelsinenbaum kann man recht einfach aus einem Kern ziehen. Allerdings werden diese Pflanzen selten Früchte tragen, obwohl sie auch blühen. Besser ist, man kauft einen veredelten Orangenbaum, der trägt dann auch Früchte.

Krankheiten und Schädlinge

Oft kommt es zu Eisenmangel, vor allem, wenn kein Spezialdünger verwendet wird. Man erkennt ihn an hellgrünen oder gelben Blättern mit dunkelgrünen Blattadern. Wenn schon Mangelerscheinungen zu sehen sind, hilft meist nur noch reiner Eisendünger. Relativ häufig treten Spinnmilben auf, vor allem, wenn die Luft zu trocken ist.  Außerdem können Blattläuse, Schild- oder Wollläuse auftreten.