Strohblumen - Überwintern, Trocknen, Aussäen, Säen
Die Strohblume (Helichrysum) blüht von Mai bis Oktober. Es ist eine Gattung von unterschiedlich winterharter Einjähriger, Sträucher und Halbsträucher.Trocknen
Auch wenn es viele verschiedene Arten von Strohblumen gibt, ist die Gartenstrohblume ...
die bekannteste und wenn man die Blumen trocknen möchte, eignet sich diese Art am besten.
Die Blüten haben keine richtigen Blütenblätter, sondern papierartige Hüllblätter, die getrocknet sehr lange haltbar sind. Diese Eigenschaft macht die Strohblume zu einer sehr beliebten Trockenblume und verschaffte ihr auch den deutschen Namen. Strohblumen sind die bekanntesten und haltbarsten Trockenblumen. Sie fallen nicht zusammen, sehen auch nach längerer Zeit nicht welk aus und büssen nichts von ihrer leuchtenden Farbe in meist gelb oder weiß, aber auch orange und rot ein.
Zum Trocken werden die Blüten an langen Stielen geschnitten, die außen schon leicht geöffnet sind, deren Herz jedoch noch geschlossen ist. Ist die Blume schon zu weit offen, wird die Blütenmitte schwarz, dann ist ...
sie aus optischen Gründen zum Trocknen ungeeignet. Dann werden die Blätter entfernt und die Blumen entweder einzeln oder als Strauß gebunden mit dem Kopf nach unten frei aufgehängt. Dazu bietet sich beispielsweise eine Wäscheleine an einem luftigen, schattigen Ort an.
Aussäen
Strohblumen können von Ende März bis April im Haus aus Samen vorgezogen werden. Samen nur leicht mit Erde bedecken. Keimdauer 12-14 Tage bei 16-18 Grad Celsius. Nicht vorher säen, da sie sonst zu lange in engen Saatschalen stehen und die Wurzeln darunter leiden. Nach den Spätfrösten mit einem Pflanz- und Reihenabstand von 25cm ins Freiland setzen.
Im April können Strohblumen auch ins Frühbeet gesät werden. Die sich daraus entwickelnden Pflanzen sind besonders kräftig und begeistern mit einer sehr frühen Blüte. Nach den Einshelligen dürfen sie ihr Frühbeet dann verlassen und an ihren eigentlichen Bestimmungsort gesetzt werden.
Im Mai kann direkt an Ort und Stelle gesät werden.
Strohblumen bevorzugen einen eher trockenen Boden vornehmlich in der prallen Sonne, nur Helichrysum petiolare zieht ein schattiges, kühles Plätzchen vor. Vor allem einjährige Pflanzen sind hungrig und benötigen viele Nährstoffe.
Von bestehenden Pflanzen können die Samen auch gesammelt werden. Die Saat geht nach ca. einer Woche auf und bleibt in etwa 2 Jahre keimfähig.
Überwintern
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Arten, von denen einige einjährig sind. Die anderen Arten sind Stauden, von denen die meisten Arten frostempfindlich sind. Nur wenige sind frostresistent und können den Winter im Freien überstehen.
Bei Zweifeln an Art und Sorte sollte die Strohblume vorsichtshalber frostfrei im dunklen Keller überwintert werden.
Die gängigsten Arten und ihre Winterfestigkeit
Currykraut (Helichrysum italicum)
(Syn. Helichrysum angustifolium)
Immergrüner Halbstrauch, der nur in sehr milden Gegenden den Winter draussen überlebt. Er kann an geschützten Stellen mit Winterschutz ohne Rückschnitt draussen bleiben, verträgt leicht bis -5 Grad Celsius. Ältere Pflanzen sind frostresistenter. Sicherer bringt man ihn in einem kühlen, dunklen Keller über den Winter.
Gartenstrohblume (Helichrysum bracteatum)
Bekannteste und beliebteste Art. Sie wird meist einjährig kultiviert, gilt dennoch als bedingt winterhart, da ihr der erste leichte Frost nichts anhaben kann. Einige vor allem neuere Sorten wurden speziell auf Winterhärte gezüchtet und können dem Frost draussen gut widerstehen. Dazu die Pflanzen zu 2/3 zurückschneiden, wobei die verbliebenen Stängel eine Höhe von 10cm nicht unterschreiten sollten. Eine sorgfältige Reisigabdeckung ist sinnvoll.
Lakritzkraut - Silberstrohblume (Helichrysum petiolare)
(Syn. Helichrysum petiolatum hort.)
Polsterbildender Halbstrauch. Bevorzugt kühlere Temperaturen im Schatten, ist jedoch nur bedingt winterhart. Die ersten leichten Fröste werden gut vertragen, in milden Regionen kann er seichte Winter mit Schutz auch draussen überstehen. Um Ausfälle zu vermeiden, sollte die Silberstrohblume frostfrei im kühlen Keller überwintern.
Helichrysum splendidum
(Syn. Helichrysum alveolatum, Helichrysum trilineatum)
Winterharte Art, die dennoch für eine leichte Abdeckung mit Reisig vor allem bei Barfrost (Frost ohne Schnee) dankbar ist.
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