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Felsenbirne
Obstgarten - Obstgarten Pflegen / Obstbaum

Felsenbirne

Die Felsenbirne heißt eigentlich gewöhnliche Felsenbirne oder auch gemeine Felsenbirne. Ihr wissenschaftlicher Name ist „Amelanchier ovalis“ und sie ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse. Ein weiterer Name, der vor allem in Österreich verbreitet ist, ist der „Edelweißstrauch“. Eigentlich ist das ein viel passenderer Name, denn wenn der Vorfrühling bereits vorbei ist, erblüht die Felsenbirne und Tausende von Blüten reflektieren das Sonnenlicht als strahlendes Weiß.

Der deutsche Name „Birne“ kommt von ihrem Aussehen. Die Felsenbirne hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Birne, allerdings gehört sie nicht zur gleichen Gattung wie die Garten-Birne.

Die gewöhnliche Felsenbirne ...
ist eine sommergrüne Pflanze, die einen reich verzweigten und dichtkronigen Strauch bildet. Sie kann Wuchshöhen zwischen ein bis vier Metern erreichen. Ihre Zweige sind sehr schlank und stehen meist aufrecht. Die Rinde ist schwarz gefärbt. Die Blätter stehen wechselständig und haben die Form eines Eises. Sie sind entweder an der Spitze stumpf oder scharf gezahnt.


Die Blüten hängen zu dritt bis sechst in Trauben oder Rispen, sind ca. vier Millimeter breit und duften streng. Die weißen Blüten zeigen sich von April bis Juni. Die jungen Blätter sind an der Unterseite weiß und verkahlen später. Im Herbst haben sie eine orange bis dunkelrote Färbung. Die jungen Blüten und Blätter verfügen über einen dichten Filz aus weiß-silbrigen Haaren. Sie schützen die Felsenbirne vor Kälte und vor Wasserverlust.

Die Blätter erreichen ihre volle Größe erst nach der Blütezeit und verlieren auch dann erst allmählich die Behaarung auf der Unterseite. Die Blüte hat fünf ganz weiße, weit auseinander stehende Kronblätter und fünf Griffel. Im reifen Zustand sind die kleinen Früchte dunkelrot bis schwarzblau.

Die Felsenbirne bevorzugt Felsgebüsche, sonnige und trockenen Steilhänge, Säume von Halbtrockenrasen und lichte Eichen- und Kiefernwälder. Gerne gedeiht sie auf Kalk und auf Fels. Das Verbreitungsgebiet befindet sich in Mittel-, Süd- und Osteuropa. Des Weiteren ist die Felsbirne auch in größten Teilen des Mittelmeergebietes und in Kleinasien beheimatet. Diese Art steigt in den südlichen Alpen bis in 2.000 Meter über NN. Die meisten Arten der Felsenbirne stammen aus Nordamerika. In Europa ist die gemeine Felsenbirne wild an steinigen Hängen und Felsen zu Hause, wird aber auch gerne in Gärten, an Wegen und in Parkanlagen angepflanzt.

Die gewöhnliche Felsenbirne vermehrt sich durch Samen oder Kopfstecklinge im Sommer. Die Früchte der Felsenbirne eignen sich zum Verzehr, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass keine zerkauten Samen verschluckt werden, da diese kleine Mengen an Blausäure abspaltender Glykoside enthalten. Dies kann zu Magen-Darm Beschwerden, Brechreiz und Fieber führen. Der unzerkaute Samen ist jedoch völlig ungefährlich, da sie den Magen-Darm-Trakt passieren ohne angegriffen zu werden. Als erste Hilfe Maßnahme bei zerkauten Samen gilt eine hohe Flüssigkeitszufuhr.

Besonders eignen sich die Früchte zur Verarbeitung zu Marmelade, als Kompott, in Suppen, als Saft sowie Wein und zeitweise wurden die schmackhaften Früchte als Korinthenersatz in Gebäck verwendet.

Die Felsenbirne ist völlig unempfindlich gegen Trockenheit. Zudem ist sie frosthart, windfest und auch das Stadtklima kann ihr nichts anhaben. Die gewöhnliche Felsenbirne ist ein wunderschöner Führjahrsblüher, der am besten alleine stehen sollte. Am Boden sollte altes Holz abgeschnitten werden, wobei ein zu hoch angesetzter Schnitt zu einer unschönen Besenbildung führt.
 


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