Aprikosenbaum - Pflege, Schneiden, Überwintern

aprikose_flMit einem Aprikosenbaum können sie sich einen wahren Obstspender in den eigenen Garten holen. Mit der richtigen Pflege sollte es gelingen, Jahr für Jahr genügend Ertrag für Marmeladen, Trockenobst und weitere Vitaminquellen zu schaffen.

Aprikosenbaum - Steckbrief
  • Art/Familie: Gehölz, Obstbaum.
  • Pflegeaufwand: Gering an richtigem Standort
  • Blütezeit: Mai mit zartrosafarbenen Blüten
  • Erntezeit: Je nach Sorte Juli bis August
  • Belaubung: Ei- bis herzförmig nach vorn zugespitzte Blätter in dunkelgrün
  • Wuchs: Langsam, aufrecht mit auffällig breiter Krone
  • Inhaltsstoffe: Carotin, reich an Mineralstoffen und Vitaminen
  • Höhe: 3 bis 10m hoch und ebenso breit
  • Standort: Sonnig mit

    leichter Beschattung oder lichter Schatten. Treiben an vollsonnigen Orten zu früh aus und können dann bei Spätfrösten ihre Blüten verlieren. Am liebsten windgeschützte Ost- oder Westseite eines Hauses. Leicht sandiger, wasserdurchlässiger Boden
  • Pflanzzeit: In rauhen Gegenden im Frühjahr, in milden Gegenden im Herbst
  • Schnitt: Junge Bäume vor der Blüte im Frühjahr zum Aufbau einer ansprechenden Krone schneiden, später Rückschnitt im Herbst. Krone auslichten, zu dicht und nach innen wachsende Zweige entfernen, alle andern um etwa 1/3 einkürzen
  • Pflege: Bei Trockenheit wässern
  • Überwinterung: Winterhart. Vor allem junge Bäume sind für etwas Winterschutz dankbar. Manche Sorten vertragen sehr harte Winter nicht
  • Krankheiten/Schädlinge: Gelegentlich Pflaumensägewespe (siehe unten Schädlinge)
  • Scharka-Krankheit: Meldepflichtige, nicht behandelbare Virusinfektion. Flecken an Blättern und Früchten, die ungenießbar werden. Pflanzen müssen entsorgt werden. Resistente Sorten wählen
  • Besonderheiten: Kommt aus China
Sorten (Auswahl)
  • `Gold Rich´: Höhe 300cm. Mittelgroße dunkelorangefarbene Früchte. Genußreife August. Gilt als besonders robust gegen Frost und
  • `Kuresia®´: Mittelfrüh. Neuere Sorte. Mittelgroße orangefarbene Früchte zur Sonnenseite hin rot gefärbt. Festes, dennoch saftiges, süßes, aromatisches Fruchtfleisch. Gut
    steinlösend. Gilt als immun gegen die Scharka-Krankheit. Genußreife Ende Juli bis Anfang August. Ernte ab dem zweiten Standjahr. Selbstbefruchtend
  • `Luizet´: Mittelgroße, längliche Früchte in dunkelorange. Genußreife August  . Gilt als resistent gegen Krankheiten und sehr frostsicher
  • `Orange Red®´: Neuere Sorte. Längliche Früchte in leuchtendem orange. Auffällig glatte Schale. Festes dennoch saftiges süßes Fruchtfleisch. Genußreife Juli
  • `Sweety´: Mittelgroße runde bis leicht ovale Früchte in sattem orange. Genußreife Juli bis August. Selbstbefruchtend. Winterschutz ist erforderlich
  • `Ungarische Beste´: Große kugelrunde Früchte in gelb dunkelorange überzogen mit rötlicher Punktierung sonnenseits. Saftiges süß-säuerliches Fruchtfleisch angenehm würzig im Geschmack. Gut steinlösend. Genußreife August
Schädlinge

Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen werden häufiger als Aprikosen von den Wespen befallen, doch auch hier können sie gelegentlich auftreten. Larven der schwarzen und gelben Pflaumensägewespe: Die 4-6 mm Wespen legen ihre Eier während der Blüte an den Blütenkelchen ab, woraus dann gelbköpfige weißliche Larven schlüpfen. Diese bohren sich in das Fruchtfleisch und zerstören mit ihrem Fraß das Fruchtfleisch und auch die Kernanlagen. Eine einzige Larve kann bis zu fünf Früchte ungenießbar machen. Befallene Früchte erkennt man an 1-2 Bohrlöchern.

Bei großem Fruchtansatz kann man die Tiere als natürliche Ausdünner akzeptieren. Wer sich damit nicht anfreunden kann, bei besonders starkem Befall oder nur geringem Fruchtansatz kann direkt nach der Blüte Metasystox R spezial gespritzt werden (Dosierungsanleitung beachten).

Verwendung

Küche
  • Angeschnittene bzw. zerkleinerte Früchte werden an der Luft leicht braun was nicht passiert wenn man sie mit Zitronen-, Limetten- oder auch Orangensaft beträufelt bzw. sie darin wälzt. Neben dem optischen Aspekt werden sie dann aromatischer.
  • Aprikosen wollen kühl gelagert werden, aber nicht kalt. So büßen sie z.B. im Kühlschrank viel Aroma ein.
Kosmetik
  • Aus den Kernen wird ein Aprikosenkernöl

    gewonnen welches reich an essentiellen Fettsäuren ist und den Stoffwechsel vitalisiert.
  • Es ist in vielen Badezusätzen sowie in Gesichts- und Körpercremes enthalten, da die Fettsäuren vor allem trockene Haut pflegen.
  • Sie schützen vor weiterer Austrocknung und stabilisieren die Haut um besser mit Umwelteinflüssen umzugehen.
Medizin
  • Das in Aprikosen zu findende Beta-Karotin ist eine Vorstufe des Vitamin A und ist ein Antioxidant ist und schädliche freie Radikale neutralisiert die z.B. die Netzhaut des Auges schädigen können.
  • Bei Mangel können Haare brüchig und die Kopfhaut schuppig werden und die Haut trocknet schnell aus.
  • Aprikosen gelten als kreislaufanregend.