Dahlien - Pflege und Pflanzzeit
Mit Dahlien hat man etwas mehr Arbeit, als mit anderen Gartenpflanzen. Sie belohnen einen aber auch mit besonders schönen und vielfarbigen Blüten.
Dahlien lieben sandigen und leicht ... sauren Boden, mit einem pH-Wert von etwa 6,5. Nicht geeignet ist Lehmboden, da Wasser darin schlecht abfließen und es zu Staunässe kommen kann. Ein sonniger Standort ist ideal.
Die beste Pflanzzeit für Dahlien ist Ende April/Anfang Mai. Die Fröste dringen dann nicht mehr richtig ins Erdreich ein. Die Erde sollte aber einigermaßen trocken sein. Die Dahlie sollten auf keinen Fall zu tief eingesetzt werden, damit sich die Triebe nicht zu mühsam nach oben quälen müssen. Stecklinge sollten erst nach den Eisheiligen in die Gartenerde gebracht werden. Die zarten Wurzeln würden Fröste nicht überstehen. Viele Dahlienspezialisten schwören darauf, dass die Pflanzen besser austreiben und wachsen, wenn die Knollen vor dem Pflanzen zwei Tage in Wasser gelegen haben. Viele treiben auch die Knollen im Warmen vor. Das muss aber eigentlich nicht sein. Der Pflanzabstand sollte etwa 80 cm betragen.
Dahlien darf man nicht bei Sonneneinstrahlung gießen. Die Blätter verbrennen sehr schnell, wenn Sonne auf anhaftende Wassertropfen ...
trifft. Ansonsten benötigen die Pflanzen regelmäßig Wasser, am besten morgens und abends etwas gießen, das ist besser als nur einmal viel wässern. Ab Ende September sollte man sparsamer gießen, um die Knolle anzuregen, Wasser zu speichern. Das braucht sie für die Überwinterung der Dahlie.
Den Dünger kann man gleich beim Pflanzen in das Pflanzloch geben oder im Frühjahr in die Beete einarbeiten. Gut geeignet sind Hornspäne und abgelagerter und trockener Rinderdung. Man gibt etwa einen Tee-Löffel Hornspäne pro Pflanzloch zu. Pferdemist ist nicht geeignet.
Dünger mit viel Stickstoff sorgt dafür, dass die Pflanzen nur in die Höhe treiben. Das führt zu langen und dünnen Trieben. Außerdem entwickelt sich zu viel Blattwerk.
Damit Dahlien lange blühen, muss verblühtes regelmäßig entfernt werden. Auch Samenkapseln müssen abgeschnitten werden.
Nach dem ersten Frost sollten die Knollen der Dahlie ausgegraben werden. Für die Überwinterung lässt man ca. 6 cm Stängel über der Knolle stehen. Auf keinen Fall sollte man die Stiele bündig abschneiden, die Augen der Dahlien kommen nämlich aus den Stängeln und nicht aus der Knolle. Vorsicht beim Ausgraben, damit die Knollen nicht verletzt werden. Diese müssen leicht abgeklopft werden. Die restliche Erde schützt die Knollen davor, über den Winter auszutrocknen. Wenn die Temperaturen es zulassen, sollte man die Knollen einige Stunden an der Luft trocknen lassen. Die Überwinterung sollte luftig und kühl, bei etwa 5 bis 7 Grad erfolgen. Sind die Temperaturen höher, kann man die Knollen in Sägespäne oder Sand legen und ab und zu etwas befeuchten. Am besten schichtet man die Knollen ab und zu um und kontrolliert auf Fäulnis und Schimmel. Auf keinem Fall sollte man sie in Plastik legen. Durch den Luftabschluss können sie faulen. Wertvolle Knollen kann man durch das Bestäuben mit Schwefel vor Fäulnis schützen.
Vermehrt werden Dahlien hauptsächlich durch Teilung. Geteilt wird erst vor dem Pflanzen, damit die Knollen nicht austrocknen. Am jeweiligen Wurzelhals muss mindestens ein Auge erkennbar sein. Man kann Dahlien auch durch Stecklinge vermehren, dass ist aber aufwendiger und komplizierter.
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