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Quitten gehörten lange Zeit zu den vergessen Früchten. Doch mittlerweile erlangen sie wieder immer mehr Beliebtheit. Aus den harten Früchten der Quittenbäume, die roh nicht zum Verzehr geeignet sind kann man sehr gut Kompott, Gelee, Likör, oder auch Schnaps herstellen. Auch, wenn die Samen der Frucht giftiges Cyanid-Glykosid enthalten, ist das Fruchtfleisch sehr vitaminreich und enthält zusätzlich viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Somit sind Quitten sehr gesund. Quitten enthalten sehr viel Vitamin B1, B2 und C, sowie Kupfer, Eisen, Zink, Mangan, Phosphor, Natrium, Kalium und Fluor, sowie Gerb- und Schleimstoffe, Pektin und organische Säuren.
Quittenbäume bevorzugen tiefgründigen, humosen
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Gartenboden in sonniger Lage. Die Bäume können 5 bis 8 Meter Höhe erreichen. Ihre Blüte ist nur kurz, die hübschen weißen Blüten erscheinen im Mai. Früchte trägt der Quittenbaum erst etwa ab dem achten Jahr. Die Baumscheibe sollte immer mit organischem Material (Rindenmulch) dick abgedeckt werden. Nicht hacken, und auch nicht graben. Quittenbäume werden gerne als Unterlage für andere Obstsorten, vorzugsweise für Äpfel oder Birnen verwendet. Geerntet wird die Quitte etwa Mitte Oktober, bei trockener Witterung. Die Früchte müssen noch etwa 14 Tage im Haus nachreifen. Ihr starker Geruch überdeckt alle anderen Gerüche. Nicht zusammen mit Äpfeln, oder Birnen lagern. Nach den 14 Tagen Nachreife sollten die Früchte verarbeitet werden. Quittengelee mit Nüssen darin ist etwas besonders Schmackhaftes. Quittensaft wird häufig auch bei der Herstellung vom Apfelwein verwendet. Apfelquitten schmecken aromatischer, als Birnenquitten. Für Gelee am besten beide Sorten mischen, für Saft, Kompott eignet sich eher Apfelquitte. Leider sind Quittenbäume anfällig für Krankheiten und Schädlinge, gegen die meisten gibt es nicht einmal die Möglichkeit vorzubeugen, oder diese zu bekämpfen. Der San-José Schildlaus ist zudem auch meldepflichtig. Bekannte Schädlinge und Krankheiten sind unter anderem Apfelblütenstecher, Apfelgespinstmotte, Apfelwickler, Bakterienbrand (Befallenes vernichten!), Blattbräune, Echter Mehltau, Feuerbrand (Meldepflichtig!), Fleischbräune (Auf Stickstoffdüngung verzichten), Grünfäule, Lentizellenfäule, Schorf, Stippigkeit, aber auch Steinfrüchtigkeit.
von Hajnalka Prohaska
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